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) du li (
xeiies 1838) II. Vä. 8.198.^ F. starb -
38 Jahre alt — nachdem er in denkwürdi-
gen Zeiten vier Monarchen treu und
ruhmvoll gedient und sich als Held und
Staatsmann bewährt hatte. Für den
Verlust seiner ansehnlichen Güter in
Lothringen und Belgien entschädigte ihn
der Monarch 1795 durch Verleihung des
Besitzthums St. Hubert im Toronthaler
Comitat mit Beifügung des Erbrechtes
für des Grafen einzige Tochter, Gräfin
Maria Wilhelmine (geb. 3. Sept.
1780, vermalt seit 6. Mai 1799 mit
-f Franz Grafen Zichy), aus seiner Ehe
mit Henriette, Tochter des Herzogs
Ursel.
Erscheint bald als Ferrari bald als Ferraris,
letzteres ist das richtige. — Hirtenfeld
(I. Dr.), Der Mar. Theresien - Orden und
feine Mitglieder . . . (Wien 1857, Staatsdru-
ckerei, 4".) S. 80, 334, 390, 1728, 173ö,
1736 lnach diesem geb. 20. April 1726, gest.
I. April 1814). — Oestr. National-Encyklo-
pädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien
1835, 6 Bde.) II. Bd. S. 125 lnach dieser
gest. 1. April 1807). — Oestr. Militär-Kon-
versat..'Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld
u. Dr. Meynert (Wien 1852 u. f., gr. 8°.)
II. Bd. S. 363 lnach diesem gest 1. April
1814). — (Brockhaus) Conversations-Lexikon
(10. Aufl.) VI. Bd. S. 22 snach diesem gest.
1. April 1807). — sKneschke, Ernst H. Dr.)
Deutsche Grafenhäuser (Leipzig 1854, Weigel,
8°.) III. Bd. S. 115 lnach diesem gest. 1. Apr.
1814, enthält auch Nachweisungen über das
Wappen und die Verschiedenheiten desselben).
— Da mit dem Feldmarschall die männliche
Linie dieses Hauses erlosch, so ertheilte die
Gnade des Monarchen dem Schwiegersohne
des Feldmarschalls, dem Grafen Franz Zichy,
das Vorrecht für sich und seine Nachkommen
Zichy, jenen der Ferraris, u.'z. als Iichy-
Ferraris beizufügen.
Fenich, Giorgio (General-Bicar,
geb. zu Ragusa 5. Juli 1739, gest.
1820). Erhielt den ersten Unterricht im
Jesuiten - Collegium seiner Vaterstadt,
trat selbst in .den Orden und vollendete
seine Studien zu Loretto, wo er die Do-
ctorwürde erlangte. In seine Heimat zurückgekehrt, trieb er classische Studien
und trat in literarischen Verkehr mit den
Gelehrten, welche zu jener Zeit in Ra-
gusa lebten. Später wurde er Director
des Klosters der h. Clara und als 1773
der Orden aufgehoben wurde, übertrug
ihm der Senat die Lehrkanzel der schönen
Literatur in Ragnsa; 1803 wurde er
Propst des Capitels und 1815 nach dem
Tode des Bischofs Nicolaus Barn Ge-
neralvicar. F. schrieb meistens in latei-
nischer Sprache und zählt zu den besten
Latinisten der neuern Zeit. Seine Arbei-
ten in illyrischer Sprache, meist Poesien,
sind in Festschriften zerstreut. Selbständig
erschienen: „F^iFtoia, acl /Mum öa/«-
montinm. S/>a,latsn5sm." (R.2AI163. 1790)
8°.), literarischen Inhalts; — „ !
et camtica
1791); — „F'aimlae ab i l ^c
cke^mMs" (Vdenäs. 1794), 113 Fabeln
nach Art jener des Phädrus, metrisch in
Iamben überfetzt; — yHn'5toia Mc/iaeli
Dsnino ?im<Hobon6NHi"- (Wien 1798).
Aus Anlaß des Ueberganges Dalmatiens
in den Besitz Oesterreichs (1797), enthält
eine Skizze der Geschichte Dalmatiens;
1798); — „Ds slavicas
(Ndä. 1798); —
" (Nbenäg. 1803, 8°.); eine
poetische Beschreibung der Küste von Ra-
gusa, welche F. aus Gedichten, die er bei
seinen wiederholten Besuchen dieser Ge-
gendenauf einzelne Puncte geschrieben, zu-
sammengestellt hat. Was mit den von ihm
gesammelten Materialien zur Geschichte
Dalmatieus, namentlich Ragusa's gesche-
en, ist nicht bekannt. — Nikolaus (gest.
1819). Bruder des Obigen, war ein be-
rühmter Kanzelredner u. starb als Bischof
von Trebigne und Marcana, welche Würde
er 27 Jahre (seit 1792) bekleidet hatte.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon