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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 320 -
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320 versität von Padua eine Lehrkanzel der bürgerlichen Architektur begründete. In Folge eines Decretes vom 17. April 1771 beauftragte ihn die zur Reform der Studien an der Hochschule von Padna aufgestellte Behörde, nach einem von ihm selbst entworfenen Plane für die Zim- merleute, Maurer, Steinmetze einen ei- genen Curs der Baukunst zu eröffnen, um den Geschmack dieser Leute zu bilden, und selbst in den untern Organen dieser Kunst den Grund zu jenen Elementen zu legen, deren Ausübung die Baukunst in Italien in früheren Zeiten auf eine solche Höhe gebracht hat. Um den Eifer dieser Zöglinge zu beleben, wurde jährlich ein Preis, in einer goldenen Medaille be- stehend, festgesetzt. Unter den Bauten, welche C.'s Namen erhalten haben, sind zu nennen: das astronomische Observato- rium, das Civilspital, das ?rg.to äsiiK Vg.116 in Padua. Danelolo t'a^olamo), ^» caäuta äsiig, rspud- diiea, äi Vene-ia. eä i guoi Ultimi ein- Q1. 8iu.äü storioi (Vsnsäis 1856, b, 8°.). Oinnts s ooireLioni lü i, 2.89. Cereghettt, Joseph (Maler, geb. zu Chrudjm in Böhmen 11. März 1722, gest. daselbst 1799). Der Sohn ei- nes vermöglichen Richters, zeigte er früh Lust und Liebe zur Malerei, worin ihn auch der Chrudjmer Maler Hermann unterrichtete. Der unverhoffte Tod sei- nes Vaters hinderte ihn auf Reisen zu gehen, da er für seine kränkliche und be- jahrte Mutter die Verwaltung des väter- lichen Erbes übernehmen mußte. Er gab aber seine Kunst nicht auf, malte Por- träte, kaufte Gemälde guter Meister und Abgüsse von Antiken, woran er sich fort- bildete. Er arbeitete viele Kirchenbilder für seine Geburtsstadt und andere Kir- chen. So z. B. befinden sich von ihm in Mähren zu Trebitsch (Iglauer Kreis) in der Kapuziner-Kirche das Hochaltarblatt und acht Gemälde, das Leiden Christi vorstellend; in Leitomischl ist der Kreuz- weg von ihm gemalt. Als Porträtmaler besaß er zu seiner Zeit einen nicht unbe- deutenden Ruf. Das Porträt der Fürstin von Auersperg mußte er neun Mal wiederholen; ferner malte er die Kaise- rin Maria Theresia, während sie auf dem Pardubitzer Schlosse speiste; den berühmten Abt des Strahower Stif- tes, Marian Hermann; den Fürsten Ferdinand LobkoWitz (das Bild befin- det sich im Naudnitzer Schlosse); den Pröpsten von Doxan, Ios. Ritter von Winkelburg u. a. Als er im höhern Alter unvermögend zu arbeiten war, zehrte anhaltende Kränklichkeit sein er- erbtes und erworbenes Vermögen derart anf, daß er als Greis bitteren Mangel litt. Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler - Lexikon für Böhmen .. (Prag 1815, 4".) I. Bd. Sp. 271. —Nagler (G. K. vi».), Neues allg. Künstler-Lexikon (München 1835 u.f., 8°.) II. Bd. S. 472. — Schmidl (Ad. vi>.), Oestr. Blätter für Literatur u. Kunst (Wien 1844, 4°.) I. Jahrg. IV. Quart. Nr. 75, S. 595. Ceresa, Karl v. (Arzt). Zeitgenosse. Stammt von einer adeligen lombardischen Familie; früh widmete er sich dem Stn- dium der NaMrwissensch asten, namentlich der Physik, insbesondere durch die interes- santen Versuche des berühmten Alex. Volta an der Hochschule von Pavia dazu angeregt. Er studirte uun Medicin unter Professoren wie Scarpa, Brugna- tel l i , Nasori, Borda, Moscati u. A., wurde mit 20 Jahren Doctor, und der Ruf des berühmten Peter Frank zog ihn nach Wien, wo er im allgemeinen Krankenhause sich praktisch ausbildete u. später daselbst seinen bleibenden Aufent- halt nahm. Wie er als praktischer Arzt durch seiue Humanität und durch seine Geschicklichkeit sich auszeichnete, so erwarb er sich auch als Fachschriftsteller einen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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