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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 388 -
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388 den 27. Mai 1809 als sein Sterbedatuw an. — Porträt. Dasselbe befindet sich zugleich mit jenem seines Bruders Jean Pierre Louis w dieses Letzteren: Nömoire» äs 1776 K 1823 s?2ri8 1825). Cleynmann, Karl (protestantischer Kanzelredner, geb. zu Frankfurt a/M. 15. Iänn. 1775, gest. zu Szira gh in Ungarn 15. Febr. 1333). Wurde nach zurückgelegten theologischen Studien und erhaltener Ordmation, 1796 als 2. Pre- diger und Katechet zu der evaugel. Ge- meinde helvetischer Confession nach Wien berufen; kam dann als Prediger nach Pesth, und hielt am 26. Dec. 1815) seine Abschiedsrede an die Gemeinde in Wien. C. war ein ausgezeichneter Redner; seine gehaltvollen Vorträge erregten tiefe Rüh- rung. In Wien sind mehrere seiner Pre- digten im Druck erschienen. Wegen Kränklichkeit gab er feine Stelle auf, u. zog sich in stille ländliche Abgeschieden- heit nach Sziragh im Neograder Comi- tat in Ungarn zurück, wo sein Vorhaben, die in Pesth gehaltenen Predigten gesam- melt herauszugeben, durch seinen uner- warteten Tod vereitelt wurde. Im Drucke erschienen von ihm: „Neliywngullrträge", 2 Nde. (Wien 1802—3); — „Predigten in den Jahren 3813—^ zu Wien gehalten". 2 Nde. (eb. 1814—15, mit des Verfassers Bild- Nlß),' — „Butt mein Alles, meine Freude, mein Ernst; ein Andachtgbuch fiir gebildete Ohriztrn" (3. verbesserte Ausgabe, ebenda 1821). Mit Ioh. Wächter gab er die „allge< meiue praktische Bibliothek für Prediger und Schulmänner", 2 Bde. (Wien 1802) beraus. Mit der Herausgabe feiner hin- terlassenen Predigten hat sich Ioh. Kol- l ä.r, Prediger der evangelischen Gemeinde in Pesth, beschäftigt. Oeftr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czilann), (Wien 1835, 6 Bde.) I. Bd. S. 561. Cloz, Paris Graf (Humanist, geb. zu Trient 1777, gest. ebenda 14. Juli 1856). Besuchte das Gymnasium in sei- ner Baterstadt, und hörte die Philosophie zu Salzburg. Nach vollendeten Studien unterstützte er den Vater in der Verwal« tung seiner Güter. Im I . 1819 ver- malte er sich mit der Gräfin Margarethe Salvett i ; das einzige Kind, das sie ihm gebar, verlor er im zartesten Alter. Sein Leben widmete er nun der öffentlichen Wohlfahrt, und wirkte viele Jahre mit Rath und That in der Gemeinde von Trient und in mehreren kleineren Ge- meinden. 1836 zum Sanitätscommiffär der Gemeinde von Povo gewählt, zeich« nete er sich während der Katastrophe der Cholera-Epidemie besonders aus. Der eigeuiliche Grund, daß wir ihm eine Stelle im Lexikon einräumen, ist aber der fol« gende: Ein glücklicher Zufall ließ ihn unter den alten Büchern u. Manuscripten seiner Herrschaft Marienstein einen Per- gament-Coder aus dem IX. Jahrhun- dert in flavischer u. z. glagolitischerSprache entdecken, welcher die vier den griechischen Kirchenvätern zugeschriebenen und in der heil. Charwoche vorgetragenen Homilien enthält. Diesen Code? überschickte C. dem berühmtesten Slavisteu seiner Zeit, dem Krainer Bartholomäus Kopitar, Custos der Hofbibliothek, der denselben für so wichtig hielt, daß er ihn mit einem ausführlichen historischen und philologi» schen Commentar versah, und auf Kosten des Finders u. Eigenthümers unter dem Titel: „61g.F0iita, OIoaiLMus" (^ieu 1836) herausgab. Graf Paris Cloz er- hielt aus Anlaß dessen die ehrenvollsten Zuschriften von Fürsten, unter andern vom König Ludwig von Baiern und Papst Gregor XVI.. . . , und von Ge- lehrten. C. war auch ein Kunstfreund u. Förderer alles Guten, und das Gemälde von Dominik Rizzi, genannt Brusa- sorci, auf der Fatzade seines väterlichen Stammhauses ließ er reftauriren, und beabsichtigte es abzunehmen und auf Lein-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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