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ten als: „Hnncoii
1785, auch Neapel 1787, 8°.).
Ebert Nr. 7761^ j — und Gibelin gab
heraus: 7, ObHST'vcltio?« H?^Fi^«e5 et c^i-
migu«" (?g.i-i3 1784). Auch sind
mehrere seiner Abhandlungen in den
MkkilosopQ. I'rg.ngg.eüous" und in den
Schriften derTuriner Akademie enthalten,
welche letztere Qusrard in der unten
bezeichneten Quelle anführt. Im hohen
Alter noch unternahm F. die Ausführung
einer colossalen Statue aus Holz, welche
den menschlichen Organismus nach seinen
einzelneu Theilen darstellen sollte. Bei-
nahe war diese zu ihrem Ende gediehen,
als ihn in Folge eines Falles, den er auf
der Straße gethan, der Tod im Alter
von 73 Jahren dahinraffte. Auf seiuen
mehrjährigen Reisen auf dem Continente
hatte er die Koryphäen der Wissenschaft
kennen gelernt, mit denen er einen leb-
haften brieflichen Verkehr unterhielt.
HlanM söwsepIie), Nloxia äella, vita, 6i ?.
?outLMÄ (I^via 2812, 8°. u. Hlaililüä 1813,
8°.). lBei Eröffnung der Vorlesungen an.der
Universität zu Pavia 1812 von M. vorgetra-
gen.)— Bernoui l l i , Zusätze zu den neue-
sten Nachrichten von Italien I. Bd. S. 251
—254. — Sprengel, Geschichte der Arznei-
kunde V. THI. S. 95, 196, 4ö7. — 6nci>
elopeäia itaiiana» (Vi.n6öi3 1850, i'aZSO,
I.ex. 8°.) ^.pvonäics lago. 270, 3. 619. —
HusraT-6 s^. Hl.), 1.2 Granes littsrairs (I^ris
1829, ?irlQiQ Diäot, 8°) I I I . Lä. 8. 152
M t der irrigen Angabe des Jahres 1812 als
Todesjahr). — üucielopeäia, xopui2,is (1u-
?iQ 1846). — Baur (Samuel), Allgem.
histor.-biograph.-literarisches Handwörterbuch
aller merkwürdigen Personen, die im 1. Iahr>
zehend des i9.Iahrhundts.gestorben sind (Ulm
1816, Stettini, gr. 8°.) I. Bd. Sp. 413. —
(Brockhaus) Eonversations-Lexilon (10. Aufl.)
VI . Nd. S. 135. — Oestr. Nat.-Encyllopädie
(von Gräffer u. Czilann), (Wien 1835)
U. Nd. S. 160. — Fontana's Namen
erwies die Wissenschaft eine in der Natur-
wissenschaft übliche Ehre: sie nannte den bei
den Thieren im vorderen Theile des Strah--
lenbandes (1.13. eiliars), beim Menschen in
der Furche am vorderen Ende der sclsroticH
vorkommenden Canal: Caualis k'ontHnae.
Anatomen wollen den von Ruysch u. Ho- vius beschriebenen, in ber Anatomie unter
dem Namen Siuus venöse Hovii bekannten
ringförmigen, venösen Blutbehälter mit dem
Okmaiig?aut»2Ä0 identisch finden.
Fontana, Franz Ludwig (Cardinal
und Präsident der Propaganda, geb. zu
Casalmaggiore 27. Aug. 1750, gest.
zu Rom 19. März 1822). Bruder des
Mari an (s. d. S. 283), trat gleich ihm
in den Barnabiter-Orden und legte 1767
das Gelübde ab. Nach beendeten theolo-
gischen Studien begleitete er den Pater
Ermenegild Pini auf feiner im Auftrage
der Kaiserin Maria Theresia 1772
unternommenen Bereisung der Klöster
Ungarns. Nach Italien zurückgekehrt,
übernahm er mit Pini zugleich die Lei-
tung des Collegiums Santa Lucia in
Bologna, wurde dann Professor der Be-
redsamkeit am Collegium zu Mailand,
wo er namentlich als Philolog im Grie-
chischen glänzte, hierauf erwählte ihn sein
Orden zum Superior der Mailänder
Provinz, in welcher Stellung er bei der
damaligen Gährung und Mißstimmung
gegen die geistlichen Orden durch seine
Umsicht und seinen Tact bewirkte, daß
sein Orden alle bisher von demselben
geleiteten Anstalten behielt. Als Papst
Pius VII. 1804 sich nach Frankreich be-
gab, war F. sein Begleiter. Er wurde
nun General-Procurator seines Ordens
und endlich Ordens-General. Als Bo-
napa r t e im 1.1809 alle Ordensgenerale
aus Rom nach Paris beorderte, ging F.
auch dahin ab, wnrde aber beschuldigt,
diese Maßregel in einem Briefe an den
heil. Bater getadelt zu haben; zugleich
hatte F. mit dem Mons. P. Oregorio
(nachmaligem Cardinal) das Breve vom
5. Nov. 1810 unterzeichnet, mit welchem
der Cardinal Maury zum Erzbischof von
Paris ernannt ward. In Folge deffen
wurdeF. mit noch mehreren anderenGeift-
lichen im Iänn. 1811 verhaftet und nach
Vincennes geführt, wo er als Staats-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon