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nachIassy, aus welcher Stadt er ihn auch
verjagte und ihn am 19. April besiegte.
In den Gefechten beiRohatin und Bo-
jana-Losy (24. April) schlug der Prinz
denPascha von neuem; am 15. Mai begann
er die Beschießung von Chotym, welche
Festung
sich nach dem Bairamfcste am 16.
Sept. ergab, und bis 29. mit der ganzen
Landstrecke, welche 260 Ortschaften inbe-
griff, für Oesterreich in Besitz genommen
wurde. In der Festung sand rnan 200
Geschütze, darunter eine 192 Pfund, me-
tall. Kanone, 2000 Pfund Pulver, 80,000
Stück Kugeln und Bombeu, 85)00 Gra^
naten und anderen reichen Kriegsbedarf.
Nun rückte der Prinz mit seinem Corps
tiefer in die Moldan vor, und schlug das
Hauptquartier in Roma u auf. Durch ein
Handbillet des Kaisers Joseph II. vom
18. Mai 1789 erhielt er die Vollmacht,
alles nach seinem eigenen Ermessen aus-
zuführen. Am 1. Angust griff er die bei
Fokschau concentrirten Türken, 30,000
Mann an und erfocht über dieselben den
glänzendsten Sieg. Viele Beute und 16
Fahnen geriethen in die Hände der Sie-
ger. Der Monarch schickte an den Sieger
das Großkreuz des Mar. Theresienordens.
Der Prinz wies dem versammelten Heere
das Ehrenzeichen vor mit den Worten:
„Dieses Ehrenzeichen, meineBrüder, habe
ich Euch zu danken". Dem Siege von
Fokschan folgte der ebenso glänzende bei
Martinestie, wo C.'s Heer 17,000
Mann, das der Nüssen 7000 Mann stark,
eine Truppenmacht von 100,000 Türken
auf das entscheidenste schlug, so daß 5000
Tartaren das Schlachtfeld deckten nud
100 Fahnen, 80 Geschütze nebst reicher
Beute in die Hände der Sieger sielen.
Später rückte der Prinz in die Walachei
vor, wo er auf das Festlichste empfangen
wurde. Der unerwartete Tod des Kaisers
Joseph im I . 1790 vereitelte die Er-
wartungen, die man an das Gelingen
dieses Feldzuges geknüpft hatte. Die Pforte durch Preußens Versprechungen
übermüthig, rüstete sich zu neuem Kampfe.
Der kaum begonnene Krieg endete aber
bald durch den Frieden von Szistow (4.
Aug. 1792) und der Prinz ging als com-
mandirender General in Ungarn nach
Ofen. Im Jan. 1793
stellt ihn Franz II.
an die Spitze des Reichs- und österr.
Heeres, welches gegen Frankreich zu Felde
zog. Mitte Febr. begannen die Bewegun«
gen. Der Feldzug begann in Holland nnd
mit dem schönen Siege zwischen Düren
und Aldenhoffen. Lüttich, mit großen
Vorräthen an Geschütz nnd Munition, fiel
in die Hände der Kaiserlichen. Bei Nee r«
winden (18.März)ersocht derPrmz einen
glorreichen Sieg, in welchem der Feind
einen General und 4000 Mann unter den
Todten und mehrere tausend Verwundete
hatte; noch der Sieg von Löwen folgte
und der Prinz rückte am 25. März in
Brüssel ein. Am 29. brach C. gegen
Conrtrai vor. An Dumouriez's
Stelle war Dampierre Commandant
der feindlichen Armee. C. schloß nun die
Festung Coude ein und schlug die Fran«
zoseu bei Palenciennes in einem blu-
tigen Siege (1. Mai). Einen Versuch der
Franzosen, Conde zu entsetzen, vereitelte
C.'s Sieg bei der Abtei Vicogne (18.
Mai), ein zweiter beiFamars (23.Mai);
die Einnahme von Valenciennes
(11. Juli), wobei ungeheure Mengen von
Geschütz und Munition erbeutet wurden,
krönte diese glänzenden Waffenthaten. Der
Prinz berathschlagte nunmehr über die
Fortsetzung dieses Feldzuges nnd beschloß
seinen Hauptangriff auf Dünkirchen
zu richten. Das merkwürdige Reiterge-
fecht bei Avesues-le-Sec (12. Sept.
1793), bei welchem sich General Graf
Bellegarde, OberstFürstIoh. Liechten-
stein und Oberst Stip siez so sehr aus-
gezeichnet; die Einnahme der Festung le
Quesnoy mit der 5000 Mann starken
Besatzung (13 Sept.); die Siege bei
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon