Seite - 186 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Bild der Seite - 186 -
Text der Seite - 186 -
term Rand des Blattes - 8e 1x5. pwx. vrog-
cllls. 5. ?. ?HU86 so. liipsillo 1767.
Ferio oder Ferich, Giorgio, siehe:
Ferrich, Giorgio.
Fermo, Peter Marie Barthelemy
Graf (franz. General, geb. zu Cara-
vaggio im Mailändischen 1747. gest. zu
Paris 28. Juli 1816). Sohn eines Un-
ter-Officiers des ö'str. Inf. - Regiments
Benber, Nr. 41, machte den siebenjäh-
rigen Krieg mit und rückte 1779 zum Ka-
pitän vor. Das Opfer einer — wie es heißt
— gegen ihn ausgeübten Ungerechtig-
keit, verließ er die östr. Kriegsdienste und
ging nach Frankreich, wo er am 1. Aug.
1792 als Lieutenant - Colonel in der
Legion Bir 0 n, die späteren Jäger von
Rhein, eintrat. Am 13. Dec. dess. Jah-
res kam er zur Armee des Generals C u-
ftine, führte in der Cathedrale von
Mons den Vorsitz in der Versammlung,
welche die Vereinigung Belgiens mit
Frankreich votirte und rückte nach und
nach zum Brigade - General (Ende Dec.
1792) und zum Divisions - General (23.
August 1793) vor. Wegen zu großer
Strenge in Aufrechthaltung der Disci-
plin entsetzt (nÜELtituä I>0ui- avoir tait
o^servOl lg. äisoi^ink 2.V60 trop ä6
sevei-its" (Mm0il68 äu. äuo äk ko-
vißo), trat er jedoch alsbald wieder ein,
kam zur Rhein- und Mosel-Armee, welche
M 0 reau commandirte und nahmAntheil
au den
siegreichen
Kämpfen bei Lind au,
Bregenz, am Constanzer See u. a.
Für den Muth, welchen er in der
Armee des Feindes bei Vertheidigung
der Brücken zu Hüuingen bewies,
wurde er zum Groß < Ofsicier der
Ehrenlegion (14. Juni 1804) und zum
Senator ernannt (5. Febr. 1805). 1807
erhielt er von Napoleon das Gouver-
nement der Stadt und des Hafens von
Antwerpen und (1808) deu Titel eines
Grafen. Auch er richtete nnr so lange
den Blick zur Sonne, so lange sie
leuch- tete — und votirte die Absetzung Napo-
leons; dafür empfing er von Ludwig
XVIII. das Kreuz des heil. Ludwig und
wurde, nachdem Mailand nicht mehr fran-
zösisch war, naturalisirt, da er sonst nicht
in der neuen Pairskammer
sitzen
konnte.
Bald darauf starb er. Sein Name befin-
det sich, mit denen anderer Helden des
französischen Kaiserreichs, auf dem ^.ro
äe i'Stoile, auf der Ostseite.
?2,5tos äk la. leFwu. ä'kaniisui' III. Vä. ^da-
selbst citirt Du Ro zier ein merkwürdiges
Gespräch, welches Ludwig XVIII. mit F.
gehabt).
Ferjencit, Samuel (Naturforsch er,
Meteorolog, geb. zu Altsohl in Un-
garn 4. Dec. 1793, gest. zu Kronstadt
in Siebenbürgen 28. Juli 1855). Der
Sohn wohlhabender Bürger in Altsohl,
besuchte die Schulen zu Neusohl. Schein-
nitz und Preßburg. Im I . 18Ü6 bezog
er die Universität Jena und blieb da
zwei Jahre, betrieb die theolog. Studien
und hörte nebenbei Borlesungen über
Naturphilosophie nnter Dr. Ok en, über
Philosophie, Staatslehre und Naturrecht
unter Dr. L u d e u. Auch mineralogische
Studien trieb er und erhielt von der So-
cietät für die gesammte Mineralogie ein
Diplom, in welchem er zu ihrem aus-
wärtigeu ordentlichen Mitgliede, sowie
auch zum zweiten Secretär der „edlen
ungar. Nation" ernannt wurde. Unter-
schrieben ist dasselbe von Freiherrn von
Göthe, Freiherrn von Trebra, Dr.
I . G. Lena und Dr. I.Friedr. Fuchs.
In Jena traf er im Hause des Baron v.
Knebel, der später als Soldat seine
Laufbahn machte, zum ersten Mal mit
dem Dichterfürsten Goethe zusammen,
und zog durch den Gesang znr Guitarre die
Aufmerksamkeit desselben auf sich.G 0 ethe
ließ sich iu ein Gespräch, besonders
über Ungarn, mit ihm ein und machte
ihm die freundlichste Einladung zu wie-
derholten Besuchen, und als er den Ab-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon