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in NllllSblld 1652" (Leipzig 1853); — „Nil
Ghermen ulln Narlzblld 1853" (Ebenda 1855).
F. lebt seit mehreren Jahren als Brun-
nenarzt zu Karlsbad, dessen medic. und
balneol.Berhältnisse er in obigenSchriften
dargestellt hat.
Oeftr. Nat.-Enchklopädie (von Gräffer und
Czikann), (Wien I83ö) II. Bd. S. 156. —
Jüdisches Athenäum (Grimma und Leipzig
1851, 8°.) S. 41.
Fleischer von Eichenkranz, Ferdinand
Freiherr (Feldmarschall-Lieuten ant
und Ritter des Mar. Theresien-Ordens,
geb. zu Korneuburg 1777, gest. zu
Preßburg 13. Dec. 1841). Erhielt seine
Bildung in der Akademie zu Wiener-
Neustadt, wurde Juli 1795 als Fähnrich
in'sInf.-Reg. Nr. 22 eingetheilt und
1796 als Unterlieutenant in das Pion-
niercorps übersetzt. Für sein tapferes
Verhalten in der Schlacht bei Amberg
(1796) und im Treffen bei Gießen an
der Lahn rückte er zum Obcrlieutenant
im General-Quartiermeister-Stabe vor;
auch zeichnete er
sich 1797 bei Friedberg
und im Feldzuge 1799 bei Osterach,
Winterthur, Wangen und Zürch
aus. Im Feldznge von 1800 wurde F.
zum Hauptmann (1. Nov.), im Feldzuge
1805, in welchem er mehrfach Beweise
seines Muthes und seiner Umsicht gege-
ben , zum Major (Sept.) befördert. Im
Feldzuge von 1809 war F. beim Corps
des Feldzeugmeifters Grafen Kolowrat
eingetheilt, welches den Befehl erhalten
hatte, den Brückenkopf auf dem linken
Donauufer bei Linz zu nehmen. Der
Feind in dieser Gegend zählte 8000 Wür-
temberger, 2 franz. Inf.-Reg. und wurde
am 17. Mai unvermuthet durch 16,000
Mann Sachsen verstärkt. Das Armee-
corps des Feldzeugmeisters Grafen Kolo-
wrat bestand damals kaum aus 10,000
Mann. Nichtsdestoweniger rückten die
Eolonnen vor, als der Gegner sich seiner
Ueberzahl bewußt, seine ganze Kraft ent- wickelte, wodurch die vorgedrungenen öftr.
Truppen vom Kampfe abzustehen und
iu eine Defensivstellung sich zurückzuzie-
hen genöthigt waren. Bei dieser Gele-
genheit bot
sich F. freiwillig an, mit den
Vortruppen den andrängenden Feind so
lange aufzuhalten, bis die zurückgedräng-
ten Truppen ihre neue Stellung genom-
men hatten. Mit Bravour und Tact löste
F. seine Aufgabe. Im Juni wurde F.
Oberst-Lieutenant. In der Schlacht von
Wagram (5.u. 6. Juli 1809) zeichnete
sich F. wieder aus, indem er unter dem
heftigsten Kanonenfeuer dieAufstellung des
Kolowrat'schen Corps ans den Höhen
von Stammersdorf bewerkstelligte.
Am 24. Oct. erhielt er das Mar. There-
sien-Kreuz, im Sept. 1810 den Freiherrn-
stand. Am 12. Aug. 1813 wurde er zum
Oberfteu uud Chef des Generalstabes der
innerösterr. Armee ernannt und that sich
bei Tarvis (7. Oct.) und bei der Mühl-
bacher Klause hervor. Im Feldzuge
vom 1.1815 befand er
sich bei der gegen
Neapel operirenden Armee des Feldmar-
schall-Lieutenants Baron Bianchi und
war in der Schlacht bei Tolentino nahe
daran, mit Bianchi zugleich gefangen zu
werden. Am 28. März 1821 wurde F.
Generalmajor und Brigadier in Mähren,
den 12. Mai 1833 Feldmarschall-Lieute-
nant und Divisionär in Galizien, 1834
Inhaber des Inf.-Reg. Nr. 35, und 1836
Divisionär in Preßburg, wo er, 64 Jahre
alt, starb.
Oeftr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg.
von Hirten feld u. Dr. Meynert (Wien
18öi) II. Bd. S. 421. — Hirtenfeld ( I .
vr.), Der Milit. Mar. Theresien-Orden (Wien
1857, Staatsdruckerei, Lex. 8°.) S. 965 und
1746. — Adelftands-Diplom vom 1. Novbr.
1808. — Freiherrnstands - Diplom vom 14.
Sept. 1810 lschon der Vater des Obigen,
General-Major Karl Fleischer wurde nach
47jähriger Dienstleistung in der Armee in
den Adelstand mit dem Prädicate „von Ai-
chenkranz" (sie) erhoben. Das Wappen
bestand aus quergetheiltem Schilde; im oberen
silbernen Felde ein grüner Eichenkranz, im
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon