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gesetzt, ein Denkmal, das Joseph II.,
und den beiden Feldherrn, Lascyund
London, verdient um Böhmens Ver«
theidigung 1778, geweiht war. Wenige
Monate vorher, ehe er sein dem Staate
und der Menschheit gewidmetes Leben
enden sollte, verlor er seine Gemalin,
mit welcher er 52 Jahre eine ereigniĂź-
reiche Zeit verlebt hatte.
Wolf (Adam), Graf Rudolph Chotek, k. k.
östr. Staats- und Conferenzminifter (Wien
1853, 8°.). — Abhandlungen der kön. böhm.
Gesellschaft der Wissenschaften. Neue Folge
I Bd. S. 23—35, separat abgedruckt: „Rück-
blicke auf das Leben und Wirken :c." —
darT'o (</6«,,i, cle), H,1ui3,Q2.o1i äe T2.ri8dZ.6.
(3arl8bHä, kl. 8°.) 1855, 25. annes, 3. 62
ftaselbst sein Porträt, ohne Angabe des Zeich-
ners. Carro gibt den 1?< Mai 1746 als
CH.'s Geburtsdatum an). — Neuer Nekrolog
der Deutschen. Herausg. von Friedr. August
Schmidt (Ilmenau 1826, Voigt, 8".) II.
Jahrg. 1824, S. 1178. — Oestr. National-
Encyklopä'die (von Gräfferu. Czilann),
(Wien 1835 u. f., 6 Bde.) I. Bd. S. 540
lnach diesem ist Ch. den 17. Mai 1748 geb.).
— Porträt. Unterschrift: Graf Rudolph
Chotek (I . Fendi äol. I . Armann so.).
Chotek, Franz Xaver (Composi-
teur, geb. zu Liebisch in Mähren 22.
Oct. 1800). Ist der Sohn eines Land-
schullehrers,
studirte
auf dem Gymnasium
zu Freibnrg, ging 1819 nach Wien, wo er
Philosophie und die Rechte hörte, 1824
sich aber ausschlieĂźlich der Tonkunst wid-
mete, fĂĽr die er seit frĂĽhester Zeit in sich
den Beruf fĂĽhlte. Der Hoforgauist Heu-
neberg und nach dessen Tod Simon
Sechterwaren seine Lehrer in der Th eo-
rie der Musik und im Tonsatze. Im Ge-
biete der Tanz- und Gesangscomposition
hat C. mehrere Arbeiten durch den Druck
veröffentlicht, darunter:
äs Domsett^ M. 2—F^- — „
. F'amt. ^ ent-
hält Concertstncke aus den Werken von
Meyerbeer, Mercadante, Ricci,
Hal6vy, Verdi, Lauro Rossi, Pa-
cini, Douizetti (die genannten Com-
positionen sind sämmtlich bei Ricordi
in Mailand erschienen); — ^oMnetto.
F',-. ^l—5" nach Motiven aus den Opern
„Marino Faliero", „Welsen und Gibel-
linen", „Velisar", „Parisina", „Helene
von Fcltre" und der „Schwur"; —
^^ol^o^T-i^ ^v>. 7—4" über „Martha"
von F lo t tow; — n^ai-iationH ^"^
ia?i<t65 ttl, Zs"; — „Ghret tlie Frauen!, uier'
Stimmiger Gesang mit Manierbegleiinng"; —
o^ MlT'c^s et ?Vio" ^ — „Variationen ober
das Nllettinll Nriitierlein fein" ; — „Vüriationrn
über tlaZ Oritlklied Freunde hört die meise Tchre";
" U. V. a.
Chotek als Componist versteht es wie
Wenige, fĂĽr Klavierspieler von einem
gewissen Grade von Fertigkeit Piecen zu
componiren, die ebenso schulgerecht als
melodiös und effectvoll sind.
dsile apere pud!. äeil' I. N. 8tl!.bi-
liiueutc» ^N2ioQ2ie ^rivileLiHto äi l iw äi
<3io. Nicoräi (ölaiiznä. 1855 , sr. 5".)
I. Lü. 3. 290 nnä 433. — NouveUs Vio-
grapliik FLuerals ^ . . pndiieo sous 1a.
äireotion äs 2lr. 1s Dr. «okksr (l^iig
1853) X. Lci. 3i>. 388. — Meyer (I.),
Das groĂźe Conversations-Lexikon fĂĽr gebildete
Stände (Hildburg^ausen 1842, Bibl. Inst.,
Lex. 8°.) VII. Bd. 2. Ab theil. S. 498. —
Schilling (G. Dr.), Das musikalische
Europa (Speher1842, F. C. Neidhard, gr. 8°.)
S. 59.
Christ Freiherr von Ehrenbliih, Jo-
seph (k. k. Artillerie-Oberst, Ritter
des Mar. Theresienordens, geb. zu Wien
1774, gest. ebenda 30. Dec. 1841). Trat
am 24. April 1783 als Tambour in's
zweite Feld-Artillerieregiment; im Mai
1790 zum Bombardiercorps ĂĽbersetzt,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon