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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 252 -
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252 tes vor; da er aber 1740 über Auftrag der großen Maria Theresia den Ent- wurf zum Okstruni äolorig für Kaiser Kar l VI. ausführte, welches die Gebrü- der S ch m uz er dann in Kupfer gestochen haben, so widerlegt sich die häusig vor- kommende Angabe des I.1738 als seines Todesjahrs durch diese Thatsache von selbst. Die bei dem Vorigen angeführten Quellen han- deln meistens auch über den Sohn (den Obi- gen). — Nur zur Berichtigung citiren wir: Meyer( I . ) . Das große Conversat.-Lexikon (Hildburgbauscn 1845, Bibl. Inst., Lex. 3".) X. Bd. S. 360, Nr. 6 ^daselbst wird F. ko- misch genug mit folgenden Worten aufgeführt: „Joseph Emanuel von F., Bibliothekar des Kaisers von Oesterreich, schrieb: ,Di1noiä» «prÄLgentatio inHFniL.oA.o et LumzitnogHS Libliotbeeae C2.L82i>S2e« (Wien 1731)"; doch werden S. 363, Nr. 25 u. 26 beide Fischer von Erlach, und also auch Joseph Emanuel Baron von Er lach, genannt. Das erstere ift ein offenbarer Irrthum und die architektoni- sche Beschreibung und Darstellung der Hof- bibliothek wurde für eine bibliographische angenommen). — Freiherrnstands-Diplom äs äato Laxenburg 9. Mai 1735. — Freiherrn- Nappen. Quadrirtes Schild mit Herzschild. Im blauen Herzschild eine mit goldener Krone auf dem Haupte geschmückte Sirene, in der rechten Hand einen goldgefaßten ovalen Spie- gel haltend, die linke in die Hüfte stemmend. Der Untertheil lauft in einen Fischschweif aus. Im vorderen oberen u. hinteren unteren goldenen Felde einen schräg von der Rechten zur Linken aufsteigenden schwarzen Balken, welcher rechts und links von einem schwarzen, sich in's goldene Feld ausbreitenden, mit den Sachsen gegeneinander einwärts gekehrten offenen Fluge begleitet und dieser mit zwei hintereinander stehenden sechseckigen goldenen Sternen belegt ift. Im vorderen unteren und hinteren oberen silbernen Felde am Grunde ein wellendes Meer, auf welchem ein Delphin mit über sich geschwungenem Schweife und fleischfarbigen Flossen schwimmt. Fischer-Maraffa, Anna, siehe im Artikel: Fischer, Joseph I. (S. 240). Fischer von Nagy-Szalatnya, Ste- phan Freiherr von (erster Bischof von Szathniar, dann Erzbischof von Erlau und Humanist, geb. in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, gest. 4. Juli 1822). Studirte die Theologie und stieg von Stufe zu Stufe, bis er am 12. Febr. 1805 das von Kaiser Franz unterm 27. März 1804 aus der zu gro- ßen Erlauer Did'cese neu errichtete Bis- thum von Szathmar erhielt, aber schon 1807 Erzbischof von Erlau wurde und auf diesem wie auf dem vorigen Posten ein segensreiches Andenken zurückließ. Als Bischof von Szathmar wandelte er die kleine Pfarrkirche zur stattlichen Ka- thedrale um, erbaute die bischöfliche Resi- denz und errichtete eine philosophisch-theo- logische Facultät. Während seiner 15jäh- rigen Wirksamkeit als Erzbischof von Erlau errichtete er aber ebenso viele Pfarren, verwendete 75,000 st. zur Her- stellung von Kirchen, Pfarr- und Schul- gebäuden, errichtete eine Stiftung von 32,000 st. zur bessern Versorgung der Pfarrer nnd Schullehrer, ließ jährlich 30 arme Knaben zu Erlau auf seine Kosten mit einemAufwande von 12,000 st. jährlich erziehen, und eine gleiche Anzahl Mädchen und Knaben in verschiedenen Handwerken unterweisen. I n Erlcm unterhielt er in den drei Vorstädten drei Lehrer und er- kaufte für verdiente alte dienstunfähige Seelsorger ein Haus von 20,000 fl., wo sie ihre letzten Tage zubrachten; schenkte der Ludovicäa in Waizen 12,000, dem Taubstummen-Institut daselbst 1000 fl., dem Invalidenhause 2000 sl., dem Irren- hause 1000 fl. Im 1.1809 verpflegte er im Lyceum und in den Klöstern von Er- lau über 4000 verwundete Krieger, stellte zur Insurrektion 33 ganz ausgerüstete Reiter, brachte 1810 sein ganzes reiches Silbergeschirr den Bedürfnissen des Staa- tes dar uud hatte während 17 Jahren seiner bischöflichen und erzbischöstichen Würde viel über eine halbe Million edlen, kirchlichen und humanistischen Zwecken gewidmet. Ehrentempel der katholischen Geistlichen (Wien 1345, Dirnböck, 8°.) S. 123.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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