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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 139 -
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Lechleitnerdas Latein, die Geographie, Geschichte, Mathematik und Philosophie und zuletzt in Brisen die Theologie stn dirte, wo er am 23. Sept. 1797 die heil. Weihen erhielt. Nachdem F. ein Jahr der praktischen Theologie in Brixen obge- legen , kam er zuerst als Supernumerar nach Perwangen (25. Aug. 1798); am 17. Nov. 1803 erhielt er die Provision des ErPositur - Benefieiums zu Pfaffen- Höfen und 5. Oct. 1805 das Frühmeß- Benesicium in Längenfeld, welchen be- schwerlichen Dienst in einer gebirgigen und unwirthbaren Gegend F. 50 Jahre lang bis in's hohe Alter von 91 Jahren mit einer Rüstigkeit, Energie und Resig- nation verrichtete, daß nur auf die unten bezeichnete Schrift verwiesen werden kann, um die Eigenthümlichkeit, Charakterstärke und Ergebung in den Willen des Herrn Falkners ganz zu ermessen. Täglich bis an seinen Tod las er Früh 4 Uhr die Messe, war während des Jubiläums von 3 Morgens bis 9 Uhr Abends ununter- brochen thätig und saß an Sonn- und Festtagen schon 4 Uhr Morgens im Beicht- stühle. Seine Predigten im Volkstone sind reich an den eindringlichsten Wahr- heiten. Sie führen z. B. folgende Auf- schriften: „Na die FranMn nahe sind", über den Text: „Mr sind zum Schauspiele gemrdrn drrNÄt, den Gngeln nnd Menschen", oder: „Äm Kirchmeihlrbt, im grosser Krieg mit den Franzosen war", über das Thema: „Gntt ist unsere Stärke" u. m. a. Das Höchste leistete er aber im Krankenbesuch und w der Hilfeleistung bei Sterbenden. „Min- destens 1200 Personen hat F. die Seele ausgesegnet" sagt sein Biograph, eine in jenen dünn bevölkerten Gegenden hohe Summe. In der Todesstunde wollte Je- der Falkner bei sich haben. Ebenso aus- gezeichnet und erfolgreich war sein Wir- ken als Volkslehrer; hoffnungsvollen Knaben blieb er treuer Rathgeber und Bater, bis sie die Studienzeit hinter 139 sich und die heiligen Weihen empfangen hatten. Im Jahre 1847 hatte Falkner seine Secundiz gefeiert; 8 Jahre später entschlief er, nachdem er Tags vorher, 91 Jahre alt, Früh 4 Uhr in den Beicht- stuhl gegangen, um 5 Uhr Morgens ruhig und schmerzlos, die Erinnerung an ein rührendes reiches Priesterleben zurück- lassend. Schöpf ( I . A. Dr.), Das einundneunzigjährige Leben und Wirken des Frühmessers vulgo Höflichleits - Professors Christian Falkner. Aus Quellen dargelegt. Zweite Ausgabe zum Besten des kathol. Gesellenvereins (Salzburg 1856, Oberer, 16°.). Oiefe kleine Schrift ist sowohl ihrer Fassung als ihres Inhaltes wegen bemerlenswerth, der ein reges Priefter- leben in den oft unwirthbaren Tyroler Bergen mit naiver Einfachheit, doch deshalb um so wirksamer schildert und eine Fülle praktischer Lebensansichten enthält. Auch ist der Anhang „Von den Lanigern" (S. 62—76) eine höchst interessante ethnographische Studie.) Fllller, Sebastian (Schullehrer, geb. zn Achenthal in Tyrol1799, gest. ebenda 11. Dec. 1854). Als Knabe fand er an seinem Firmpathen, dem Coopera- tor Pirmin Kapferer einen Gönner, der ihn bewog zu studiren. Im I. 1809 — kaum 12 Jahre alt — trug er die Depe- schen der Achenthaler Schützen mitten durch die Feinde nach Rothholz. Dann widmete er sich dem Schuldienste und wurde Schullehrer seines Geburtsortes, den Armen unentgeltlich Unterricht erthei- lend. Auch besaß er Liebe zur Musik und bildete sich unter P. Martin Voller zum tüchtigen Landorganisten, organisirte aus den jiingern Leuten des Thales eine Ca- pelle, welche namentlich in Kirchenmusik Anerkennenswertes leistete. F. war ein großer Patriot, was er als Knabe schon bewiesen; im I . 1848, da er wegen vor- gerückten Alters selbst nicht in die Com- pagnie eintreten konnte, stellteer einen Mann zur Ienbacher-Achenthaler Com- pagnie, die er aus eigenen Mitteln ver- pflegte. 36 Jahre hatte F. seinen beschwer-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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