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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 116 -
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116 vollendeter Organisirung der ung. Schu- len reiste er nach Italien, um auch das lombardische Gymnasialwesen in die neu betretene Bahn der Reform zu leiten, da endete um die Mitte des Jah- res 1853 der Tod seine Thätigkeit. I n seinem Fache, in derPhilosophie, war E. als Schriftsteller und forschenderSelbst- denker selbst in Deutschland gekannt und geachtet. Anfänglich der Iacobi - Salat- schen Gefühls-Philosophie huldigend, sagte er sich, durch sie unbefriedigt, von ihr los, u. z. öffenrlich in seiner ausführlichen Recension von Jägers Empirischer Psychologie in den „Wiener Jahrbüchern der Literatur" (XOIII. Bd. 1841). Gegen die hohle blos formelle Sophistik der H egel'schen Schule trat er aber in der geharnischten Schrift: „Nie Psychologie der Hegel'schen Schule" , beurtheilt nun Vl. Fr. O.", 2 Hefte (Leipzig 1841 und 42, 8°.) auf, welche, zu einer Zeit erschienen, als jene Schule eben in der höchsten Blüte stand, seinen Namen bald in ganz Deutschland bekannt machte, und ebenso durch den Freimuth der Sprache, als durch die Scharfe der Logik und Kritik des H eg e l- schen Systems Aufsehen erregte. Die übrigen im Druck erschienenen Schriften E.'s sind: „Nie Stellung der Studierenden auf den TniuerHitiiten. Gine Rede" (Prag 1837, 8°.); — und in den „Abhandlungen der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaf- ten" sind enthalten: „Ueber Nominnlismus und Ntüli2mu2" (V. Folge, I I . Bd. 1843, S. 409); auch besonders gedruckt (Prag 1842, 4".); — „Ueber Aibnitzens Universal- Wissenschaft" (Ebenda I I I . Band (1845) S. 163), auch besonders abgedr. (Prag 1843, 4".); — „Ueber die Lehre von der Gin- heit des Denkens und Seins" (Ebenda V. Bd. (1843) S. 217). Die administrative Thätigkeit E.'s im Gebiete des Schul- wesens beurkundet sich in dem Streben, die musterhaften, bewahrten wissenschaft- lichen Einrichtungen Deutschlands — so weit es möglich — den besonderen Ver- hältnissen Oesterreichs anzupassen. In der Hebung des österr. Culturlebens, in der Entwicklung und Stärkung des cul- turhistorischen deutschen Elementes, in der Gemeinsamkeit der Bildung und Wissenschaft, erblickte er zur Durchfüh- rung des großen politischen Gedankens: Einheit und Gleichartigkeit des Kaiser- staates als politisches Ganzes, ebenso sichere und dauernde Mittel, als von anderer Seite die Hebung materieller Interessen, der Austausch vergänglicher Güter durch Eisenbahnen und Zollver- eine u. d. m. als die einzig richtigen zur Erreichung des obigen Zweckes angesehen werden. Gewiß ist die Verbindung beider der richtige Weg. E. wurde am 17. Juli 1848 zum wirkl. Mtgliede der kaiserl. Akademie der Wissenschaften ernannt; auch war er Mitglied der philosophischen Section der königl. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften u. Secretär derselben. Zu früh (im Alter von nur 51I.) entriß ihn der Tod derWissenschaft u. demStaate. Akademische Monatschrift im Octoberheft 1853 ftieser Aufsatz von Prof. Rob. Zimmermann erschien auch besonders gedruckt: „vr. Franz Erner, k. k. östr. Ministerialrath" (Würzburg 1853, 8°.)). — Almanach der kais. Akademie der Wissenschaften 1855, S. 91. — Trans- silvania, Beilage zum Siebenbürger Boten (Hermannstadt, 4°.) 185ö, Nr. 19: „Franz Exner" Mch dieser gest. 21. Juni 1853 zu Padua). — (Brockhaus) Converfat.-Lexikon (10. Auflage) V. Bd. S. 700. — Nouveiis LiossraV^s ^usrais . . . pudiiss sous la, äirsctiou äo Nr. 1evr. Hosksr (karis 1853) XVI. Sä. Sp. 856. — Meyer (I.), Das große Conversations-Lexilon (Hildburghausen 1842 u. f., Bibl. Inst., Ler. 8°.) I I I . Suppl. Bd. S. 477. - Grazer Zeitung 1853, Nr. 287. — Theater-Zeitung red. von Ad. Bäuerle 1853, Nr. 144 lnach dieser gest. zu Venedig). — Präger Morgenpoft 1858, Nr. 125—127: „Aus dem Klementinum." Friedrich von (Maler und Leiterder xylographischenAbtheilung der k. k. Staatsdruckerei, geb. zuTheresien- feld in Niederösterreich 6. März 1820).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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