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dnng, wählte ihn der commandirende
General, Graf Radetzky, zum Flügel-
adjntanten, und schon am 26. Febr. 1831
wurde er Major. Im April 1834 wurde
er Oberstlieutenant im Inf.-Neg. Maier
Nr. 45 und Gen. - Comm. - Adjutant im
lomb.-venetianifchen Königreiche. Diesen
Posten bekleidete er bis zu der am 18.
Sept. 1838 erfolgten Beförderung zum
Obersten im Inf.-Neg. Wimpffen.
Dieses Regiment lag läugere Zeit iu
Graz u. Fiume in Garnifou u. zeichnete
sich durch Disciplin uud musterhafte Auf>
führung so aus, daß seiu Oberst das
Ehrenbürgcrrecht von Graz und Patricier-
thum von Finme erhielt. 1. Juni 1843
kam C. als )teferent in deu Staatsrath,
wurde 18. April 1846 Generalmajor und
Brigadier in Wien. Als im März 1848
derHofkriegsrath aufgelöst worden, wurde
C. Sectiouschef im Kriegsmiuisterium,
uud erhielt nach der Einnahme Wiens
(1. Nov. 1848) das Militär-Stadt-Com-
mando, um bald darauf (21. Nov.) die
höchste Würde, das Portefeuille desKriegs-
ministers zu übernehmen. Iu dieser
Anstellung rückte er im Juni 1849 zum
Feldmarschall - Lieutenant vor, trat dann
von diesem Posten zurück, uud erhielt im
November eine Division bei der zweiten
Armee. C.'s Verdienste um den Staat
belohnte der Monarch durch die Verlei-
hung des Ordens der eisernen Krone
1. Classe und der geheimen Nathswürde.
Gegenwärtig außer Dienst, lebt er als
Feldmarschall - Lieutenant und zweiter
Inhaber des Inf.-Reg. Erzherzog Leo-
pold Nr. 53 zu Görz.
Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg.
von H irten feld u. Dr. Meynert (Wien
1851) I. Bd. S< 769. Cordovll Graf von AlagMl, Kaspar
Fernando (k. k. Feldmarschall, Ritter
des goldenen Vließes, geb. in Aragonien
im Jahre 1674, gest. 1756). Entstammt
einer vornehmen nnd alten spanischen
Familie. Sein Vater EmanuelFer-
nando war k. spanischer General und
hatte sich dnrch Heldenmuth und Treue
für Karl III., uachherigem römischen
Kaiser, im spanischen Erbfolgekriege aus-
gezeichnet. Er starb zu Wieu 1722.—Der
Sohn Kaspar Fernando trat auch
in kais.Dieuste und erprobte seinen Muth
uud seine Talente in den span. Succes-
siouskriegen, dann 1716 uud 1717 gegen
die Türken. Um jene Zeit war er im
Kürassier - Regimente seines Vaters
Oberst; als er später (1726) Feldmar-
schall°Lieutenant geworden, erhielt er
nach seines Vaters Tode selbst dieses
Regiment. Nach dem Tode des Herzogs
von Aremberg ernannte ihn Kaiser
Karl VI. im Jahre 1738 zum Haupt-
manne der k. Trabanten-Leibgarde und
zum Geueral der Cavallerie. Maria
Theresia aber erhob ihn 1741 zum
Feldmarschall und Ritter des goldeuen
Vließes, zum geh. Rath und Präsidenten
des hostriegsräthlichen Iustizcollegiums
und zum Obersten der Schweizer Garde,
s im Jahre 1749 die Verordnung
erging, das Schuldenwesen der Regi-
menter zu untersuchen und Vorschläge
zur Tilgung der Schulden einzusenden,
war Cordova Präses der zu diesem
Zwecke besonders ernannten Hofcommis-
sion. Er starb im Greisenalter von 82
Jahren.
Oestr. Militär-Konvcrsations-Lexikon. HerauSg.
von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wieu
1851) I. Bd. S. 771.
Ende des Zweiten V
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Band 2
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Bninski-Cordova
- Band
- 2
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1857
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 470
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon