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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 399 -
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399 Studien ein, worin er bald semen einzi- gen Lehrer, welcher für dieses Fach zu Brescia sich befand, übertraf. Die Unter- stützung eiues Reichen setzte ihn in den Stand, seinen Studien zu obliegen. Im I.1773 erhielt er die durch Aufhebung der Jesuiten in ihrem ehemaligen Collegium zu Brescia erledigte Lehrkanzel der Physik und Mathematik, welche er mit Auszeich- nung mehr als 30 Jahre lang bekleidete. Im I . 1777 gab er „ZAeTnsnti H Fsoms- 7-ia") im I . 1779 „Ns- tie»" heraus. Im Jahr 1783 ließ die Akademie zu Mantua seine Be- antwortung der Preisaufgabe drucken: „Die wahre Theorie der durch Oeffnun- gen in den Gefäßen aufsteigenden Flüs- sigkeiten aufzustellen, und die Umstände anzugeben, unter welchen sich diese Theo- rie auf, in ihrem natürlichen Bette, stie- ßende Gewässer anwenden läßt". Cocoli erhielt für diese Beantwortung einen dop- pelten Preis, und in Folge desselben er- nannte ihn der Senat von Venedig zum Mitgliede der Commission, welche Mittel anzugeben hatte, um den durch die Brenta seit undenklichen Zeiten im Paduanischen verursachten Verheerungen Gränzeu zu setzen. Seine dabei gewonnenen prakti- schen Erfahrungen faßte er in dem Werke „Inllo sboaco tAs'^ Tlnn in, m>ars" zusam- men, welches aber beim Einfalle der Oesterreicher und Russen in Italien im I. 1799 eine Beute der Flammen wurde. Als im I . 1805 ein schiffbarer Canal von Brescia bis an den kleinen Fluß Olio gezogen werden sollte, beantragte C., über die Ausführung zu Rathe gezogen, diesen Canal bis nach Fusio zu führen. C.'s Antrag gewann den Beifall des Kai- sers selbst, der ihn in Folge dessen zum General-Inspector der Gewässer und Wege des Königreichs Italien ernannte. Die Archive der Akademie zu Brescia, dessen Mitglied er war, enthalten mehrere gelehrte Abhandlungen, die er bei ver- schiedenen Oelegenheiten vorgetragen hatte; auch hatte er ein größeres mathe- matisches Werk in Handschrift hinterlassen. Intorno 3.112. vita 6<1 sciitti äi Ooui. (looooli von Ioh. Labus im Kioi-uais it2,Ua.uo 1813 Nr. 26. — LioFrapkis nuivsrsSlIft IX. Vä. von Guil lon. — Ersch (I . S.) u. Gru- ber (I . G.), Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften u. Künste (Leipzig 1822, Gle- bitsch, 4<>.) I. Sect. 18. Thl. S. 157. Codelli, Baron von Fahnenfeld, Au- gust (Humanist, geb. zu Görz Z.April 1683, gest. in Laib ach 20. Juli 1749). Die Erbschaft, welche er von seinem vä- terlichen Onkel Peter Anton gemacht, wodurch er in den Besitz bedeutender Glücksgüter gelangt war, setzte ihn vol- lends in den Stand, seinem humani- stischen und religiösen Dränge jenen Spielraum zu geben, daß das Anden- ken an seinen Namen sich bis auf die Gegenwart erhalten hat. Das Patriar- chat von Aquileja war aufgehoben wor- den , und die Verhandlungen wegen Er- richtung eines erzbischöstichen Sitzes zu Görz hatten eine so ernste Wendung ge- nommen, daß die Kaiserin MariaThe- resia den Ausspruch that, wenn diese Angelegenheit nicht binnen 3 Monaten zu einem befriedigenden Ende komme, so würde sie ihren Gesandten von Venedig abberufen, u. dem venetiamfchen Gesand- ten am Hofe zu Wien sein Beglaubigungs- schreiben zurückstellen lassen. Die Haupt« ursache, welche diese Kirchenangelegenheit zu keinem Ende kommen ließ, war das geringe Einkommen, die spärliche Dota- tion, welche für einen Erzbischof nicht ausreichte. Alle Schwierigkeiten wurden aber behoben, als August Codelli im Jahre 1747 eine Urkunde ausstellte, nach welcher er zur Stiftung des erzbischöstichen Sitzes ein Capital von 40,000 fl., einen vollkommen eingerichteten Palast zur Residenz, nebst Garten, Weinberg und Capelle, und für die Dotation eines
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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