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Fr. 4°.); die erste und einzige Ueber-
setzung dieses Gedichtes, die, wenn sie
manches an poetischem Schwünge zu wün-
schen übrig läßt, sich durch Treue und
einen trefflichen Commentar auszeichnet.
sEbert Bibl. Ler. Nr. 832). Seine kost-
bare Bibliothek, über welche ein Katalog
erschien, wurde von seinen Erben verkauft.
F lang in i warder Letzte seines in der
Geschichte Venedigs hervorragenden Ge-
schlechtes.
Ivatani, Oratio in luuei-o Oaräinaiis I<. ?12U-
ßiui (Veuscliß 1804, 4".). — 0<mii (^ini.),
lein iussrsäitu? sto. (8. 2. 4".). — KosoNn^
Vell» I.ettkl2.wiH Vene2i223. III. Vä. —
Danllolo t'ctt^ol.), I,k 02.äuti>> äeiw repub-
dlio» äi Vs2S2l2. sä i suoi ultiuni ein^liant'
»221. Swäii 5tori<:i. . . . . (Vs26äis 1857,
8. 119. — ?h?al<i0) LioFi-aÜH
Mugtri VII. Vä. — sSamba,
ienll äsi I>stter2,ti eü ^rtigtl
Mustri äeUo ri>oviuei2V6N62i2.il6 uei 3000I0
äeoiniott2VQ (VeneäiF 1824, 8°.). — Nach
1864, 3tisuo2, I.ex. 4°.) I. Lä.
Lp. 536 ist F. 26. Juli 1733 geb., 29. Sept.
1804 geft. — Porträt. Unterschrift: I^ui^i
<Ü2.räi22,l6 I?i2ii3iiii. Älusitelll iuo. (Venedig
Lex. 8".). — Das noch jetzt in Venedig be-
stehende „tüaUsFio ?i2,nßini« ist nicht eine
Stiftung des Cardinals, fondern dcs aus
Corcyra gebürtigen Thomas F langin i (gest.
1648), der zur Erziehung griechischer Knaben
eine ansehnliche Summe hinterließ, aus wel-
cher das in der Nähe der St. Lorenz - Kirche
befindliche Institut erbaut wurde.
Flatz, Gebhard (Maler, geb.zu Wolf-
furt, einem Dorfe bei Bregenz in Vor-
arlberg 11. Juni 18^0). Von unaufhalt-
samem Knnfttriebe fortgetragen, begann
er feine ersten Studien in der Akademie
zu Wien, begab sich dann auf eigene be-
schränkte Mittel angewiesen nach Mün-
chen , wo er Cornel ius kennen lernte
und dann nach Rom, wo er mit Unter-
brechung eines kurzen Aufenthaltes in
Innsbruck sich bleibend niederließ und
in dieser zweiten Heimath glücklich lebt
ünd schafft. I n Rom bildete er sich an
FiesoleundRaphaelundwidmetseine Kunst ausschließlich nur religiösen Gegen-
ständen , so daß sich seine Kunstthätigkeit
gleichsam zu praktischem Gebete und werk-
thätigem Gottesdienste erhebt. Mit O v er-
beck (dem älteren), dessen inniger Freund
er ist, theilt er den Ruhm, zu den besten
deutschen Malern der Gegenwart auf
religiösem Gebiete zu zählen und der Er-
reichung des Losungswortes beider: „die
Kunst muß eine christliche sein oder viel-
mehr werden"emsig nachzustreben.InRom
genießt F. großen Ansehens; berühmte
Maler und Bildhauer des In - und Aus-
landes halten auf sein Urtheil, und öster-
reichische wie fremde Künstler suchen in
der hoffnungslosesten Bedrängniß bei F.
nie vergebliche Zuflucht. Sein Atelier
— in der Regel Samstags dem Besuche
der Fremden geöffnet — wird auch außer
dieser festgesetzten Zeit besucht. Seine
Bilder sind im Vaterlande selten und
wandern meistens in das kunstsinnige
Ausland nach England und Nordamerika.
Bisher sind von seinen Arbeiten bekannt
geworden: „Aaliz wird uan Hektar jllm Kriege
llllMardert" (1827), im Museum zu Inns-
bruck; — „Verklärung des heil. FranMus"
(1845), Hochaltarbild in der Franzis-
kanerkirche zu Schwatz; — „Allegorie der
Mn2chVerl>nng Ghristi" (1842); — „Madonna
mit bell Kinde" (1843); — „Abraham em-
utiingt die drei Gngel"; — „Nie Kniende Nla-
dünnn ihr Kindlem anbetend", wird für das
vollendetste gehalten, was F. bisher schuf;
— „FieZllle nach einn Vision die Madonna ma>
lend, unter dem VeiZtande des heil. Ankas nnd
nun Gngelein bedient"; — „Maria ;n Nethanien
mit Nlatthll, Johannes nnd TazarnZ die Worte
des Herrn anhörend"; — „GliristnZ wendet ank
Naria'Z Fürbitte den Seelen im Fegtener den
Oilllllentrost deZ Gplerblntrs zn" (1854); —
„Heilige Magdalena" (Eigenth. des Hochw.
Hrn. Ios. Wil l im, im Febr. 1853 im
öftr.Kstv. ausgestellt); — „Ner Atitter der
kißtie <löl «gsslo cuolo «li Kozü in Orient (cuilo Gins.
Venaglia), Vischui um Vodi, empüehtt die Schwe-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon