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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 315 -
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Seite - 315 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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315 welches Institut er die verlassene Kirche S. Agnes erwarb nnd einrichtete. Bon Jugend auf den schönen und ernsten Stu- dien zugethan, dichtete er selbst geistliche und weltliche Lieder, unter denen ein ko- misches, betitelt ^la Aucca" größere Ver- breitung fand. Eine Sammlung seiner Poesien ließ er unter dem Namen: „M- ,-swo Fisunnio") unter welchem er als Mitglied der Arcadier thätig war. erschei- nen. Nachdem er Priester geworden, zeich- nete er sich als Kanzelredner aus und seine Leichenreden auf den Tod des Prie- sters Zorzi, des Mons. Zender, des h. Vaters Gregors XVI. zählen zu den Musterstücken der geistlichen Beredsam- keit. In seiner Eigenschaft als Stifter von Schulen war er auch als Schriftsteller im Lehrfache thätig, und es erschienen von ihm: „ i acl clelis H is clsi iib 12°.) eine biographische Encyklopädie sehr brauchbar für Pädagogen; — ,.^ V«oro clells 5a^oli H 6a?-it«" (Ndonäl^). Unter einem nicht eben sorgfältigen äußern Ge- wände verbarg er eine seltene Hoheit des Gemüths und Kindlichkeit des Her- zens, und einen Beweis dafür, wie er feinen Anstand übte, gibt seine Antwort an die milde Kaiserin Maria Anna, als diese, ihm einen ansehnlichen Beitrag für seine Stiftung spendend, sich jeden Dank verbat: „Ich tröste mich damit, Euer Majestät, daß die Madonna Hoch- dieselbe zur Spenderin ihrer Gnaden auserwählt". Die Päpste Pins VII., L eo XII. und Gregor XVI. förderten huldvoll seine Bestrebungen, ebenso der höchstselige Kaiser Franz, der ihm für seine Institute größere Geldspenden zu- kommen ließ. Der Kaiser Ferdinand verlieh ihm die große goldene Civil-Ver- dienstmedaille und Kaiser FranzIoseph zeichnete den frommen Mann dadurch aus, daß er ihn als Gast an seine Tafel zog. Venedig ehrte den Mann durch eine Marmortafel in der S. Agneskirche, wo seine Leiche ruht. antonio äsi Oouti Oavanis (VeueüiF 1853, Q. ftriwkiäo) lnach diesem ist C. am 11. Oct. 1853 gestorben). — Danckolo 56l7-olamo), I^ g. oÄlluta. äsiik rspnddlicÄ. äi Veassig. sä. 1 8uoi ultiini oingliant' «mui» Ztnäii storici (VensäiF iLöö) 6-iunts s col-rssioiü ai oonni dioFraüei, 3. 228 ssetzt den 9. Oct. 1853 als seinen Todestag an). Celakovskh nach Andern auch Czela- lovsty, Franz Ladislaus (Dichter und Philolog, geb. zu Strakonitz in Böh- men 7. März 1799, gest. in Prag 5. Aug. 1852). Sein Bater war Zimmer- mann; frühzeitig neben seiner Mutter- sprache lernte der Sohn die deutsche. 1812 besuchte er das Gymnasium zu Budweis, 1816 u. 1817 jenes zu Pisek, dann studirte er zu Prag und Linz. Nach dem Wunsche seiner Eltern sollte er in den geistlichen Stand treten, aber von den nationalen Bewegungen seiner Zeit ergriffen, be- schloß er ausschließlich der Literatur zu leben. Im I. 1821 nahm er eine Erzie- herstelle an, welche er 7 Jahre bekleidete und die Mußestunden seinen ästhetischen und literarischen Arbeiten widmete. In der Sprachkunde war ihm Dobrowski Lehrer und Rathgeber. Die erste größere Arbeit — ein Gelegenheitsgedicht erschien schon 1816 im Drucke —, womit ö. in die Oeffentlichkeit trat, waren Gedichte, wie denn überhaupt seine Thätigkeit an- fänglich der Poesie, namentlich der Volks- poesie sich zuwendete, später aber eine ent- schieden philologische Richtung nahm, wor- in er seine Muttersprache zum Gegenstands
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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