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selben Journale 1798, April- und Mai
heft); — nl"5titntion.65 inatkematicas" 2
SHs. (Mu21807); — „VrHprnng und Griin-
dĂĽng des Wn^er 3qrenm5 mit Kepplers kckkn
(Linz 1826) und mehrere Gelegenheitspro
gramme. — Als Lehrer des Geniefaches
an der mährisch- ständischen Akademie
fĂĽhrte C. mehrere praktische Arbeiten,
Vermessungen aus, und lieferte Pläne
davon.
Oestr. National-EncyNopädie (von Gr äffer
und Czikann). (Wien 1835, 6 Bde.) VI
Supplement-Bd. S. 400. — Scherschnik
(Leopold Johann), Nachrichten von Schrift-
stellern und KĂĽnstlern aus dem Teschner
Fürstenthume (Teschen 1810, Prohaska, 8°.)
S. 70.
Chmel, Joseph (Geschichtforscher,
wirkl. Mitglied der Akad. der Wissensch.,
geb. zu Olmütz 18. März 1798). Sohn
des Vorigen. Studirte, nachdem sein
Vater als Professor der Mathematik,
später anch der Physik nach Linz versetzt
worden, daselbst, und in KremsmĂĽnster
auf dem k. k. Convicte, wo
sich
sein unwi-
derstehlicher Drang fĂĽr historische Studien
entwickelte. Um demselben genĂĽgen zu
können, trat er 1816 (18 I . alt) in das
Chorherrenstift St. Florian, in welchem
er schon nach wenigen Jahren (1826)
als Stiftsbibliothekar Gelegenheit bekam,
seiner Neigung ungestört zu leben. Da er
sich namentlich dem Studium der vater-
ländischen Geschichte zuwendete, ward ihm
1830—33 auf Stiftskosten ein längerer
Aufenthalt in Wien gestattet, wo er an
der k.k.Hofbibliothek und im geh. Haus-,
Hof- und Staatsarchive die Quellen zu
seinen Arbeiten ĂĽber mittelalterliche Ge-
schichte Oesterreichs sorgfältig sammelte.
Im I . 1834 wurde er durch eine allerh.
EntschlieĂźung vom 6. Mai in das geh.
Haus-, Hof- und Staatsarchiv als zweiter
Archivar berufen, 1840 zum ersten Ar-
chivar ernannt und bei der 1846 vorge-
nommenen Reorganisation des Staats- archives zum Vicedirector desselben und
k. k. Regierungsrathe ernannt, in welcher
Eigenschaft dieser humane, wissenschaft-
liche Zwecke mit liebevollem Wohlwollen
und unverholener Anerkennung fördernde
Gelehrte noch immer in stets gleicher
Energie thätig ist. Seine großen Ver-
dienste um die Wissenschaft im Allgemei-
nen und um die Geschichte Oesterreichs
insbesondere anerkannte der Monarch
durch seine Ernennung zum wirkl. Mit-
gliede der k. Akademie d. Wissenschaften.
Sein Name stand auf der ersten Liste vom
14. Mai 1847. Von diesem Augenblicke
machte er vaterländische Geschichtforschung
und Sammlung von Geschichtsquellen zur
Hauptaufgabe seines Wirkens; und da-
mals als noch von einer Centralisation
weder in politischen Programmen noch in
Privatcirkeln eine Rede war, hatte schon
Chmel in seinen Arbeiten wie heut
noch das „gemeinsame Oesterreich" im
Auge. Insbesondere aber richtete er
seine Forschungen auf die Geschichte des
Hauses Habs bĂĽrg, die sich nicht an
ein oder das andere Land knĂĽpft, son-
dern mit dem Gesarnmtstaate auf das
innigste wie Leib und Seele verbunden ist.
Groß ist die Menge der selbständigen
Werke und der in zahlreichen Sammel-
werken zerstreuten oft umfassenden Ab-
handlungen dieses Gelehrten. Wir ver-
weisen jenen, der dieselben in ihrer Voll-
ständigkeit kennen lernen will, auf den in
den Quellen citirten Jahrg. 1851 des
„Almanachs der k. Akademie" und seine
Fortsetzungen. Von den zahlreichen Ar-
beiten Ch.'s führen wir an: „Materialien znr
ĂĽstr. Geschichte. An5 Archiven nntl Viblmthekenh
5 Hefte (1. Heft Linz 1832, V. Fink;
2 -5 . Heft, Wien 1835—38, 4°.); das
Werk enthält 378 Regesten zur Geschichte
Herzogs Friedrich des JĂĽngern von
1424 — 1440 und 595 Documente im
vollständigen Abdrucke; —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon