Seite - 131 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
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Alfr. Reumont. — Dasselbe 1833, Nr. 98.-
Nagler(G. K. Dr.), Neues allg. Künstler-
Lexikon (München 1335 u. f., 8°.) IV. Bd.
S. 211. — Müller (Fr. Prof.), Die
Künstler aller Zeiten und Völker (Stuttgart
1857, Ebner und Seubert, Lex. 8°.) II. Bd.
S. 7.
Fllbris Graf von Cassano, Dominik
siehe: Tomiotti de Fabris Graf von
Cllssano, Dominik.
Fabfchich, siehe: Fabcsics, Joseph
S. 124.
Facchinetti, Carlo (Antiquar, geb.
zu Bergamo 1783, gest. ebenda 4. Juni
1353). Nach einer tüchtigen Schulbildung
widmete er sich mit besonderer Vorliebe
geschichtlichen Forschungen, wozu ihm
seiue Stellung als Director und Admi-
nistrator der Buchdruckerei Cres cini in
Bergamo Zeit und Gelegenheit gab. Durch
nahezu 40 Jahre lieferte er Beiträge für
den alljährlich erscheinenden in den Quel-
len genannten Almanach, der eine wahre
Fülle historischer, archäologischer u. biblio-
graPhischerMittheilungen aus semerFeder
enthält. Zu diesem Behufe durchforschte
er die reichhaltigen Stadtarchive, und
manche unbekannte Thatsache brachte er
zur Kenntniß und noch mehr Berichti-
gungen irriger Mittheilungen sind ihm
zu danken. Zugleich verdankt ihm das
Archiv des Municipiums von Bergamo,
welches er bei seinen Arbeiten fleißig be-
nutzte, die Ordnung.
1' 3.NN0 1354
^kkrß. 8. 60. — , 32°.) I.
62i, 32".) 8. 61.
Facciolllti, Giacomo (Philolog,
geb. zu Toregia, nach Ginigen irrig zu
Toreglia bei Padua 4. Jänner 1682,
gest. 26. Aug. 1769). Sohu armer El-
tern, zeigte er früh große Talente, so daß
ihn Cardinal Gregor Barbadigo in's
Seminar von Padua aufnahm. Daselbst
trieb er neben den Vorbereitungsstudien 131
zum theologischen Berufe fleißig das Stu-
dium alter Sprachen. 1704 erhielt er
die theologische Doctorwürde und noch
im nämlichen Jahre ein Lehramt im Se-
minar. 1705 übernahm er jenes der
Philosophie; seine Methode erhellt aus
dem Titel einer seiner akademischen Re-
den: „MHam aMescsntib^ t,-aclenclanl.
6556 H)/iilo5op/ziam nin /Mo7-ica»t"/ 1707
erhielt er die Leitung des Seminars und
der Studien daselbst, und brachte durch
feine Energie und Umsicht die Anstalt
zu Ruf und Ansehen. Im Jahre 1723
übernahm er die Professur der Philoso-
phie an der Paduaner Universität, welche
er durch 17 Jahre bekleidete, und 1740
selbst niederlegte. Seine ehrenvolle Ent-
lassung als emeritirter Professor erhielt
er erst 1755. Bereits im hohen Alter sollte
er die Leitung einer Anstalt für Adelige in
Lissabon übernehmen, aber seineIahre hin-
derten ihn, das vortheilhafte Anerbieten
anzunehmen. Seine schriftstellerische Thä-
tigkeit war hauptsächlich durch seine Stel-
lung als Mitglied und Leiter einer Lehr»
anttalt bedingt, dabei war sein Augen-
merk auf Förderung der classischen
Studien gerichtet. Sein Hauptwerk ist
die am 1. April 1715 in Gemeinschaft
mit seinem Schüler Forcellini begon-
nene und 1719 zu Padua erschienene
Umarbeitung des „ I
welches seit 1500 durch Bearbeiter und
Verbesserer derart entstellt worden, daß
es einer end- und mustergiltigen Reda-
ction bedürfte. Daran reiht sich
seine neue
Bearbeitung von „Msoki ^e^icon. Ocs-
uanmn") welche 1734 zu Padua er-
schien. Ferner sind zu nennen mehrere
verbesserte Textausgaben einzelner Werke
des Cicero; die Geschichte der Padua-
ner Universität, welche er im Auftrage
des Senats arbeitete und unter dem Ti-
tel : „IzMllgmata ^ 1 / cls 6z/m,nano ^a-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon