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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 117 -
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Besuchte das Gymnasium zu Wiener Neu- stadt, trat später in die von Professor Bl. Höfel (s.d.) gegründete Holzschneideschule in Wien ein, ging 1837 nach München, wo er im Atelier von Caspar Braun thätig war und eine hervorragende Stellung in dieser Anstalt einnahm, kehrte aber 1846 nach Wien zurück, wo er noch im nämlichen Jahre in die kaiserl. Staats- druckerei eintrat, welche unter Leitung ihres Directors Al. Au er (s. d. I. Bd. S. 85) einen großartigen Aufschwung nahm. In diesem Institute organisirte C. die xylographische Abtheilung und ist gegenwärtig Leiter derselben. Als selbst- schaffender Künstler trieb E. einige Zeit die Landschaftsmalerei; seine „Fernsicht vom AllMsberge bei Wien" (östr. Kstv. 1851, 800 fl., gegenwärtig im Besitz der Staats- druckerei) gibt einen Beweis seines schönen Talents, dem er jedoch zu Gunsten seines eigentlichen Berufes als Holzschneider und Zeichner entsagen mußte. Der täg- liche Verkehr mit der Typenpresse ließ E. die großen Vortheile erblicken, welche dieselbe auch im Gebiete der Kunst zu bieten vermöchte. Bisher besaß für Ge- genstände der Kunst die Lithographie den Vorzug vor der Buchdruckerpresse, welche die Weichheit, das Verschmelzen der Far- bentöne der ersteren nicht zu erreichen im Stande, hingegen im gleichen Zeitraum das Dreifache des Kupfer- und Stein- drucks erzeugt und eine unendlich größere Anzahl von Abdrücken mit derselbenPlatte gestattet. E.'s sorgfältigsten Bemühungen ist es endlich gelungen, auf typogra- phischem Wege Malerei oder Zeichnung rein, wahr, ohne die mindeste Härte mit dem vollen Ausdruck des Originals wie- derzugeben. Durch E.'s Erfindung ist die Lithographie inSchwarz- und Farbendruck ersetzt, in der Genauigkeit der Reproduc- tion übertroffen und das Auftragen der Farben auf fertige Kupferstiche und Litho- graphien mittelst der Buchdruckerpresse 11? ermöglicht. Das Ergebniß dieser Erfin- düng überraschte, und die chromotypifchen Arbeiten der Staatsdruckerei ragten auf der Pariser Ausstellung hervor. Von den bisher bekannt gewordenen Blättern E.'s in dieser neuen Methode nennen wir: „Die StnbeqgletZcher - Parti?"; — „Nie Po!i> gnllte uon Delphis", eine Reihe griechischer Gruppen von Niepenhausen in Rom in Kupfer gestochen und von E. durch die Buchdruckerpresse mit zehn Tonplatten in Farben ausgeführt; — „Vandchlltt nnz drm Schkllnimergllte", nach Fr. Schindler in Aquarellmanier; — „Mg Vrantthar der Zebll!i>N5kirche in Nürnberg", im 2. Jahrgang von M. Au ers Faust; — „FenZter in Hei- ligenkreuz" ; — „NtZchuMab von SalMrg";— „Ne!iqnien5chrrin in Prug", in Dr. Heiders und Prof. Eitelbergers „Mittelalter- liche Baudenkmale in Oesterreich". E.'s Erfindung ist durch ein Privilegium ge- schützt. Von andern Arbeiten dieses Künst- lers waren ausgestellt: „Umgebung nun Pus- gechtten" (östr. Kstv. 1854, Sept., Blei- stiftzeichnung, 60 fl.); — „Ner Achlurn bei Vchen" (Ebenda 1855, Febr., Bleistift- zeichnung , 60 ft.); — und „Kaiser Joseph an der Nrllckerpresse", nach Leander Ruß in Holzschnitt ausgeführt, großes schönes Blatt im Wiener Künstler-Album. Viele Bleistiftzeichnungen befinden sich in Pri- vathänden. Mül ler (Fr. Prof.), Die Künstler aller Zeiten u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner u. Seubert, Ler. 8°.) I. Bd. S. 587. — Presse (Wiener Blatt, Fblio) 1855 vom 6. Dec.: „Exters typographischer Farbendruck." — Dieselbe, 1858, Nr. 146: „Eingesendet." Eyb, WilhelmFreiherr von (Schrift- steller, geb. zu Wien 26. Dec. 1795, gest. ebenda 20. Jänner 1831). Nach Gräff er ein unmittelbarer Abkömmling des alten Poeten Albert von Eyb im 15. Jahrhundert, dessen Uüi-Fariw poe- UQ2. zuerst zu Nürnberg 1472 erschienen ist. Früh zeigte er eine große Vorliebe für die Naturwissenschaften und widmete
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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