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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 314 -
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Seite - 314 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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314 sien). Unter denPorträten ist zu nen- nen: Ein Gemälde mit 16 Porträten der Orafen-Familie Colloredo. C.'s Com- positionen sind vortrefflich, und beurkun- den seine innige Vertrautheit mit der al- ten Geschichte und Mythe. Sein Styl ist großartig, seine Anordnung gefällig und seine weiblichen Köpfe sind schön; das Colorit - schreibt Nagler — ist oft matt, die Beleuchtung weiß, ohne Ton und Leben. Der Künstler lebte während 25 Jahren in so glücklicher Ehe mit sei- ner Frau, daß er, als sie starb, dem schmerzlichen Eindrucke über diesen Ver- lust selbst erlag, und ihr 4 Tage darauf folgte. Sein Mäcen Philipp Graf Co- benzl war ihm volle 18 Jahre früher vorausgegangen. Archiv für Geschichte, Statistik, Liter. u. Kunst (Wien 1825, 4".) XVI. Jahrg. Nr. 46, S. 327. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Il- menau 1831, VI. Jahrg. 1828, II. Bd. Nr. 315, S. 796 tmit der Doppelangabe seiner Geburt: 3. Dec< 1762 und 1742). — Anna- len der bildenden Künste für die ö'str. Staaten von H. Rud. Fueßli (Wien, Schaumburg, gr. 8°.) I. Thl. S. 110, II. Thl. S. 128 lgeben irrig 1759 als Geburtsjahr C.'s an; beschreibt feine vorzüglicheren Gemälde aus- führlich). — Nagler (G. K. vr.), Neues allg. Künstler-Lexikon (München 1836 u. f., 8°.) II. Bd. S. 441 lmit der falschen Angabe des 1.1742 als C.'s Geburtsjahr). — Oestr. National-Encyklopädie (von G-raff er und Czitann), (Wien 1835) I. Bd. S. 488. VI. Suppl. Bd. S. 392. - Fr an kl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien 1347, gr. 8°.) S. 433 ldaselbst seine Grabschrift; sie lau- tet: 2llo rsynisseit?r. OaneiA xiai.')!'s^rs- ssiuL, 6oi-iew5, ^.caä. I. It.. Vinäob. xraol. eum euQMFs Larb. Hin^inger; vixsrnnt eonooräes sumiQg, cum reversutig. st araors, yuidus nitlil uQhu2.ni in vita. äiviäuum luit per XXV a.Qu.03 e5,ros, kiuiLis triäuo mo?8 rapuit ambo IN6U52 Nov. AVOCoXXVIII. Ebenda wird auch basI. 1756 als C.'s Geburts- jahr, der 17. Nov. 1828 irrig als sein Todestag angegeben). — Fueßli (H.), Wg. Künstler- Lexikon II. Thl. S. 179 lmit falscher Angabe des Geburtsjahres).— Mensel (I . G.), Deut« sches Künstler-Lexikon, 2. Aufl. I. Bd. S. 134 lmit falscher Angabe des Geburtsjahres). — Müller (Fr. Prof.), Die Künstler aller Zeiten und Völker . .. (Stuttgart 1857, Ebner und Seubert, gr. 8°.) I. Bd. S. 301 lmit irriger Angabe des Jahres 1742 als sein Geburtsjahr). — Goethe, Winkelmann und sein Jahrhundert S. 320 schreibt über Cau- cig: „Ein Mann von großem Talent, der große Fertigkeit besaß, aber der darum die wesentlichsten Theile seiner Gemälde etwas vernachlässigte"). — Porträt. Unterschrift: Franz Caucig, Lehrer der Historien - Malerei an der k. k. älkademie der bildenden Künste. Nach dem Leben gez. von I . Merz, geätzt von I. I. L. Billwiller (Wien o. Jahreszahl, 4°.) schönes Blatt. Cavancs, Markus Anton (Huma- nist und Stifter der Oon^rsF^ionk äsi Oksrici sseoiHri äsiis souoi? äi Oaritä, in Venedig, geb. daselbst 19. Mai 1774, gest. ebenda 11. Oct. 1853). Ent- stammt einer vornehmen Familie Vene- digs, welche König So bieski tm 1.1684 in den polnischen Adelstand erhoben hatte. Der Dominikaner Callegari und der Weltgeistliche Anton Venier leiteten die erste Erziehung des Knaben, der sich ins- besondere in Sprachen, in der Literatur und Geschichte ausbildete. Seinen Eltern zu Liebe gab er sein Vorhaben, in den geistlichen Stand zu treten, auf und nahm Dienste bei der Magistratur, in denen er I I Jahre blieb. Als aber sein Vater starb, erfüllte er sein früher unterdrücktes Vor- haben und wurde 1806 Priester. Von die- ser Zeit an ist sein Leben eine ununterbro- chene Kette von Opfern, von Erfüllung sich selbst auferlegter fchwerer Pflichten, zum Frommen der hilflosen Jugend, wo- rin ihn sein gleichgesinnter Brnder we< sentlich förderte. Sein ganzes nnd nicht unbedeutendes Vermögen verwendete er zu Stiftung der Armenschule in der Pfarre 6. Uki-iI. cl.e1 Ii.O82.ri0) und einer zweiten für Mädchen in der Pfarre 66. Osrvksio 6 ?lot28i0. Darauf unternahm er Reisen nach Wien und Nom, um sein lange vor- bereitetes Vorhaben, die Gründung einer äi OaritH auszuführen, für
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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