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träte lebender Personen, theils Copien
berĂĽhmter Antiken befinden sich in der
Villa. Nelai am Comersee, wo dieselben
den Schmuck eines ganzen Saales bilden.
Im Garten dieser Villa ist von seiner
Hand die Gruppe: „Nante, den Veatrice in
die himmlischen Aegiunrn führt" ; — die „ckhri
zw25tlltne" im Oratorium daselbst ist auch
sein Werk. C. beurkundet in seiueu Wer
ken eine seltene Gewandtheit des MeiĂźels.
Besonders ausgezeichnet ist er aber im
Porträte. Seine Büsten sind ähnlich und
ihr Styl kĂĽhn, frei und edel, in der Form
correet und von seltener Reinheit.
Nagler lG. K. l>i-.), Neucs allgemeines
Künstler-Lexikon «München 1835) III. Bd,
3. 59. — VieyerlI,!, Das große Convei>
sationsVexilon für gebildete Stände sHild'
burgbaufcn 18-12, Vibliogr. Inst., Lex. 8".)
VII. Bd. 2. Adtheil. 2. 1086. — Ocstr.
National-Encyklopadie svon Gräffcr und
Czikann), (Wien 1835, «Bde.) VI. Hd.
und Suppl. S. 408.
(5oMplM0llt, Giuseppe (Schrift-
steller und Publi eist, geb. znLugo
3. März 1754, gest. zu Mailand
19. December 1834). Studirte an-
fänglich gegen seine Neigung Theologie,
gab sie aber bald auf und trat iu Bo-
logna als Publicist uud Mitarbeiter au
den „EncyklopädischenMemoiren", später
als Redacteur auf. Im 1.1786 lernte
er den Marquis Ben t i vog l i o ken-
nen , wurde sein Secrctär uud giug mit
ihm nach Veuedig, wo er sich ausschlieĂźlich
der Publicistik widmete. Im Jahre 17 '6
kam er nach Trieft, von wo er als Sc-
cretär bei der Ceutralverwaltung nach
Ferrara berufen wurde uud dort auch
die Stelle eines Professors des Staats-
und allgemeinen Rechtes, dann eines Na-
thes beim Cassatioushofe bekleidete; auch
war er als Deputirter beim Cougresse
von Neggio und Modena thätig. Währeud
der österreichisch-russischen Invasion flüch-
tete sich C. nach Frankreich. Nach der
Schlacht von Marengo kehrteer nach Italien zurĂĽck und erhielt eine Stelle
als Professor des Staatshaushaltes an der
Universität zu Pavia; da ihm jedoch der
dortige Aufenthalt nicht zusagte, ging er
nach Mailand, wo ihn der Vicepräsident
Melzi als einen Mann rĂĽhmte, der
ebenso schnell schreibe, als die anderen
sprechen, worauf er, ungeachtet seines
Widerwillens gegen die Franzosen, den
er gar nicht verbarg, einen Posten im
Cultusministerium uud dann bei Errich-
tung des Königreichs Italien den eines Ge-
neralsekretärs im Staatsrathe bekleidete.
Bald darauf verlieh ihm Napoleou den
Orden der eiserueu Kroue, eiue Stelle
im Priseugerichte uud machte ihn zum
Mitglicde der Commission fiirdasKriegs-
strafgeschbuch. Mch dem Falle des Kö-
nigreichs Italien trat C. iu's Privatleben
zurĂĽck und widmete sich ausschlieĂźlich der
Schriftstellers. Er starb uach jahrelan-
gen Lcioeu, die er mit groĂźer Fassung
ertrug. Zahlreich stud seine literarischen
Arbeiten; er redigirtc zwei Zeitschriften,
um's 1.1790 zu Veuedig : „MtisiL äei
munclo" uud im I . 1796 zu Trieft: „II
lQl.il'io c^Italia/') wovou aber uur
10 Nummern crschieueu siud; ferner
schrieb er: „Oatons cle ?-
1788), eine treffliche Uebersetzuug mit
grĂĽudlicheu Aumerkungeu, einem,^I)i2i0-
" uud eiuem Briefe über„?H-
st 1795);
(1797); —
(1798) '^ — Storia
. (Veneä. 1805), welches
Werk bald in mehrere Sprachen ĂĽbersetzt
wurde.— ).OttFFl'o cl'un tT'aita
cli Ocltec/l.ismc) ece."
1819, 12°.); — „Dialog ^ I I I ciegli
iglia-^ (Ndenää. 1826); —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon