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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 396 -
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396 nachIassy, aus welcher Stadt er ihn auch verjagte und ihn am 19. April besiegte. In den Gefechten beiRohatin und Bo- jana-Losy (24. April) schlug der Prinz denPascha von neuem; am 15. Mai begann er die Beschießung von Chotym, welche Festung sich nach dem Bairamfcste am 16. Sept. ergab, und bis 29. mit der ganzen Landstrecke, welche 260 Ortschaften inbe- griff, für Oesterreich in Besitz genommen wurde. In der Festung sand rnan 200 Geschütze, darunter eine 192 Pfund, me- tall. Kanone, 2000 Pfund Pulver, 80,000 Stück Kugeln und Bombeu, 85)00 Gra^ naten und anderen reichen Kriegsbedarf. Nun rückte der Prinz mit seinem Corps tiefer in die Moldan vor, und schlug das Hauptquartier in Roma u auf. Durch ein Handbillet des Kaisers Joseph II. vom 18. Mai 1789 erhielt er die Vollmacht, alles nach seinem eigenen Ermessen aus- zuführen. Am 1. Angust griff er die bei Fokschau concentrirten Türken, 30,000 Mann an und erfocht über dieselben den glänzendsten Sieg. Viele Beute und 16 Fahnen geriethen in die Hände der Sie- ger. Der Monarch schickte an den Sieger das Großkreuz des Mar. Theresienordens. Der Prinz wies dem versammelten Heere das Ehrenzeichen vor mit den Worten: „Dieses Ehrenzeichen, meineBrüder, habe ich Euch zu danken". Dem Siege von Fokschan folgte der ebenso glänzende bei Martinestie, wo C.'s Heer 17,000 Mann, das der Nüssen 7000 Mann stark, eine Truppenmacht von 100,000 Türken auf das entscheidenste schlug, so daß 5000 Tartaren das Schlachtfeld deckten nud 100 Fahnen, 80 Geschütze nebst reicher Beute in die Hände der Sieger sielen. Später rückte der Prinz in die Walachei vor, wo er auf das Festlichste empfangen wurde. Der unerwartete Tod des Kaisers Joseph im I . 1790 vereitelte die Er- wartungen, die man an das Gelingen dieses Feldzuges geknüpft hatte. Die Pforte durch Preußens Versprechungen übermüthig, rüstete sich zu neuem Kampfe. Der kaum begonnene Krieg endete aber bald durch den Frieden von Szistow (4. Aug. 1792) und der Prinz ging als com- mandirender General in Ungarn nach Ofen. Im Jan. 1793 stellt ihn Franz II. an die Spitze des Reichs- und österr. Heeres, welches gegen Frankreich zu Felde zog. Mitte Febr. begannen die Bewegun« gen. Der Feldzug begann in Holland nnd mit dem schönen Siege zwischen Düren und Aldenhoffen. Lüttich, mit großen Vorräthen an Geschütz nnd Munition, fiel in die Hände der Kaiserlichen. Bei Nee r« winden (18.März)ersocht derPrmz einen glorreichen Sieg, in welchem der Feind einen General und 4000 Mann unter den Todten und mehrere tausend Verwundete hatte; noch der Sieg von Löwen folgte und der Prinz rückte am 25. März in Brüssel ein. Am 29. brach C. gegen Conrtrai vor. An Dumouriez's Stelle war Dampierre Commandant der feindlichen Armee. C. schloß nun die Festung Coude ein und schlug die Fran« zoseu bei Palenciennes in einem blu- tigen Siege (1. Mai). Einen Versuch der Franzosen, Conde zu entsetzen, vereitelte C.'s Sieg bei der Abtei Vicogne (18. Mai), ein zweiter beiFamars (23.Mai); die Einnahme von Valenciennes (11. Juli), wobei ungeheure Mengen von Geschütz und Munition erbeutet wurden, krönte diese glänzenden Waffenthaten. Der Prinz berathschlagte nunmehr über die Fortsetzung dieses Feldzuges nnd beschloß seinen Hauptangriff auf Dünkirchen zu richten. Das merkwürdige Reiterge- fecht bei Avesues-le-Sec (12. Sept. 1793), bei welchem sich General Graf Bellegarde, OberstFürstIoh. Liechten- stein und Oberst Stip siez so sehr aus- gezeichnet; die Einnahme der Festung le Quesnoy mit der 5000 Mann starken Besatzung (13 Sept.); die Siege bei
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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