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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 294 -
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294 Theimer vermalt, welche zu ihrer Zeit die „erste Zerline" wie er seiner Zeit der erste „Don Juan" war Die einzige Tochter anS dieser Ehe starb m der Blüte der Jahre. Fort i , der Günstling der Muse des Gesangs, auch jener der Göttin des Glllses: in einer Güterlotterie hatte er den gro ßen Treffer gemacht. Er lebt seit Jahren zurückgezogen von der Welt und fast sei neS Augenlichtes beraubt in Wien. Allgem. Wiener Musik-Zeitung, herausgeg. von Aug. Schmidt 1842, II. Jahrg. Nr. ft2—64 „Das Debüt eines Sängers." — Der Spiegel für Kunst, Eleganz und Mode (Pefth u. Ofen, gr. 8°.) 1842, XVI. Jahrg. Nr. 30 und 31 Derselbe Aufsatz von Anton Bentert, worin die Wahrheit dieses Vorfalles, der das erste Auftreten des nachmals berühmt gewordenen Sängers Forti erzählt, verbürgt wirdi. — Oeftr. Nat.-Encyklopädie <von Gr äffer und Czilann), (Wien 1335) II. Bd. S. 166 lnach diesem geb. 8. Juni 1790). — Schil ling (G. vi.), Das musikalische Europa (Speyer 1542, F. C. Neidhard, gr. 8«.) S. 99 Fortis, Eugenia (Dichterin, geb zu Mailand 4. Iänn. 1822). Tochter des reichen Juweliers Salomon Pavia, zum ersten Male vermalt mit Giuseppe Gentilomo, zum zweiten Male (1856) mit Leone Fortis, daher sie öfter als Eugenia Pavia-Gentilomo-Fortis erscheint. Früh schon zeigte Eugenie einen ungewöhnlichen Geist, der durch eine wissenschaftliche Erziehung geleitet von Männern wie Egyd De Magri (vergl. III. Bd. S. 228) und Giuseppe Sacchi sich auf das vortheilhafteste ent- wickelte. Ihren Vater — der überdies sardinischer Hofjuwelier war — beglei- tete sie öfter auf feinen Reisen in Italien und der franz. Schweiz und lernte in Venedig Giuseppe Gentilomo kennen, mit welchem sie sich 1839 — 17 Jahre alt — ehelich verband. In die Zeit ihres Aufenthaltes in Venedig fällt die Bekannt» schaft mit Luigi Earrer (f. d. II. Bd. S. 292), welche für ihre poetische Gei. stesrichwng nichtohne Einfluß blieb. Noch hatte fie nichts von ihren Poesien veröffent- licht, als aber der Tod im März 1844 ihr den ersten Gatten entriß, brachte sie das in glücklicheren Tagen begonnene und nun erst beendete Gedicht ^ieavle« zum Drucke (Venedig 1847, Cecchini, 8°.). Das in Versi soioiti verfaßte Gedicht bat den Besuch der Königin Saba bei Salomon zum Gegenstand und gehört zu den lieblichsten Erscheinungen der mo- dernen italienischen Poesie. Mit diesem Gedichte zugleich erschienen mehrere bibli- sche Idyllen: als Rebecca, der Tod Ja- cobs, mehrere Psalmen Davids in Sefti- nen, mehrere heil. Gesänge aus hebräi- schen Dichtungen des XI. und XII. Jahr- hunderts, worunter, eines die „Zerstörung Jerusalems". Die neueste Sammlung ihrer Dichtungen unter demTitel: 5>o«ie«, 2 ö^ie. (VkQOäiß 1857, tovion, 8°.), ist den Manen Carrers gewidmet. Außer mehreren noch hand- schriftlich bewahrten Schöpfungen ihres Genius, darunter ein schmückt sie mit ihren Arbeiten die be- liebtesten Journale und Almanache Ita- liens , von denen wir nennen ihre Can- zone auf den Bildhauer Luigi Minisini in der „kivigtg. Vsnetg.^ 1656 (Nr. 8) und die „^3p«tola ail" ili. /loso/o e sen't- e6i<u5.Ziancüetti«, im XXIII. Jahr- gange der sti-eunk itäUauI' (Mailand, Verona, Venedig bei Ripamonti C ar- pano). Verstorbene und noch lebende Dichter und Gelehrten, unter ersteren in Grossi, Paravia, Carrer, unter etzteren der gelehrte Orientalist Bian- chetti von Treviso. der jüngst (1858) verstorbene GräcistFelice Bellotti, der Dichter Benassü, Montanari von Verona, der treffliche Uebersetzer Schil- ers, Moore's und Miltons, Eav. Andrea Maffei, feierten in Wort und Schrift die geistreiche Dame. DaS
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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