Seite - 198 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
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. (Ug.il2nä 1815 — 29,
i. ?0i. mit
2283 ?!-.). Davon erschien auch eine
Ausgabe mit franz. Terte: „6oFwme
ancie« et nwäeT-ns" (Nden^a) und eine
zweite Auflage (Florenz 1823 u. f. in 8".
mit Fig. und Kart.). Eine dritte Aus-
gabe wurde 1831 in Livorno begonnen.
Das Werk ist die ausführlichste Geschichte
des Costumes. Die Bände über Italien,
Frankreich, Griechenland sind mit Zuver-
sicht zu benutzen; weniger ist dies bei
denen über die nördlichenStaaten der Fall,
zu denen F. keine Quellenwerke benutzte.
Auch lassen die Tafeln manches zu wün-
schen übrig.
6<l22ino l6iu5.), Inäiee cronoloßioo e kidlio-
zrkÜeo ä'iiwstri it2.Ii2.ni äol 5oco1o XI ai
XIX (Akiwuä 1857, kl. 8°.) 3. 55, 434. —
.), 3id1ioßr2,Ü2 SQoiolopeäioa
illlllä 1857, Cai-rar!»,) 8. 107.
)) Hlanuei äu lidi-airs (Lrn>
xoile» 1853, 3?. 8°.) U. Vä. 8. 198. —
Porträt. F. stützt sich auf sein Wert: „Oo-
«tuwo autico 6 inoäei-uo äi tutti i iiopoli
6sl v. <3iulio ^erräriu. 2IiIano." Unterhalb
Schriftblätter mit den Titeln:
— Lomauai e (Ü2.v2ileri2.. (4°., gestochen ohne
Angabe des Stechers, Mailand.)
Ferraris, Joseph Graf (kais. Feld-
marsch all, Großkreuz des Mar. The-
resien-Ordens, geb. zu Luneville 20.
April 1726, gest. zu Wien 1. April
1814). Kam — 10 Jahre alt — au den
kaiserl. Hof nach Wien, als Edelknabe
der verwitweten Kaiserin Amalie, Ge-
malin I 0 sephsI. Dann trat er in kais.
Kriegsdienste. In der Schlacht bei ()as-
lau (17. Mai 1742, nicht wie in Hir-
te n f e l d s Militär - Conversations-Ler>
kon II. Bd. S. 363 am 7. Mai) wurde
er so schwer verwundet, daß er für todt
vom Schlachtfelde getragen wurde. Im
nämlichen Jahre wurde F. Hauptmann,
1750 Major, 1757 Oberstlieutenant und
1758 Oberst im Inf.-Reg. Karl Prinz von Lothringen. Bei Hochkirch (14.
Oct. 1753) nahm er an der Spitze seines
Regimentes im Sturm die
stärkste
feind-
liche Batterie von 36 Kanonen und ent-
schied den Sieg des Tages. In der drit-
ten Promotion — am 4. Dec. 1758 —
erhielt er für seine That das Ritterkreuz
des Mar. Theresien-Ordens. Bei Tor-
gau that sich der Held nicht minder her-
vor. 1761 wurde er Generalmajor, 1767
Director der Artillerie in den österreich.
Niederlanden, 1770 Regiments-Inhaber,
1773 Feldmarschall-Lieutenant, 1775
Gouverneur von Termonde. Beim Ans-
bruche der niederländischen Unruhen war
es F., der sich des besondern Vertrauens
Sr. Majestät Kaiser IosephII. erfreute;
1784 rückte F. zum Feldzengmeister vor.
Bereits 67 Jahre alt, häufte er zu den
bisherigen Verdiensten neue und erhielt
für die Siege bei Ounaing (1. Mai
1792) nnd Estr eur in der 27. Promo-
tion — 28. Mai 1793 — das Comman-
deurkreuz des Mar. Theresienordens und
wenige Monate später — 20. Oct. —
bei der 31. Promotion das Großkreuz
für die Einsicht uud Klugheit, welche er
bei der Belagerung und Einnahme der
Festung Valenciennes bewiesen hatte.
Am 27. Aug. 1733 ernannte ihn Kaiser
Franz zum Vicepräsidenten des Hof-
kriegsrathes, 1807 zum Feldmarschall.
Im folgenden Jahre feierte er sein ^jäh-
riges Jubelfest als Mar. Theresien-Or-
densritter. Graf Ferraris war militä-
risch wissenschaftlich gebildet und hinter-
ließ ein bleibendesAndenken seiner Kennt-
nisse in der „(5ai-t6 äss ka^s-Lkg aatri-
) du Li-9.dkmt, äü Vnok6 äs
Kto.") welche er unter
eigener Leitung und Mitwirkung in 25
Blättern ausführen ließ und Ende 1777
dem KaiserIosep h II. überreichte. Diese
Karte wird von Kennern der berühmten
Cassini'schen von Frankreich, deren
Folge sie bildet, gleichgestellt. ^Vergl.:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon