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Namen, nnd es erschien von ihm zuerst
1817:
1617). Vorzugsweise wendete er aber
seine Aufmerksamkeit den Epidemien zn,
und die Resultate seiner mannigfaltigen
nnd reichen Beobachtungen legte er in
mehreren Schriften nieder. Um deuGrund
der sogenannten stationären Constitntion
festzustellen, beschäftigte er sich nnaus-
gesetzt mit geuauen Beobachtungen über
das Wechselverhältniß zwischen den ath-
mospharischen Veränderungen und dem
Gesundheitszustände, und gab eiue Probe
davon in seiner Schrift: „
1829) heraus, woriu er den Znsammen-
hang des gelben Fiebers nüt dcr stationä-
ren Constitutiou nachwies. Eine Fort-
setzung dieser sciuer Beobachtungen bil-
det seine Schrift: „Nrlnrrlumgrn iibrr die epi-
drmische Nrrchruhr (^ Iwlüra muckliy'- (Wien
1830), Woriu er — einer der Ersten —
Aufschlüsse gibt über die Natur dieser
Seuche, über die Heilsamkeit der 1^602.»
cuknkk, nnd in einem spätern Nach-
trage: „Vrber da3 zlagkloi-iM HMiiIIii" (Wien
1831), gegen den Mißbrauch dieses da-
mals als Panacäe angepriesenen Mittels
die Stimme erhob. Die Untersuchungen
über die stationäre Constitution faßte er
in der Abhandlung: «I,^o,-nc> alia ^a^ti-
lu,2ion,6 co^i, c^etta Ftcl^io^a?'iH'^ (1834)
zusammen. Noch erschien von ihm:^ .
i cl«
a" (Wien 1834), welches Werk
im Jahre 1836 von dem Institut zu Pa-
ris zum Concnrse des Preises Monthyon
für Medicin n. Chirnrgie bestimmt wurde.
Viele seiner medicinischen Abhandlungen
sind zerstreut in den ,^nnkU äi
oina" von Omodei , in der „
t603.itg.UAQ9." u. i. a., darunter: ),
v. Wurzbach,biogr.Lexikon. II. lslaT'ia'^' — ,It./ee «mtoT'no alle
— ,.Deli' U50 cieila ballotta
u. v. a. I u Folge seiner wissenschaftlichen
Arbeiten ernannten ihn mehrere wissen-
schaftliche Akademien, darunter jene von
Padua, Dresdeu zum Mitgliede, nnd sei-
ner italienischen Schreibart wegen fchickte
ihm die ^.ckdeiniI. dei 3?il0Fl0tti ihr
Diplom.
Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer
u. Czikaun), (Wien 1835, 6 Bde.) VI. Bb.
Suvpl. S. 392.
ick, Iaroslau (Maler , geb.
in Böhmen). Zeilgenosse. Die erste Auf-
merksamkeit erregte sein Vild: „Aomnickq".
Es stellt den Dichter Simon Lomnicky
bettelnd an der Prager Brücke vor, und
fand in der Prager Kunstausstellung all-
gemeine Anerkennung, und später (1353)
auf der Pariser Ausstellung. Seit dieser
Zeit wurde Ü.'s Name auch im Auslande
bekannt, u. besonders seitdem einige seiner
Bilder auch iu dcr Brüsseler Kunstausstel-
lung ausgestellt gewesen. Die ^Inäepbn-
äknck VsI^Q" spricht von demselben mit
großer Wärme, und stellt öermä.k an
die Seite der berühmtesten Meister. Im
Jahre 1854 schrieb die Pariser Zeitschrift
^I/I11u8ti'ati0n" Mer ein anderes Bild
dieses Künstlers: „Herr ö e r m 5 k,
man muß es gestchen, ist eiu Meister in
seiuer Kuust. Sein Vild stellt uns vor:
Die Verbreitung des katholischen Glau-
bens iu Böhmen, nämlich die Bekehrung
der böhmischen Protestanten znm katholi-
schen Glauben, nach der Schlacht am
weißen Berge. Den Stoff dazn nahm er
ans den Chroniken seiner Heimat; osa- oe
Mino Nomina likditQnt äs VruxMkZ
et 6l6V6 äk Hälikit) 68t UN Üi3 äk 1a
1-2.C6 ii61'0i^U6) hui 9. proäuit «I6I.N
ÜU85, ?1'0L0V6 6t Äökk." Es stellt uns
die überwundenen aber nicht ganz bezähm-
ten Oechen vor, welche wieder mit Hilfe
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon