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trauen, Seelenftärke" — Die im „Oeften.
Parnaß, bestiegen von einem heruntergekom-
menen Antiquar" (Frey-sing bei Athanasius
<b Comp., 8°.) S. 16 entworfene Charakteri-
stik F.'s ist der Inbegriff plumper u. scham-
loser Frechheit, daher wir dieselbe nicht mit-
theilen. — Porträt. I) Stahlstich von Axmann
mit Facsimile der Unterschrift (Wien, Ge-
rold, 8".). — 2) Facsimile der Unterschrift:
Nrust l>. ^enektersIsdLN. ^os. Dautl2,u5er
<is1. Il>. 8tödsr 8«:. gr. 8". lsehr ähnliche
Feuerstein von Feuersteinsberg, An-
dreas Leopold Freiherr (kaiserl. Feld-
marschall-Lieutenant, geb. 1700,
gest. zu Natikau in Böhmen 1773). Er
und der folgende Freiherr Anton Fer-
dinand sind Söhne des Andreas
Feuerstein, der ehrenvoll aus der Be-
lagerung von Landau bekannt ist und
1702 fiel, eben als er dem römischen Kö-
nige Jose pb I. Rapport erstattete. Frei-
herr Andreas Leopold trat 1717 in
die Artillerie, ward 17A7 Artilleriecom-
mandaut in Mantua und 1742 Oberst-
lieutenant. Im Jahre 1744 focht er
am Rhein und wurde 1746 Oberst. In
der Schlacht vonKolin (18. Juni 1757)
befehligle F. die Artillerie und bewies
nach Da uns Zeugniß dabei große Ge-
schicklichkeit. Unmittelbar nach der Schlacht
ernannte ihn die Kaiserin zum General-
Major. Bei der Belagerung von Son -
nenstein führte er durch die geschickte
Verwendung des Geschützes den Fall der
Festung herbei. 1759 trat F. als Feld-
marschall-Lieutenant in den Ruhestand
und starb im Alter von 73 Jahren. —
Anton Ferdinand (Feldzeugmei-
ster, geb. 1690, gest. zu Natikau in
Böhmen 1780). Trat 1707 in die Artil-
lerie, Ward1728 Oberstuckhauptmann und
im Laufe des Türkeukrieges Oberst. Im
öfterr. Erbfolgekriege commandirte F.
als Generalmajor die Artillerie und
zeichnete sich bei Trautenau (1745)
aus. Schon im I . 1745 trat er mit ent-
sprechenden Vorschlägen einer Verände- rung der Geschützwaffe auf, welches nach
manchem Widerstände erst im I . 1753
angenommen wurde. Im 1.1746 rückte
F. zum Feldmarschall-Lieutenant, 1753
zum Feldzeugmeifier vor und erhielt den
Freiherrnstand. Im siebenjährigen Kriege
commandirte F. die Artillerie bei Prag,
wo er verwundet wurde, bezwang dann
Gabel und Zwick au, mußte aber schon
1759 aus der Activität treten. F. besitzt
mannigfache Verdienste um die Hebung
der österr. Artillerie. Er starb als Greis
von 90 Jahren.
Oeftr. Militär-Konversat.-Lexilon. Herausgeg.
V.Hirtenfeldu.Vi-.Meynert (Wien 1851)
II . Bd. S. 401. — Staf f ler (Johann
Jakob), Das deutsche Tirol und Vorarlberg,
topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen
(Innsbruck 1347, Rauch, 8°.) I. Bd. S. 49.—
(Kneschke, Ernst Heinrich Prof.) Deutsche
Grafenhäuser (Leipzig 1852, W.'igel, 8°.) I. Bd.
S. 231. — Die Familie Feuerstein stammt
aus Tyrol, u. z. aus Bregenz und erhielt am
20. April 1559 einen Wappenbrief. Die Brü-
der Anton Ferdinand und Andreas
Leopold (f. die Obigen) wurden 175? in
Freiherrnftand und Anton Freiherr von F.
1793 in den Grafenstand erhoben. Aus dessen
Ehe mit Ioyanna Gräfin Zlernberg (geb. 14.
Juli 1770) stammt Graf Anton (geb. 28.
Juni 1789), vermalt (feit 26. October 1840)
mit Elisabeth Freiin v. Stürmer (geb. 1. Sept.
1801, gest. 13. Februar 1843). Graf Anton
ist Oberst in der Armee. — Wappen. Qua-
drirter Schild mit Mittelschild. Dieser von
Gold und Schwarz senkrecht getheilt mit der
in der Ordenskette des goldenen Vließes be-
findlichen Malteserkreuz - formigen Rosette
(Feuerftahl) mit gewechselten Tincturen. 1 u. 2
des Hauptschildes in Gold auf grünem Rasen
eine aufgerichtete, einwärts gekehrte Gemse
natürlicher Farbe, welche mit den beiden Vor-
derläufen den Feuerstahl des Mittelschildes
trägt. 2 u. 3 in Silber ein rother einwärts
gelehrter Löwe.
Fiala, Joseph (Musikus, geb. zu
Lochowitz in Böhmen 1751, gest. zu
Donaueschingen 1816). Zeigte früh
ein großes musikalisches Talent, und die
Gräfin Netolitzky von Netolitz, deren
Unterthan er war, ließihu inPrag vondem
berühmten Hautboiften Ioh. StiaftnF
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon