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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 267 -
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267 unteren blauen Felde ein an der Spitze grün bewachsener schroffer Felsen, den Lilienftein in Sachsen vorstellend, wo der General seine erste Wassenthat 1756 in sächsischen Diensten vollbracht hatte). Nach der Erhebung in den Freiherrnftand mit dem Prädicate Fleischer von Eichenkranz (14. Sept. 1810) wurde das Wappen etwas abgeändert, u. z. in einen quergetheilten Schild, in dessen oberem rothen Felde ein blank geharnischter Arm mit zum Kampf gerichtetem Säbel, im unteren silbernen Felde ein befruchteter Eichentranz. Auf der Freiherrnkrone, welche den Schild bedeckt, erhebt sich ein in's Visier gestellter gekrönter Helm, aus dessen Krone zwei rothe in der ^ Mitte eine weiße einwärtsgebogene Straußen- feder hervorwachsen. Fln,Alois (Theolog und Schrift- steller, geb. in Tyrol). Zeitgenoß. Stu- dirte Theologie, war später Redacteur des Tyrolerboten und im I . 1848 Abge- ordneter des Bezirkes Landeck in Tyrol für das Frankfurter deutsche Reichspar- lament; er bekleidete 1353 die Stelle eines Consistorialrathes u. Professors der Aesthetik in Innsbruck. Der „Bote für Tyrol und Vorarlberg" 1858, Nr. 206 <10. Sept.) meldet in einer Correspon- denz ääo. Rom30. Aug. F.'s Ernennung durch Se. Heiligkeit Papst Pius IX. zum ki'k6ig.tu8 äoui68tiou8 und zum Auditor der 63.01-2. Nota. Unter seinen im Drucke erschienenen Schriften sind zu nennen : „Bilder ans den Krieg5?eitell Gq» rals. Geschichtliche nnb poetische Glziihlnngrn" (Innsbruck 1846,12°.), worin erScenen aus dem I . 1809 und der Schlacht am Gezlerberge im Oberlande nach Aussa- gen lebender Zeugen erzählt; auch erschie- nen von ihm Novellen, Gedichte und ästhetische Aufsätze zerstreut in Tyroler Blättern, in deren ersteren sich ein t'räf- tiges nur manchmal zu derbes Talent, in letzteren eine geläuterte Kunstansicht kundgibt. Später rrat er mit einem selb- ständigen historischen Werke hervor: „Nie Mütiharter. Oin Beitrag M Geschichte Tirols im 19. Jahrhundert" (Innsbruck 1852, gr. 8°.). Ueber seine Thätigkeit im Frank- furter Parlament gibt Laube im unten angegebenen Werke Nachricht; daselbst heißt es aus Anlaß der Debatte, ob Wälschtyrol aus dem deutschen Bunde wegzulassen sei: „Der Pre- diger aus Landeck Flir hatte das ganze Thema in einer bündigen, vortrefflichen Rede unter allgemeinem Beifalle voll- ständig erschöpft. Darin war nachgewie- sen, daß Wälschtyrol seit Kaiser Otto I., seit 950 deutsches Reichsfürftenthum gewe- sen, daß Trient im 16. Jahrhunderte zum Sitze des Concils gewählt worden, gerade darum, weil es noch eine deutsche Stadt sei und daß selbst in jenen Städten, welche durch Betrieb der Bischöfe in der Sprache verwalscht worden, das deutsche Wesen heute noch das allein herrschende sei; daß zum Beweise dafür jetzt in so aufgeregter Stimmung die Walschtyroler Bauern bewaffnet den Italienern entgegentreten und die vortrefflichsten Kaiserjäger seien, so daß man sich überhaupt vor unbeding- ter Durchführung des Nationalitätsprin- cipes doch weislich hüten möge." Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (1847) S. 240: „Skizzen aus Tyrol" (S. 242). — Laube (Heinr.), Das erste deutsche Parla- ment (Leipzig 1849, Weidmann, S°.) II. Bb. S. 152. — Katholische Blätter aus Tyrol (Innsbruck, 8°.) XI. Jahrg. (1853) I. Vd. S. 64 (zu Ende des Aufsatzes über Maler G. Flatz). Flor, Franz (Arzt und F ach schrift- steller, geb. zuGroßwardein 1809). Besuchte die untern Schulen in N.-Kö.- roly, die Philosophie in Großwardem. Die Medicin vollendete er in Pesth. Im I. 1833 wurde er Professor der Medi- ein, später der Chirurgie; 1836 zum Ehrendoctor der Stadt Pefth ernannt. 1848 war er ärztlicher Sectionschef im Kriegsministerium. Seit 1838 ist F. cor- respondirendes Mitglied der ungar. Aka- demie. Seine literarischen Werke sind: ttk") d. i. Lehre über die Belebung der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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