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1849 rückte F. zum Hauptmanne vor.
Als solcher scheint er in den Ruhestand
getreten zu sein, da er im Militär-Sche-
matismus nicht mehr aufgeführt wird.
Oestr. Soldatenfreund (Wien, 4°.) III. Jahrg.
(1350) Nr. 93, S. .412 : „Ehrenhalle VII."
von St(ra)ck. — Oestr. Militär-Konversat.-
Lexikon. Herausg von Hirtenfeld und I)i>.
Meyn ert (Wien 1851) II. Bd. S. 318. —
Hirtenfeld l I . vr.), Der Militär-Maria-
Theresien-Orden (Wien 1857, Staatsdruck.,
4".) S. 1571 U. 1752.
Feldern - Rolf, Matbilde (Schrift-
stellerin, geb. zu Pottendorf iu
Niederösterreich 10. Juli 1810). Lebt als
Erzieherin zu Wien. Seit Iahreu stehen
ihre Arbeiten. Novellen, Erzählungen und
belehrenden Aufsätze in verschiedenen Zeit-
schriften uud Taschenbüchern des In-und
Auslandes. Selbständig erschien von ihr
ein „VllterliilldiZcheZ AeZMch iür Niniier des
üZten.KllizerZtllllteZ" (Wien 1841, mit vielen
eingedr. Holzschnitten, 8°.); das Buch ist
Ihren kais. Hoheiten Franz (Se. Maj.
Franz Joseph I.), Ferdinand und
Karl gewidmet.
Trusta (Heliodor), Frühlings - Album.
Feldmann, Leopold (Lllstspieldich
ter, geb. zu München 1803). Sohn
israel. Eltern u. besuchte zuerst die Schule.
Als ein kön. bair. Nescript d. I . 1815
israelitische Bäter aufforderte, ihre Söhne
dem Handwerksstande zn widmen, kam
Leopold zu einem Sattler in die Lehre,
zu schwach zu diesem Geschäfte, zu einem
Schuster. Ein auf die Sohle eineg Mäd-
chenschuhes aufgeklebtes Liebesgedicht rief
die Entrüstung der Besnngenen hervor,
sie beklagte sich bei Leopolds Meister,
und der kleine Roman endigte mit Leo-
polds Entlassung aus dem Schusterladen.
Zum Handwerker verdorben, besuchte F.
wieder die Schule und schrieb, 14 I . alt,
sein Schauspiel: „Ner falsche Oid", welches
auf dem sogenannten Lipperltheater iu
München, vor seineu Schulkameraden
aufgeführt wurde; eine Knabenarbeit,. welche aber Talent verrieth. Nun kam
F. zn einem Kaufmanne nach Pappenheim
in die Lehre, zog drei Jahre auf Märkten
und Messen umher, wurde 1820Commis
in einer Münchener Galanteriehandlnng,
wo er nebenbei schriftstellerische Versuche
machte, und seine mit L. ?. bezeichneten
satirischen und humoristischen Aufsätze
allgemein gefielen. Aufsehen erregten
1829 die in einem von Coremans zu
Nürnberg redigirten Journale erschie-
nenen „spatziergänge in nnd um München".
Die Begegnung mit Saphir in diesem
Jahre hatte zur Folge, daßHeldmann
die Handlung ganz verließ und sich
aus-
schließlich der Schriftstellerei, im Anbeginn
bei Saphirs verschiedenen Journalen
widmete. Im I . 1835 erschienen seine
„Menlilder" (München, 8°.), Gedichte,
die unter der Maske der Satire das
tiefe Weh unglücklicher Liebe bergen; auch
wurde iu diesem Jahre am 19. Mai sein
erstes Lustspiel: „Ner Sohn anf Neigen" auf
der Münchner Bühne mit Erfolg gegeben.
Am 7. Juni d. I . machte er seiuer rege
gewordenen Wanderlust Lust und reiste
nach Athen, wo zwei seiuer Brüder lebten,
fünf Jahre das schöne Griechenland nach
allen Nichtuugen durchstreifend, ver-
öffentlichte F. in Lewalds vielgelesener
„Europa" seine anmuthigeu Reiseschil-
derungeu. Am 20. April 1840 verließ
F. Athen und kehrte über Wien, wo er
seinen Freund Saphir traf, nach fünf«
jähriger Abwesenheit nach München zurück.
Dort war er vergessen, denn sein „K°hn
ant Reisen" war während seiner Abwesen-
heit weder in München noch auf einer
audereu Bühne gegeben worden. Erst als
Holbein im Jahre 1841 den „Sohn ant
en" aufs Burgtheater brachte, war
F.'s Weg auf allen deutschen Bühnen
gebahnt. Nun folgten: „Nie Kirschen"; —
„Vll8 Porträt ber Geliebten" ; — „Nie treie
Wahl" ; — „NerMenzretter" ; — „Nie schöne
AthenieliZerin/"; —- „NaZ VarrenhanZ"; —-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon