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Im folgenden Jahre wurde er Director
der Tyrnauer akademischen Druckerei.
Hier schrieb er das Trauerspiel:
5tantm«5 ^olP/HT-ogemt«^. Drei Jahre
führte er die Leitung der Druckerei, dann
übernahm er die Aufsicht der Ordens
Häuser von Güns und Fünfkirchen und
wurde zuletzt Bibliothekar zu Preßburg,
auf welchem Posten ihn die Aufhebung
seines Ordens traf. Nunmehr zog er sich
nach Rohoncz zurück, wo er sein Leben
im Alter von 75 Jahren beschloß. Hier
schrieb er auch sein Werk:
^övici oktatäsok", d. i. Der weise Mensch
oder kurze Anleitung zur sittlichen Weis-
heit (Preßburg 1778). Faludi's Dich-
tungen gab erst Revai nach Faludi's
Tode heraus, nachdem es ihm gelungen
war, ein Heft derselben in Wien aufzu-
finden und sich
in den Besitz seines Nach-
lasses zu setzen. Sie erschienen in zwei
Bänden (Raab 1786 und 1787) und
enthalten die Lieder, Eklogen und ver-
mischten Gedichte und die Tragödie:
„<bon5wntinu3 Purphyrogemtus"; im Anhange
Faludi's Notizenbuch. Nun ließ Revai
noch F.'s Erzählungen unter dem Titel:
„2M e/^akäk^ d. i. Winterabende, fünf
Bände (Preßburg 1787), welche
sich
im
Besitze des Bischofs von Tyrnau Johann
Szil i befanden, folgen. Eine neue schön
ausgestattete Ausgabe sämmtlicher Werke
Faludi's erschien unter dem Titel:
„^aluck Fe^sne Mnclsn M^km" (kestk
1853, 4".). Als Dichter ist F. Lyriker,
der sich nach französischen und classischen
Mustern gebildet; er hat, in seinen Hirten-
gedichten minder glücklich, in seinen Lie-
dern hingegen manche liebliche Schöpfung
dargebracht; als Prosaist ist er der
Erste, der die ungar. Prosa mit künstle-
rischem Bedacht bearbeitet nnd den seine
Nation deßhalb den „ungarischen Cicero"
genannt hat.
ötöäik ?o1ä7 ?yr2QC2 ältal, d. i. Gedichte. Fünfte
von Frz. Toldy besorgte Ausgabe (Pefth 1354,
Emich, kl. 8".). ^Dieser 5. Ausgabe von F.'s
Gedichten geht dessen Biographie voran;
nach dieser, ferner nach To ldy , Gräf fer
und Stöger geb. 1. April 1704, gest. 13.
Dec. 1779.) — T'olckz/ (Ln-sncs), ä. Akß^r
n^siv 6» iroäalom, k62^02^vs 2, Hlokäesi
vssütöl ». lesüMd iäöis, d. i. Handbuch
der ungar. Sprache und Literatur feit der
Schlacht bei Mohacs bis auf die neueste»
Zeit (Pesth 1855—1857, Heckenaft, 2 Bde.,
gr.8°.) I. Bd. S. 307. — Toldy (Franz),
Handbuch der ungar. Poesie... In Verbin-
dung mit Iul. Feny6ry herausgeg. (Wien
u. Pefth 1828, Kilian u. Gerold, 8°., 2 Bde.)
I. Bd. S. XL VII u. 116. — II. Bd. S. 375.
^akad 6s Danislik <^5s«e/, b. i.
Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebens-
beschreibungen. Von Jakob Ferenczy und
Joseph D anielik (Pefth 1856, Gust. Emich)
S. 131 lnach diesem geb. 11. April 1704).
— Oeftr. National-Encyklopädie (von Gräf-
fer und Czilann), (Wien 1835, 6 Bde.)
II. Bd. S. 101. —
u. Ks3en8dvr3 1856, Nsckitbar. u.
5ox. 8°.) 8. 77 Whrt auch feine latei-
nischen Lehrbücher an). — Kelißio 1850. U.
Semester, Nr. 8 u. 9, von Ionas Szilasy.
— Der von Nevai veranstalteten Ausgabe
von F.'s Poesien (1786 u. 1787) geht dessen
Leben voran. — Göttinger gelehrte Anzeigen
1784. — Ker tbenv (K. M.), Album hun-
dert ungr. Dichter (Dresden u. Pesth 1854,
Schäfer, 32°.) l„F aludv schrieb bewunderns-
werth lächerliche Schäferidyllen, aber reizend
schone Chansons im Geschmacke der ersten
schlesischen Schule").
, Ludwig (dramat. Künstler,
geb. zu Fünfkirchen 1809, gest. zu
Pefth Ende 1854). Besuchte die niedern
Schulen in semer Vaterstadt u. kam später
nach Pesth, wo er mit ausgezeichnetem
Erfolge die höhern Studien vollendete.
Seine Neigung für die Bühne erwachte
frühzeitig und als sich 1828 in Pesth
unter Direction Balles eine Theater-
gesellschaft gebildet, besuchte F. nicht nur
die Vorstellungen steißig, sondern trat
später selbst auf. Er gefiel und schloß sich
nun an wandernde Gesellschaften, spielte
in Miskolcz, 1833 mit der Komlossy-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon