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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 239 -
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begann bereits 1818 mit homöopathischen Mitteln bei chronischen Krankheiten. 1825 ließ er sich in Bri'inn nieder, wo es ihm gelang, zu den höchsten Personen berufen zu werden. Die Folgen scin-er glücklichen Curen und seines steigenden Rufes wa- ren Verfolgung von Seite Derjenigen, welche diplonnrt waren, den Friedhof zu bevölkern, während F. als Wundarzt kein Diplom zur Behandlung innerlicher Krankheiten besaß. F. war genöthigt, 1831 Brunn zu verlassen, und zog sich nach Naigern zurück, wo ihn das Bene- dictinerstift als obrigkeitlichen Arzt auf» nahm. Schaarenweise kam man nun von nah und fern zu ihm, seinen ärztlichen Rath einzuholen, und als Beweis dieses Zuspruches führen wir nur die Thatsache an, daß, da die Landleute in der Regel mit Naturalien zahlten, er binnen wenig Monaten 1100 Schock, d. i. 66,000 Stück Mer, als Honorar erhalten hatte. F.'s Ruf ging auch über das Weichbild Nai- gern s hinaus und er wurde nach Ungarn, nach Lemberg, ja nach St. Petersburg berufen, an welch' letzteren Ort er aber sich nicht begeben konnte. 1841 kehrte er wieder nach Brunn zurück, wo er seither von der Praxis zurückgezogen lebt. F. ist ern guter Botaniker, prüfte selbst meh- rere Medicamente, unterhielt mit Hah- ne m a n n einen lebhaften Briefwechsel, und operirte — als strengerH ahneman- nianer — nur mit den vorgeschriebenen Potenzen. Zu der im F. 1855 in Wien stattgehabten Versammlung der homöopa- thischen Aerzte, welcher er als Vertreter der Brünner Aerzte (nach Or. Hoze's Mittheilung) beigewohnt haben soll, hat er sich nicht eingefunden. Prag er Medicin. Monatschrift 1856. — Omnibus (Beilage der lBrünner) „Neuigkeiten") 1856, Nr. 102: „Materialien zur Geschichte der Homöopathie in Mähren" von Dr. Hoze. Fischer, Beatrix, siehc.- Fischer- SchVllrzböck, Beatrir (S. 253). 239 Fischer, Georg, s..- Fischer, Bincenz (S. 247 zu Ende des Artikels). Fischer, Iobann Bernhard, siehe: Fischer von Erlllch, Johann Bernhard (S. 249). Fischer, Johann Martin, s.: Fischer, Martin (S. 244). Fischer, Johann Nepomuk (Augen- arzt, geb. zu Rumbnrg 29. Mai 1777, gest. 17. Oct. 1847). Studirte die Me- dicin und widmete sich der Augenheil- kunde, in welcher er der Stolz der ophthal- mologischen Klinik der Hauptstadt seines Vaterlandes und der Wohlthäter beider Blindeninstitute in Prag wurde. Durch seine Studien und gründlichen Beobach- tungen hat er die Augenheilkunde in Böh- men auf einen ungewöhnlichen Höhen- Punct gebracht. Als Mann der Wissen- schaft gab er folgende Schriften herans: „Rlinizcher Unterricht in der Augenheilkunde" (Prag 1832, Borrosch, gr. 8°. mit 7 lith. Taf.). Der Nmschlagstitel dieses Werkes lautet: „Abbildungen l>es Thriinenschllluches und eine merkwürdige Metamorphose der Kegenbogen- haut". — Sein Hauptwerk ist aber: „Lehr- buch der geZllMNteli Entzündungen und lllgllnigchen Krankheiten des menschlichen Aug?5, Seiner Schutz- und MZllrgllne" (Ebenda 1846). Als er, 70 Jahre alt, starb, verlor die Wissen- schaft an ihm einen rastlos thätigen Be- förderer. Libussa. Herausg. von Alois Klar. Almanach auf das I . 1846 (V. Jahrg.) S. 377—406. - Dieselbe auf das I . 1851, S. 465. Fischer, Joseph I.(S an g e r undC o m- positeur, geb. in Wien 1780). Sohn des berühmten Bassisten Ludwig Fi- scher (geb. 1745, gest. 1825) mit der Sängerin Barbara, geb. Sprosser (geb. 1758). Kleber beide: Meyer, Das große Conversat.-Lerikon X. Bd. S. 36H. Zeigte früh große Anlage zum Gesänge, weßhalb ihn sein Vater darin ausbilden ließ. Zugleich erhielt er eine gute Erzie-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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