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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 118 -
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118 sich besonders der Botanik u. Mineralogie. Er gewann die Zuneigung des berühm- ten Botanikers Tratt in ik (s. d.), unter dessen Leitung er viele Tafeln zu dessen naturgeschichtlichen Prachtwerkeu zeich- nete und dadurch für die höhere Ansicht dieser Wissenschaft empfänglich wnrde. Zugleich war E. ein prodnctiver lyrischer Dichter und viele seiner Dichtungen, welche sich durch Einfachheit nnd Gemüth- lichkeit auszeichnen, sind in den Almana- chen und Journalen seiner Zeit zerstreut. In den letzten Jahren verfiel er in eine tiefe Melancholie und ein unerklärter Lebensüberdruß beschleunigte sein Ende. Diese Stimmung spricht sich anch in den poetischen Arbeiten der letzten Zeit aus. Allgem. Theaterzeitung von Adolph Väuerle XXIV. Jahrg. (Wien 1831) Nr. 14, S. 56: „Nekrolog" von Kachler. - Gräffer (Fz.), Dosenftücke (Wien 1852, Greß) II. Bd. S. 189. — Ueber die Genealogie dieser alten fränki- schen Familie, wovon mehrere Glieder in der kaiserl. Armee Officiersftellen bekleidet, und Nachrichten über dieselben enthält die Ersch u. Gruber'sche Encyklopädie I. Sect. 39. Thl. S. 429—437 in dem ausführlichen Artitel von Alb. Freih. von Boyneburg-Lengsfeld. Eybel, Joseph Valentin (Publicist und Professor des Kirchenrechtes, geb. zn Wien 3. März 1741, gest. ebenda 30. Juni 1805). War für den geistlichen Stand bestimmt und ftudirte bei den Je- suiten Philosophie, griech. und hebräische Sprache; änderte aber später seinen Plan und kam 1765 als Registraturs-Adjuuct nach Graz. Bald kehrte er nach Wien zurück, um die Rechte zu hören, vollen- dete dieselben und wurde 1797 Landrath in Linz. Er erwarb sich die Zuneigung des Hofrathes Riegger, wurde 1773 außer- ordentlicher u. 1777 ordentlicher Professor des Kirchenrechts in Wien. Kränkungen und Unannehmlichkeiten, welche er sich durch seine Schriften zuzog, nöthigten ihn 1779 die Professur aufzugeben. Er kam nun als Rath zur Landeshauptmann- chaft nach Linz, wo er auf Kaiser Joseph II. Befehl das Referat in geistlichen und Toleranzsachen führte; 1787 als Guber- nialrath nach Innsbruck und 1797 als Landrath nach Linz zurück, wo er bis an seinen Tod blieb. Die Sprache, welche er in kirchlichen Angelegenheiten führte, zog ihm das Mißfallen des Cardinals Migazzi und endlich den Bann des römischen Hofes zu. Uuter dem Schutze des Kaifers Joseph schrieb er seiner Zeit vielgelesene Schriften. Diese sind in chro- nologischer Folge: jMe mit einem (^ ) bezeichneten sind anonym erschienen): 1/ 1773 n. f.); — ^ ni'lu, et ^?-0l/7'6F.5ll 1774); — , O,-c? cisnl/ae eccl^-. / / ^a,'ts5' (Ndä. '1775 u. s.) ; — ^ 1774 n. f.); die Titel dieser Abhandlungen enthält ausführlich de Luca (s. d. Quellen); — „ t 1776); — „ 1776); — /-u^«, IV 1ti6ii6 in 2 Nän. 1777 u. s.), in deutscher Ueberfetzung: „Gmleitnng in das kathollZchr Rirchrnrecht" , 4 Theile (Ebenda 1782); — „Nene samm> lnng deutsch vertllöZtel anzerlrZenkr Werke klltho- lischn SchrWteller", 3 Stücke (Ebd. 1778); — „Gesammelte kleine lateinische Schritten. Ans dem Allteinigchen ulln D. H Heinze" , 3 Stücke (Ebenda 1781 u. f.); — „Gwas mn den Wahlen der AeligillnZIehrer" (Ebd. 1781); — „Was ist nun Ohrdispenörn zn halten?" (Ebd. 1781); — „Mas ist ein NiZchllt?" (Ebenda 1782); — „Mas ist/Mass k" (Wien 1782, gr. 8°.); — „Wag M ein Planer?" (Ebd. 1782); — *„siebrn Oapitel von Klnsterlenten" (Ebenda 1782); — *„Nie Gimpelinsel oder der Stiefbruder deZ Jinneuz" (Ebenda 1783);
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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