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Literaturen. Nach zurückgelegten Tirocv
nium im Orden, unterrichtete er in den
Elementen der lateinischen Sprache und
der Religion, dann trug er die Hnma
niora vor und erwarb sich nnter seiner
Ordensbrüdern im In- und Ausland,
den Nuf eines ausgezeichneten Redners
und lieblichen lateinischen Dichters.
ter kam er nach Florenz und Rom und
PapstBenediktXIV.gabihndemander
Fürsten der Walachei Manrocordato
im Jahre 1746 abgeschickten P. Joseph
Innoc. Desericins als Begleiter mit.
Hierauf kam er nach Nien, Pesth, wo er
deu jüngeren Clerns seines Ordens in
der Philosophie und Mathematik, alsdann
nach Neutra, Waitzeu, Weßprim, Debrb
czin, wo er ihn in der hebräischen::, grie-
chischen Sprache, im Kirchenrecht und in
der Theologie unterrichtete. Nun wurde
er zum Oonsnitor und ^SZistens I?ro-
vwoiaUs seines Ordens ernannt und deu
Ordenshäusern der frommen Schulen zu
Weßprim, Neutra und endlich zu Pesth
vorgesetzt; im I . 1782 zum Vicg.riu8
^i-ovinoiaiis und endlich einmüthig auf
6 Jahre zum ?l^e863 ?rovineiH6 er-
wählt. Als solcher ereilte ihn eher, als
die 6 Jahre seiuer Wahlzeit verflossen,
der Tod. Er besorgte eine ueue Ausgabe
der lateinischen Gedichte des Ianus Pau-
uonius ftes Fünfkirchner Bischofs Ce-
singe^ (Ofen 1754, 8".), in welcher er
mehrere noch ungedruckte Epigramme
aufnahm, die dem früheren Heraus-
geber Sambucus unbekannt geblieben
waren, und die ihm Adam Franz Kol-
ler, Bibliothekar der kais. Hofbiblio-
thck in Wien (siehe diesen) mitgetheilt
hatte. Als Vorrede schickte er diesem
Werke: Ȋe ^ani ^annonit
Noolesiaruni Npisoo^i viw 6t
tig^ voraus. Doch hatte C. in dieser
neuen Ausgabe mehrere Epigramme,
dieCesinge in seiner Jugend geschrie-
ben und „«luvskilss lusus« betitelt hatte, weggelassen, weil sie erotischen Inhalts
sind. Auch besorgte er Ausgaben fol-
gender Werke: ).Vi886riHtion68 a^oni-
stiebe" (I,6iip2iF 1754) Fr. 8".) von Ed.
Corsiui a S. Silvestro, und „Ora-
tionuin in Ii.0M2.N3.6 Iäpientias ^.r-
reoita.tI.rum. Vol. cluo"
1754, 8°.) von Panlin Che-
lucci a S. Iosepho; beide ans dem
Orden der frommen Schulen. Er über-
setzte ferner ans dem toskanischen Origi-
nal und veröffentlichte es durch denDruck:
.' I i^ta et A
1769, 8°.). Viele seiner Oelegenheitsre-
den und Gedichte erschienen einzeln im
Drucke. Nach seinem Tode besorgte der
Piarist Professor Ludwig Zim ».nhi die
Herausgabe einer Sammlung seiner la-
teinischen Oden, Epigramme und übri-
gen Gedichte (Pesth 1792), aus welchen
erhellt, daß C. unter den neueren latei-
uischeu Poeten eine ehrenvolle Stelle be-
hauptet.
et proviueialium Lcriptis eäiti5
^LLtd, 1792) 8. 660. — Nouve
sssusrai« ... pnbUsQ gong la. äirsotwn äe
2lr. 12 Dr. Itokkei- (karis 1853) XI. Sä.
8p. 520. — Ersch (I. S.) und Grub er
(I. G.), Allgemeine Encyklopädie der Wis-
senschaften und Künste (Leipzig 1822, Gle-
ditsch, 4°.) I. Sect. 19. Bd. S. 106.
Conti, Johann Baptist Graf (Dich-
er, geb. zuLendinara 26.Oct.1740,
gest. 7. Dec. 1820). Stndirte in Padua,
wo er sich nach erlangter Doctorwürde
auf der dortigen Hochschule der richterli-
chen Laufbahn in Venedig widmete. Fa-
milienverhältnisse fühneu ihn nach Spa-
nien. Während eines längeren Aufent-
altes in Madrid übersetzte er die besseren
'panischenDichterin's Italienische. Diese
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon