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tische Ordnung mehrerer Archive, bei
denen er angestellt gewesen, um das ita-
lienische Archivwesen bleibende Verdienste
erworben. Von seinen durch den Druck
veröffentlichten Schriften sind
zu nennen:
ciel ia. 1792, 8".); — ^/e-
(edeiiä.'i807, 8°.);
io" (edenä.^ 8".); — ^
(edbi^ä. 1763, 8".) — und
1602—1804^ 8".).
L. V. HccaäQuiicO äküäato (Naiianä 1822,
8".) ftavon wurden nur 250 Exemplare ge-
druckt^ . — ^ipalclo, Vi03r2,Ü2> äLFii Itkliani
iiinstri II. Lä. — Ersch (I. S.) u. Gru-
ber (I . G.), Allgemeine Encyklopädie der
Wissenschaften u. Künste (Leipzig 1322, Gle-
ditsch, 4°.) I. Section, 18. Bd. S. 349. —
80N3 la. äirsetiou äs Nr. 1s vr. Hakler
(?2rig 1853) XI. Lä. 3p. 334. — Ocstr.
National - Encyklopädie (von Gräffer und
Czikann). lWien 1837) I. Bd. S. 580.
Comerio, Augustin (Maler, geb.
zu Mailand zu Ende dcs vorigen Jahr-
hunderts). Bildete sich zn Nom in seiner
Kunst aus und kehrte alsdann nach seiner
Vaterstadt znrück. Dort wurde er zuerst
Mitglied der Akademie der Künste und
1828 Professor an derselben. Ein FreSko-
Oernälde, welches er schon im 1.1820
in I. satiro in Mailand ausgeführt,
lenkte zuerst die öffentliche Aufmerksamkeit
auf ihn. In die Kirche U2.äonuQ äeUg,
Loooiolg. am Berge Orto hatte er auch
eine Reihe von Bildern vollendet, welche
Scenen aus der Bibel vorstellen. Seiu
Bild „Gedipllg", ein Gemälde mit lebend
großen Figuren gefiel außerordentlich;
die treffliche Vertheilung von Licht und Schatten, die correcte Zeichnung, die
Harmonie der Farben nnd die wahre
Charakteristik der zwanzig Köpfe zählen-
den Composition wurden allgemein ge-
rühmt. Ein anderes schönes Bild des
Künstlers ist die „Italm^ welche in tiefer
Trauer einen Kranz anf Appiani's
Grabmal legt. Im Jahre 1824 stellte er
sein großes Gemälde „NaplM" aus. Der
große Künstler dictirt seinen letzten Wil-
len. Diese Composition zählt 24 Figuren,
und wurde daran die große Kunst in der
Darstellung der Stoffe gerühmt, das
Bild im Uebrigen aber getadelt. Viele
Gemälde dieses Künstlers, Porträte und
historische Gemälde befinden sich im Besitz
von Privaten.
Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer
und Czikann), (Wien 1836, 6 Bde.) VI.
u. Snppl. Bd. S. 403. — Nagler (G. K.
Dr.), Neues allg. Künstler-Lexikon (Mün-
chen 1835 U. f., 8°.) III. Bd. S. 57.
Cowolli, I . B. (Bildhauer, geb.
zuMailand in der zweiten Hälfte des
vorigen Jahrhunderts). Im Jahre 1800
war er Professor der Seulptur au der
Mailänder Kunst-Akademie. Von seinen
Arbeiten sind bekannt geworden die
„Nii5te uaci Chllptal", in Marmor für
Montpellier ausgeführt; — „Nupalron",
kolossale Statue, bestimmt, um neben
jener des Colnmbus am Eingänge des
Natioualpalastcs aufgestellt zu wcrdeu;
— „NerKlebe", Bildsäule zur Verewigung
des Gedächtnisses an den Frieden von
Camvo Formio; dieses Denkmal erhielt
seine Stelle im I . 1819 auf dem Platze
Cantarena zu Ndine. Im I . 1820 begab
er sich
nach Englaud und führte bei den
Arbeiten in der neuen katholischen Ca-
pelle zu Moorfield und bei der Ausführung
des prächtigen Altarstückcs die Leitung.
Auch vollendete er während seines Auf-
mthaltes zu London mehrere Büsten.
Eine große Menge von Büsten, alle aus
carrarischem Marmor und theils Por-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon