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Schriften zeichnen sich dnrch leichte, sehr
oft schwunghafte Redeweise aus; doch
seine größeren Werke entbehren eines
höheren Standpunctes und einer schärfe
ren Kritik. Seine größeren Arbeiten
sind: 7,I>2i^6 liiZtoi-^asii
i inll^oli Q2tzäci sv^Nta na
n -vvitikÄ XIX'Fo"^ d. i. Histo-
risch-Politische Geschichte Europa's und
anderer Welttheile zu Anfang des 19.
Jahrhunderts (Lemberg 1817); — ^
d. i. Geschichte der Stadt Lcmberg
seit ihrer Gründung bis auf die
gegenwärtige Zeit (Lemberg 1833); —
Iirot^w ioli 2
^d.") d. i. Lexikon gelehrter Po
len, enthaltend kurze Darstellungen ihres
Lebens, insbesondere Nachrichten von
ihren Schriften uud kritische Auswahl
einiger wichtigeren, 3 Bde. (Lcmberg,
Millikowski). Ueber dieses im Handel
bereits sehr seltene Werk berichtet Wisz-
niewski in der unten angegebenen Li-
teraturgeschichte: „Es ist Schade, daß der
Autor dieses Werk nicht zu Ende bringt,
u. daß er demselben die lexikalische Form
gegeben hat; sonst wäre es das beste über
die polnische Literatur für Anfänger. Die
Notiz von dem Chronisten Boczula je-
doch zeigt, daß der Verfasser mit wenig
Kritik zu Werke geht"; — 'Wä
V? ?oi5ll6 i
20Lt9.^ Q^oli", d. i. Geschicht-
liche Nachricht von den Stiftungen des
Carmeliter-Ordens, ehemals in Polen
und Lithauen, später unter der Herrschaft
Oesterreichs, Rußlands und Preußens
(Lemb.1846,Iabloiiski). - pol»
LkisH, d. i. Geschichte der Polnischen Literatur
(Krakau 1340—1857, Buchdr. des Stanislaus
Gieszkowsti, 8".) I. Bd. S. 151.
Choinsti, Eustachins (Maler, geb.
in Wien 23.Dec.1314, gest. ebenda 31.
März 1336). Sein Vater war Kammer-
diener des Fürsten Franz Sap i e h a, wel-
cher damals Neisen machte, den talentvollen
Knaben nachPolen, Deutschland, England,
Frankreich mitnahm und ihm in Paris
den ersten Unterricht im Malen ertheilen
ließ. Später kam C. nach Wien, wo er
in der k. k. Maler-Akademie in kurzer
Zeit vielversprechende Fortschritte machte.
Drei seiner Originalbilder ernteten bei
der Ausstellung bei St. Anna im Jahre
1836 allgemeinen Beifall. In der Bil-
derg allerie des Ossolinski'schen Insti-
tutes befindet sich auch ein Bild von ihm,
welches einen bärtigen Reisenden in Peh
und Wintermütze, an einem Tische sitzend
und nach dem Frühstücke die Pfeife rau-
chend darstellt. Besonders geschickt war
C. im Copiren. Nach dem Zeugnisse des
Directors der k. k. Bildergallerie, Kraft,
gab es in Wien zur Zeit, als C. daselbst
an der Akademie war, keinen Maler, der
ihm in der Kunst, Oclgemälde zu copiren,
gleich gestellt werden konnte. Als ein
Beweis dafür gilt die ausgezeichnete
Copie eines Bildes vonTitian, welches
Fürst Paul Estcrhazy für seine Bil-
dcrgallerie angekauft hat.
Mskick, d. i. Lexikon der polnischen Maler
(Warschau 1850, gr. 8°.) I. Bd. S. 93. —
V,02uikitQLci, d. i. Miscellen (ein Lemberger
Unterhaltungsblatt, 4°<) 1831, Nr. I I , S. 8ö:
„5Ill.Iai-2s M307", von Stanislans Lubicz
Iasowski. — Ebenda 1837, Nr. 46,
S. 366.
Choitlicki, Joseph (Maler, geb.
zu Lemberg in der zweiten Hälfte des
vorigen Jahrhunderts, gest. um das Jahr
1312). Ist ein Schüler und Verwandter
des Malers Stanislaus Stroiiiski,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon