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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
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247 dicinischen Vorlesungen, jene aus der Chemie und Physik hörte. Zum Doctor promovirt wurde er 1806 in Erfurt (10. Oct.); im folgenden Jahre ließ er sich als praktischer Arzt daselbst nieder. 1803 begann er seine Vorlesungen über Chemie; aufgefordert, sich als Docent bei der neu organisirten Universität zu habilitireu, schrieb er die Dissertation: 1812), worauf er im Iänn. 1813 zum außerordentlichen, 1814 zum ordentlichen Professor und zum Director des chemi- schen Institutes ernannt wurde. In die- ser Stelle war er bis an seinen, im Alter von 68 Jahren erfolgten Tod, sowohl als Lehrer, wie als Schriftsteller seines Faches thätig. Seine selbständigen Schrif- ten sind: „HsslAcaTMN'ttm. msT'c^'ia^m, z??-aseip. clani/ieatio^ (Nrt'urt 1806); — „Tekrr die Wirkung des MchteZ ant das Hurn- Zilber" (Nürnberg 1814, 8".); — „Mer die chemischen Reagentien ' (Breslau 1816), erschien auch als erstes Heft der „Versuche znr Berichtigung nnd Orumternng der Ghemie"; — „Ueber die Nütnr der Metallrednriwn ant nussem Wege" (Ebenda 1828); — „Nas Verhältnis der chemichen Dernmudschütt zm gnlua- nizchm GlertririW in Versuchen dargestellt" (Berl in 1830); — „systematischer 3chr- begriff der Chemie in Tabellen dargestellt" (Ebd. 1836, n. f., gr. 4".). — Seine zahlrei- chen chemischen Abhandlungen, welche im „Journal für Chemie und Physik", in Schweiggers „Annalen für Chemie", in dcn „Abhandlungen dcr Akademie der Wissenschaften in Berlin phys. Classe", in Gilberts, dann in Poggendorffs „Annalen der Physik und Chemie" und in anderen Zeitschriften enthalten sind, zählt Now ack im unten bezeichnetenWerke auf; mehrere gelehrte Gesellschaften haben F. zum Mitgliede ernannt. Nowack (Karl Gabriel), Schlesisches Schrift- steller-Lexikon (Breslau 1840. W. G. Korn, 8".) IV. Heft, S. 18 lnnt der ausführlichen Angabe seiner in Sammelwerken zerstreuten Abhandlungen). — Meyer (I.), Das große Conversations-Lexikon (Hildburghausen 1842, Bibl. Inst., Lex. 8°.) III. Suppl. Bd. S. 653, Nr. 5, — Kahser (Christian Gottlob), Boll^ ständiges Bücher-Lexikon (Leipzig 1834, gr.4°.) II. Bd. S. 224 lführt ihn als Nathanael Wolfgang aufj. Fischer, Stephan Freiherr von, siehe: Fischer von Nagy-Szalatnya, Stephan Freiherr von (S. 252). Fischer, Bwcenz (Maler und Pro- fessor der Architektur, geb. zu Schmid- harn in Baiern 5. April 1729, gest. zu Wien 28. Oct. 1810). War für den geistlichen Stand bestimmt, doch des Va- ters früher Tod vereitelte dieses Vorha- ben. Er kam nun zu seinem Oheim müt- terlicher Seits und sollte Wundarzt wer- den. Ein anderer Anverwandter, ein Pfarrer, felbst Dilettant im Malen, be- merkte des Knaben Talent für diefe Kunst, unterwies ihn darin und F. kam nun zu einem Maler in Passau, wo er wenig- stens sein Talent frei sich entwickeln las- sen konnte. Im Jahre 1750 kam er nach Wien und stand bei einemWagenmaler ein; dann ging er nach Baiern, aber bald wie- der nach Wien zurück, wo er in den Kir- chen einige der besseren Altarblätter co- pirte. Im I . 1753 reiste er über Tyrol uach Italien und fand in dem Bildhauer Oradini eincu väterlichen Freund, der ihn auf seinem Zuge in's Land der Kunst mit Geldmitteln unterstützte. Aus Ita- lien kam er 1760 nach Wien zurück und malte sein Bild: „NlllZrs tritt Phürm's Nrone mit Füssen", worauf er Mitglied der Akademie der bildenden Künste wurde, in welcher er 1764 die Professur der Ornamentik, Optik und Perspective er- hielt. F.'s Arbeiten sind theils Decken- und Wandgemälde, wie in Laxenburg, Decke und Wände im königl. Schlosse zu Ofen, im kleineren Universitätssaale zu Tyrnau, die Seitenwände in der Preß- burger Schloßkapelle; theils Altarbilder,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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