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in mehrere Sprachen übersetzt wurde; —
(1789), welche Schrift er dem Kaiser
Joseph II. dedicirte; — ..Hinga^'a
1785); — „Oe
ti5" (1789). Im
I . 1787 erschien auf seine Kosten das
Werk des Martin Lautsek: „ ^ ekö
/csT-s^tsn^s/^e/c ama l^O /6 ülciö«e^e/c7-6l
5^6llo H'^toVia", d. i. Geschichte der zehn
ersten Christenver
— noch schrieb er ,.
d. i. Au die nngarische Nation (Tyrnan
1806, Icllinek, 8°.); — „D^ei-tatio <^s
O. Ug^ki-) 8".)^ worin er ans philosophi-
schen Gründen die Todesstrafe verwirft;
culiö- et ^ez/ectione s/us iTl, ^67l,67'6 et lin.-
»-ica in. ^pscis etc. ^e?- /oaTlNSTTl,
1307, 0. N^si-, 8°.), eine im heftigen
Tone verfaßte Streitschrift, betreffend die
Einführung der ungarischen National-
sprache zur öffentlichen Gerichtssprache;—
national
(^«.itsolikn 1806,^. O.^Ia.^6i'),
worin er das Schulwesen seiner evang.
Glaubeusgmossen mit Wärme vertritt.
C.'s Thätigkeit hatte langst auf ihn die
Blicke gelenkt und es hatten ihu die Gö-
morer, Torner, Honther, Abuyvarer und
Liptauer Gespannschaft znm Beisitzer der
Gerichtstafel ernannt; die evangel. Ge-
meinden der Gömörer Gespannschaft,
aber im 1.1791 als Deputirten zur Pe<
ster Synode gesendet, bei welcher er die
Stelle eines Notars in Matrimonial-Sa-
chen bekleidete. Als Wilantrop bewährte
er sich durch die Gründung des Tanbstum-
men-Institntes zu Waitzen, wozu er selbst
eine ansehnliche Summe beisteuerte, dann
aber in öffentlichen Blättern einen Auf-
ruf zu Geldbeiträgen einrücken ließ; durch einen Eifer kam das Institut zu Stande.
Auch zur Verbesserung der Landwirth-
schaft trng C. wesentlich bei; ließ viele
unfruchtbare Strecken anbauen und war
der Erste, welcher die Cultur des Klee's
und anderer Futterkra'nter iu das Gömö-
rer Comitat verpflanzte. In dem vor
einem Tode verfaßten Testamente ord-
nete er an, daß wenn seine Familie aus-
stürbe, alle seine Habe zum Ankaufe von
Büchern verwendet und diese Bibliothek
zum allgemeinen Gebranche im Garteu-
gebäude seiues Gutes zu Iol6sz aufge-
stellt werde. Diese mehrere tausend
Bände starke Sammlung kam später in
die Schulbibliothek nach Roseuau, wo sie
sich noch befindet.
Annalen der Literatur und Kunst des In - und
Auslandes (Wien 1810, A. Doll, 8°.) Jahrg.
1810, I I . Bd. S. 128 Isetzt den 5. Juli 1745
als C.'s Geburtsdatum an; diese Biographie ift
ein Auszug aus der 1803 von Sam. Ambro-
sius verfaßten latein. Biographie C.'s). —
^ /u/cad 65 DunielH/o^se/, d. i. ungar.
Schriftsteller. Sammlung von Lcbensbeschreib.
Von Jakob F erenczy und Josef Da n ie l i l
(Pesth 1856, Gustav Emich) S. 70 Isetzt den
5. Juni als sein Geburtsdatum an).
Chcrrier, Nikolaus (Theo lo g, geb.
zu Nagy-0sz im Torontaler Comitat 8.
Jänner 1790). Sein Vater Johann
Dominik wanderte aus Frankreich aus,
wo noch heut zu Tage seine altadelige
Familie fortlebt, seine Verwandten kirch-
liche, militärische und Civil - Ehrenstelleu
bekleiden und als Schriftsteller thätig sind.
Er ahnte den Ausbruch der Revolution
von 1739, verließ sammt dcu Eltern das
Vaterland und ließ sich in Ungarn nieder.
Nikolaus wurde sehr sorgfältig erzogen,
besuchte die Mittelschulen iu Fünfkirchen,
Großwardein und Szegedin, hörte den
Philosophischen Curs, nnd wurde anch in
Sprachen, schönen Wissenschaften und
Künsten unterrichtet. 1809 wnrde er als
Seminarist für die Csanäder Diöcese auf-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon