Seite - 291 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
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pen gibt Knefchke in seinen «Deutsche»
Grafenyäusern" l l l . Bd. S. 124 an.1
Forgu. Georg (Arzt, geb. zu Tö-
sz eg im Pefther Eomitat 1787, gest. zu
Lovri im Torontaler Comitate 17. Juli
1831). Die niedern Schulen besuchte er
in CzegM und Iäszber6ny. 180S kam
er nach Pefth, wo er die philosophischen
und medicinischen Studien hörte und
1812 Doctor der Medicin wurde. 1816
ward er Phystkus des Pesther Eomitates
und Mtglied des medicinischen Profef-
foren-Collegiums. Seit 1820 Anhänger
der Heilmethode Hahnemanns. besorgte
er die Uebersetzung des „Organon" in's
Ungarische, das unter dem Titel: „
, d. i.
Organon der Heilkunst oder Homöopathie
des Samuel Hahnemann (Pesth 1830)
erschien. Zur Zeit der Cholera hat er
die Sanitäts - Erlässe der Regierung mit
Beifügung der zur Anwendung in dieser
Krankheit besonders empfohlenen Heil-
mittel unter dem Titel: „lkaHüik as
«ge5Hegl»-e «g^ eio" Uvataloknak ^ d. i. An-
weisung für die Sanitätsämter (Pefth
1831) herausgegeben. Am 17. Februar
1831 hat ihn die ungar. Akademie zum
correspond. Mitgliede ernannt. 1835
trat er zur Heilung eines langjährigen
Uebels, an welchem er litt, eine Reise in
die Bäder von Buzig.s an; aber «r starb
unterwegs im Alter von 4-4 Jahren. In
seinem Testamente hat er zahlreichen ge-
meinnützigen und wohlthätigen Anstalten
Vermächtnisse hinterlassen.
d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreib. Zweiter, den ersten ergänzender
Band (Pefth 1368, Ios. Gyurian, 8°.) S. 83. —
VMb ^oriismorstolc tära.,b.i.Ungr.Convers.-
Lexilon (Pefth 1850, Heckenaft)!!. Bd. S. 309.
Formaleoni, Vincenz (Geschicht-
forscher und Reisender, geb. zu Be-
nedig 1752, gest. zu Mantua 1797). Studirte in seiner Vaterstadt, wollte an-
fänglich Theolog werden, gab aber balb
diesen Gedanken auf und machte Reisen
nach Egypten, an die Gestade des schwar-
zen Meeres, lebte einige Zeit in Eonstau-
tinopel und kehrte zuletzt nach Venedig
zurück. Einige dramatische Versuche, welche
er zur Darstellung brachte, mißglückten,
und nun verlegte er sich
auf geschichtliche
und geographische Arbeiten und mit un-
gleich mehr Glück. Durch feinen lebhaf-
ten Charakter gerieth er in jener aufge-
regten Zeit in solche Verwicklungen, daß
er Venedig verlassen mußte. Er floh nach
Trieft, dann nach Paris, wo er sich der
Entwürfe zu bemächtigen wußte, welche
eine Darstellung der Absichten Frankreichs
mit der Republik Venedig enthielten;
glücklich entkam er u< fand eine Zuflucht m
Mailand, wo er aber später verhaftet, in
die Festung Mantua gebracht wurde, und
dort — 45 Jahre alt — starb. Seine
Schriften enthalten werthvolle Beiträge
zur Geschichte und Geographie Venedigs.
Die wichtigsten derselben sind:
cli ?en55«^ (VOQ6613 1777, 8°. Mt
1 XHrto); — yIaFFio «Ha n^uiica an>-
tica clsi ?e»ieH«i7tt" (Veneck^ 1783),
französisch übersetzt (Venedig 1788, 8°.).
Dieses Werk wurde in die
6ib tran^gb Abtheilung
62 Karins ohne auch nur an Einer
Stelle des Autors Namen zu nennen,
aufgenommen, und Formaleoni trat
gegen dieses Plagiat öffentlich auf: —
gaesions nsl inas nel-o", 2 Zcl.6. (Vs-
nsäiF 1778, 12°), in's Französische
übersetzt von D'Henin (Ebenda 1789).
In Handschrift hinterließ er eine Fort"
setzung dieses Werkes, ferner eine größere
Arbeit über den Ursprung Venedigs und
ein „DisionHi'io topogs-o^co) ston'co, einie
scl eeononnco clslio Htato vsnsto". Auch
befindet sich bei seiner Uebersetzung des
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon