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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 273 -
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273 ratur- und Anzeigeblatt", 5Bde. und das „Notizenblatt", 3 Bände), ein Blatt, das in der Reihe der besten dieses Faches steht und einer großen Verbreitung im In- und Auslande sich erfreut, ist F. noch der Verfasser des Berichtes über die 26. Classe in dem von dem kais. österr. Ministerium für Handel und Gewerbe herausgegebenen Gesammtberichte über die Pariser Industrie-Ausstellung und des Berichtes über die „Lithographie" im französischen Gesammtberichte. Von vielen Akademien, darunter von der Akademie der schönen Künste in Venedig, der kais. russ. Akademie in St. Petersburg, der königl. Akademie der Wissenschaften in Brüssel, der königl. Societät der Archi- tekten in London, ist F. Ehren- und cor- respond. Mitglied. Von seinen Söhnen widmen sich zwei Heinrich und Emil der Kunst des Vaters. — Heinrich hat nach beendeter Bildung in Wien sich auf Reisen in Italien, Frankreich und Eng- land für das praktische Leben vorbereitet und ist über Vorschlag Sr. kais. Hoheit des Erzh. Karl Ludwig mit der Aus- arbeitung und Ausführung der Pläne zur Restauration des Schlosses Ambras beauf- tragt. — Der dritte Sohn Friedrich führt die Leitung der von dem Bater be- gründeten artistischen Anstalt, mit welcher in neuerer Zeit eine Buchdruckerei in Verbindung steht und welche bereits zu den namhaften Instituten dieser Art in der Residenz zählt. Nagler (G. K. Dr.), Neues allg. Künstler- Lexikon (München 1835 u. f., 8°.) IV. Bd. 'S. 386. - Müller (Franz), Die Künstler aller Zeiten u. Völker (Stuttgart 1857, Ebner und Seubert, Lex. 8°.) II. Bd. S. 78 lbeide Werke mit sehr dürftigen Daten über F.). — Franll (L. A. Dr.), Sonntagsblätter 1842, S. 864: „Oehlmüllers Nachlaß" lbiesen Nach- lutz hat F. auf der Architekten-Versammlung zu Leipzig angekauft). Förster, Emanuel Alois (Composi- tour, geb. zuNiedersteine in Schlesien 26. Iän, 1747, gest. in Wien 12. Nov. z». Wnrzbach, biogr. Lexikon. IV. 1823). Besaß ein so hervorragendes mu« sikalisches Talent, daß er ohne Meister sich in dieser Kunst ausbildete. Früh componirte er Sonaten und Conzerte für das Piano; zugleich besuchte er die lateini- schen Schulen, u. trat dann in eine Wirth- schaftskanzlei, in der sein Vater als Ver- walter diente. Später wurde er sogar genöthigt Kriegsdienste in der preußischen Armee zu nehmen. Nachdem er dieselben verlassen, ging er nach Wien und widmete sich ganz der Musik. Bald wuchs fein Ruf als Lehrer des Generalbasses und der Composition, insbesondere nachdem er einige tüchtige Schüler gebildet. Im I . 1306 erschien seine „Anleitnng zum Geiu- ralbas«" (Wien, Artaria), ein Werk aus« gezeichnet durch seine Faßlichkeit und Vermeidung aller nutzlosen Längen, ohne deshalb lückenhaft zu sein. Als Ergänzung dazu erschienen 1823 seine „Praktischen Veispiele znr Gemralllaz25chnlk", worin er sich als tüchtigen Kenner der Harmonielehre beurkundet. Seine Compositionen für den Gesang, das Piano und die Violine, meistens Sonaten, Quartetten, Varia- tionen über beliebte Themen aus Mo- zarts Opern u. d. m. zählt Gerber im unten bezeichneten Werke namentlich auf. Förster, im Leben ein liebens- würdiger, sanfter und bedächtiger Mann, ein Menschenfreund in der vollen Bedeu- tung dieses Wortes, starb als Greis von 84 Jahren. Sein Porträt befindet sich in der.Bildergallerie der Gesellschaft der Musikfreunde des öfterr. Kaiserstaates in Wien. Gerber (Ernst Ludwig), Neues histor.-biogr. Lexikon der Tonlünstler (Leipzig 1812, Kühnel, gr. 8°.) II. Bd. Sp. 158- — Dlabacz (Gottfried Johann), Allg. hiftor. Künstler- Ler.ilon für Böhmen (Prag 181Z, 4°.) I. Bd. Sp. 412 n^ach diesem ift er in Böhmen 1757 geb.). — Wiener Zeitung vom Jahre 1803 S. 4464. — Oeftr. National-Eucyllopädie (von Grä'ffer u. Cz ikann), (Wien 1335) II. Bd. S. 159 lnach dieser geb. 26. Jänner 1747, geft. 12. Nov. 1823). — Allg. Wiener
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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