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1773). Mehreres hinterließ er in Hand-
schrift.
Erfch (I . S.) u. Grub er (I. G.), Allgem.
Encyklopädie der Wissenschaften und Künste
(Leipzig 1822, Gleditsch, 4".) I. Sect.40. Thl.
U. Abth. S. 46. — Oestr. National-Encytl.
- (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835)
II. Bd. S. 95. — IDeLuca) Das gelehrte
Oesterreich. Ein Versuch (Wien 1776, Ghelen,
8°.) I. Bds. 1. St. S. 119 lzählt seine sämmt-
lichen Gelegenheitsschriften auf).
Fllbri, Joseph (Bildhauer, geb.
in Padua um 1800). Bildete sich auf
der Kunstakademie zu Mailand, wo er in
dem Grafen Mellerio einen Mäcen
fand, der das schöne Talent des Künst-
lers förderte und unterstützte. In Rom,
wo er
sich
unter Canova (s. d. II. Bd.
S. 251) ausbildete, setzte F. seine Stu-
dien an den Kunstwerken des Alterthums
fort, dort vollendete er die kolossale
Gruppe des Milon von Croton, der in
einen Baumsturz geklemmt, von dem Lö-
wen zerrissen wird. Diese Gruppe ist
28 Palmen hoch, also um drei Palmen
höher als die Kolosse des Monte Cavallo.
Für den Fürsten Eßterhäzy fertigte er
die Gruppe „Venus nni> Amor", für seinen
Mäcen den Grafen Mellerio „Hertor und
Andromllche" und das Grabmonument für
dessen Gemalin (1825), welches sich auf
der in der Nähe von Monza gelegenenVilla
des Grafen befindet. Von seinen andern
Arbeiten
sind bemerkenswerth das „Wango-
lwm des Gurdinlllz Fnntllna", zu St. Carlo in
Rom mit der Figur der Fama am Sarko-
phage ; — das „Denkmal für Ollssn", der
Dichter ist in einer Vision der h. Jung-
frau dargestellt; — an Canova's Mo-
nument in der Kirche äi 8. K. ^8srmta
(k>2ri) zu Venedig (vergl.: Canova
II. Bd. S. 264 IV „Auszeichnungen")
ist der sitzende Genius am Sarkophag
sein Werk; — für die Kaiserin von
Oesterreich eine Vase mit der Gruppe:
„Aleillnber und Knillne"; — das Marmor-
denkmal des Papstes Leo XII. in der Vg.tio2HH (enthüllt 1837); —
das „NenkNlll Pallüdill'5", auf dem Fried-
hofe zu Vicenza; — die „Statue t>eg h. Nn-
klls", in der Peterskirche zu Rom und die
„Statue des h. Petrus" für die Kirche San
Francesco de Paula zu Neapel. Fabri's
Arbeiten beurkunden steißiges Studium
der Natur und Antike, er zählt zu
Canova's besten Schülern, und zu
jenen Künstlern, welche Epoche gemacht.
Gegenwärtig ist er Director der Museen
des Vaticans und Laterans und Mitglied
der Kunst-Akademien von Wien, Paris
und San Lucca zu Nom.
Kunstblatt (Stuttgart, 4°.) 1820, S. 128. -
Dasselbe 1821. S. 36 ftn diesem und im
vorigen über seine für den Fürsten Eßter-
häzy verfertigte Gruppe „Benus und Amor").
— Dasselbe 1821, S. 73. lAus Nom. Ueber
Fabri 's Denkmal für die verstorbene Ge-
malin des Grafen Mellerio.) — Nagler
(G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-
Lexikon (München 183S u. f., 8".) IV. Bd.
S. 210 lführt ihn unter dem Namen Fabris
an). — Müller (Franz), Die Künstler
aller Zeiten u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner
u.Seubert, Lex. 8°.) II. Bd. S. 3.
Fllbri, Michael von (Feldmar-
schall - Lieutenant und Ritter des
Mar. Theresien-Ordens, geb. zu Preß-
burg 1739, gest. zu Moor in Ungarn
9. Oct. 1809). Trat als Cornet in's
Hußaren - Regiment Emmerich Eßter-
hä.zy, wurde im 7jährigen Kriege Ober-
lieutenant, 1769 Rittmeister bei Kaiser-
Hutzaren, 1772 Oberstlieutenant, 1784
Oberst bei Erdödy-Hußaren. Im Tür-
kenkriege schlug er Ibrahim Nasir
Pascha, der in das belagerte Chotym
große Getreidevorräthe werfen wollte,
bei Battusch an (22. März 1783) und
zwang ihn zum Rückzug nach Iassy;
als er bei Larga eine feste Stellung
nahm, griff ihn F. an (18. April) und
jagte ihn über den Pruth, das Lager er-
beutend. Den nächsten Tag erfolgte die
Besetzung von Iassy, wobei reiche Vor-
räthe erbeutet wurden. Am 4. Juni
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon