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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2
Seite - 414 -
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Seite - 414 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Band 2

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414 und meinen auch einer anders als der andere, aber es ist nirgends ein Zug, der ein Indi- viduum , ja auch nur im rechten Sinne eine Gattung darstelle. Da dieses Stü'ck übrigens Figuren hat, die den Schauspielern zusagen, so wird es wohl auf vielen deutschen Thea- tern gegeben werden, aber es wird sich auf keinem halten, weil es im Ganzen dem Pu- blicum nicht zusagt, das die schwachen und leeren Stellen gar zu bald gewahr wird." — »ou,5 w äirootion äe Ar. 1o Dr. llokker (?«-!» 1853) XI. Vä.. 8p. 178 ^Treffend bezeichnen die Franzosen Col l ins dramati- sche Arbeiten: ,N11es (ses t?»ß6äis8) 8ont tlütbs pour ötre lues plutot c^ ue pour ötrb ropr6sont6eZ"). — E/s Schrift. Henze (Adolph), Die Handschriften der deutschen Dichter und Dichterinnen (Leipzig 18öS, B. Schlicke, 8".) S. 22 scharalterisirt C.'s Schrift: „Gutmüthige Züge mit hofrathlichem Schnitt und Borden", dabei das Facsimile feiner Unterschrift). — C's. Porträte. Ein sehr ähn liches Porträt C.'s hatte der I. k. Hofschau- spieler Lange gemalt. Seine Excellenz der Graf Moriz Dietr ichftein ver- anlaßte, als Col l in gestorben war, daß darnach seine Büste von einem vaterländischen Künstler ausgearbeitet und mehreren Freunden deS Dichters im Gipsabgüsse zugestellt wurde. — C.'s Grab und Monument. Fr an kl (L. A. vr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8".) V. Jahrg. 1846 im Juli Enthält ein von I . N. Passv veröffentlichtes Schreiben, worin dieser mittheilt, daß ihm von Sr. Ex. dem Grafen Moriz Dietr ich stein der Auftrag geworden, da der alte Friedhof in Gersthof, wo Co l l in begraben lag, auf einen neuen Platz verlegt werde, die Uebertra- gung der noch vorsinblichm Ueberrefte auf den neuen Friedhof zu veranlassen, wozu Passh den Jahrestag von Col l ins Sterbetag den 38.Illlii846 anberaumt hatte).— Allg.Theater- zeitung von Ad. Bäuer le (Wien 1812) VII. Jahrg. Nr. 30: „Collins Feier." — Ebendaselbst 183^, XXVII. Jahrg. Nr. 150: „Collins Denkmal in der Karlskirche", mit Abbildung gez. von Hub er, in Holz geschn. von Höfel, der Text uon W. Wanderer. Das Denkmal ist aus Granit gearbeitet, das Porträt sn ÜlkaaMon nach dem schon er- wähnten Bilde des Hofschauspielers Lange ist nebst den zwei sitzenden Gestalten, einer männlichen und einer weiblichen, im unteren Felde am Sockel aus weißem Marmor ver- fertigt. Auf der Schrift im Schooße der weib- lichen Figur sind Col l ins GeburtS- und Sterbetag angegeben. Zwischen der Büste des Dichters und den zwei Gestalten in der Mitte des Monumentes ist in Lapibar« schrift folgende Aufschrift: Dem vaterlän- dischen Dichter Heinrich Collin MVOClüXIII. — Ebendaselbst XXXIX. Jahrgang, 1846, Nr. 180, S. 720: „Die Ueberreste des H. Edlen von Collin betreffend" von Passy. — Stiftung. Gra f f er lFranz) , Wiener Dosenftücke (Wien 1852, I . F. Gretz, 8°.) I I . Bd. S. 190: „Die Collinische Stiftung." Mittelst Stiftbrief vom 26. Dec. 1813 sind zum Genusse jährlicher 300 fl. für die Dauer der Rechtsstudien solche Jünglinge berufen, welche durch Talent, tadellose Sitten und Fleiß sich auszeichnen und die philosophischen Studien zurückgelegt haben. Nicht Col l in selbst ist der Stifter, sondern Se. Ex. Graf Moriz Dietr ichftein, ein inniger Freund des Dichters, erließ eine Einladung zu einem Denkmal für den früh Hingeschiedenen Dichter. Es kamen für dasselbe 16,956 fl. ein. Von den Kosten des Monumentes und den Ge- schenken an Arme blieben 6000 fl. übrig, und diese beschloß der Graf, um das Andeu- ten an den edlen Dichter auch nach anderer Seite hin zu heiligen, für eine Stiftung zu verwenden, welche den Namen des Dichters tragen sollte. Wie es auch geschah. Collin, Matthäus von I. (Arzt, geb. 13. April 1739, geft. 23. August 1817 uachKaysers Büchcr-Lex.). Bruder des Heinrich Joseph I. und Onkel des Heinrich Joseph II. Wurde in Folge seiner Verdienste, sowohl in sei- nem ärztlichen Wirkungskreise, beson- ders bei Epidemien, als auch in jenen eines öffentl. ordevtl. Professors der Arz- neiwissenschaften an der Universität zu Wien zum k. k. Hofrath befördert und im 1.1803 mit seines Bruders Heinrich Kindern: Heinrich (s.d.), Matthäus (s. d.), Nosalia (s. d.) und Elisabeth in den Adelstand erhoben. Bon seinen Schriften sind anzuführen: 6>uMon'< (Wisn 1763); — acl Z. (3. clici" (Nbsnäa. 1764). Seine Inaugural-Dissertation war: „Os
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Band 2
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Bninski-Cordova
Band
2
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1857
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
470
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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