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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 147 -
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14? Farkas Ritter von Kirälyhegy, Franz (Großpropst, geb. zu Stuhlweißen- burg 12. Sept. 1786). Sohn armer Eltern, besuchte die Schulen in seinem Geburtsorte, wurde ebenda zu den Semi- naristen aufgenommen und 1809 zum Priester geweiht. An der Seite der Stuhl- weißenburger Bischöfe Milassin, Vu- rum, Kopäcsv und Szuszics war er als Inspector der Seminaristen, No- tar des heil. Stuhles, Professor der Re- ligion und als bischöflicher Secretar und Archivar mit Eifer beschäftigt. 1828 wurde er Domherr des Stuhlweißen- burger Domcapitelsund 1838 Großprobst desselben. Außer mehreren ungar. Ge- legenheits - Gedichten gab er zahlreiche Predigten heraus. Im I . 1850 schrieb er das Werk: „^ vii«g etUkasa^ d. i. Die Kirche der Welt, und jüngst erst, 1857, erschien von ihm: „HHsllemi S5 anz/agi miäg", d. i. Geistige und mate- rielle Welt. Auch als Humanist nimmt F. eine hervorragende Stelle ein. Im I. 1851 legte er als Fond für die Stuhl« weißenburger Domkirche, das Semma- rium und die Militärspitäler 18,000 fl. C. M. nieder; ferner rief er in Stuhl- weißenburg eine Erziehungsanstalt für ungarische Mädchen in's Leben, wofür er sein eigenes Haus sammt Garten im Werthe von 20,000 fl. C. M. und die baare Geldsumme von 30,000 fl. C. M. darbrachte. 1850 verlieh ihm der Kai- ser das Ritterkreuz des Leopoldordens und erhob ihn 1851 mit dem Prädicate von Kirälyhegy in den Ritterstand. d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib. Zweiter, den ersten ergänzen- der Band (Pesth 1858, Joseph Gyurian, 8".) S. 75. Farlllti, Daniel (Kirchenhistoriker und Priester der Gesellschaft Jesu, geb. zu San Daniele im Friaul'schen 1690, gest. zu Padua 23. April 1773). Be- suchte das Collegium der Jesuiten zu Graz und trat dann selbst in ihren Or- den. Dieser schickte ihn nach Padua, wo er die Humanitäts - Classen lehrte. Nach Rom berufen, erwarb er sich die Freund- schaft hochgestellter Männer, mußte aber 1722 nach Padua zurückkehren, um den P. Filipp Riceputi bei der Abfassung der Geschichte der illyrischen Kirche zu unterstützen. 20 Jahre brachte er daselbst zu, um das reiche von Niceputi gesam- melte Materiale zu sichten und zu ordnen. Als Niceputi 1742 starb, übernahm F. dessen Aufgabe, änderte aber den ganzen Plan, sammelte neue von verschiedenen Gelehrten Italiens ihm übergebene Ma- terialien, unternahm zu diesem Zwecke eigene Reisen und begann endlich 1751 mit der Herausgabe dieser Riesenarbeit, welche er selbst nur bis zum 4.Bde. brachte, die Fortsetzung übernahm Coleti (s. d. II. Bd. S. 404 und Nikolaus Coleti ebenda S. 407). Das Werk erschien unter dem Titel: ^I^i-inim. san-um" (V6Q6äiF 1751—1819) und besteht voll- ständig aus acht Bänden, es enthält die Kirchengeschichte von Saloua (I. Bd.), die Geschichte des Kaisers Diokletian und seines Hauses, die Inschriften von Sa- lona (II.); — die Geschichte der Kirchen von Spalato (III.); — der Suffraganate von Spalato: Macarsca, Nona, Lessina, Trau u.Sebenico (IV.). — Die folgenden von Coleti edirten Bände enthalten die Geschichte der Kirchen vonZara(V.); von Ragusa und der Suffraganate: Trebigne, Mercana, Stagno, Curzulo, der Bischöfe von Nisano und jener vonCartaro (VI.); — der Kirche von Budua (VII.) und end- lich die Geschichte der in Dalmatien nicht gelegenen doch zur illvrischen Kirchenpro- vinz gehörigen Kirchen und das illyrische Martyrologium (VIII.). Aergl. Ebert 73446). Außerdem gab F. selbst noch heraus: „^)s a»'ti5 c i^ticae insoitia anti- i ob/ecta« (Vsnsäi^ 1777, 4°.)
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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