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Or»tio in
»ti. VenetiRruin (Vene
Hle 1?41, 4"). — Ueber Alvls» P««lo,
Procnrator von S. Markus: 2at>5o
), Orarione »ontt» pv' «olenni luue-
«o äi S. »»roo (Veveäiß «. s. (»m 1822),
z».). _- ueber ^«a»c«sco, Doge vo« Vene-
»ig (gewählt 15. April 1433, gest- 30. Oct.
1457): ^o^na^o (F'iaminio),
«o,n, Duois Veueti»rum eto.
1768, 4°). — F'o«oa»>ini szl»"eo))
ter»tu» Vene«i»n» (Veneäi^ 1864, tt»tt«j,
zi. 8".) Voluiue nuiou 8. 315. Anmerkung
1. — Ueber Gir«l«n»«, Podefta von
Xreviso: I.ailT'sato (F'lv'-inllo), ftdiriHuäi äi
trioulali per 1« ßwn« öli <5. ?050
»^ äi Ireviei (Irvvko 1646, 4".).
Foscarwi, Marcus (Doge von Ve
uedig und Literaturhistoriker, geb.
zu Venedig nach dem Panteon Veneto
4. Febr. 1695, gest. ebend.31.März1763).
Ein Sproß des alten und berühmten
Hauses der Foscarini, das manchen
glorreichen Namen in seinen Reihen zählt.
Sohn des Staatsmannes Nicolaus F.
aus der Ehe mit Eleonore Loredan.
Wurde im Eoüegium der Gesellschaft
Jesu zu Bologna gebildet. Im Alter von
20 Jahren begleitete er feinen Vater,
der als außerordentlicher Botschafter der
Republik an den Pariser Hof sich
begab.
Nach seiner Rückkehr trat er in Dienste
der Republik und bekleidete die verschie-
deneu Stellen der Magiftratur. Im I .
1732 wurde er Gesandter der Republik
am Wiener Hofe, eben als Rußland und
Oesterreich mit Frankreich über die Wahl
eines polnischen Königs stritten. F. als
Gesandter einer fremden Macht, beob-
achtete scharfen Blickes die Zustände, und
aus jener Zeit rührt der berühmte Be-
richt an seine Regierung, der unter dem
Titel: »<3to»-iH ai-cana elel fegno cli
(?»»-lo ?I. InP«-ato«", herausgegeben
im V. Bande des „^ckivio stoi-ioo
itklilwo" (^loi-eui 1843) vou Thom.
Var, bekannt ist, und sich
im handschrift- lichen Nachlasse vorfand. Nach G a rzo ni's
Tode ernannte ihn (1735) die Republik
zu ihrem Hiftoriographen; doch weder bei
Lebzeiten gab er etwas über die politische
Geschichte Venedigs heraus, noch fand sich
in feinem Nachlasse etwas davon vor.
Nach feiner Abberufung von Wien ver-
fügte er sich in gleicher Eigenschaft nach
Rom, wo er bis zu Clemens XII. Tode
verblieb, noch die neue Papftwahl, aus
welcher Benedict XIV. hervorging, mit
allen feinen Kräften beeinflussend. Im
I. 1743 kam er als Gesandter nach Tu-
rin , mit welchem Hofe durch seine Ver-
mittlung die seit 70 Jahren unterbro-
chenen Beziehungen wieder aufgenom-
men wurden. Die Republik zeichnete ihn
für seine Verdienste mit allen Ehren
aus und ernannte ihn zum Procurator
von S. Marcus, stellte ihn an die Spitze
der Staatsbibliothek, übertrug ihm die
Reform und Leitung des Studienwesens
in Padua, womit er später noch einmal
betraut wurde, immer wieder die tüchtig-
sten Männer an die Hochschule heranzie-
hend, und Verbesserungen im Unterrichte
einführend. Am 31. Mai 17K2 erhielt er
nach Franz Loredano's Tode die höchste
Staats«, die Dogenwürde, welche er
aber nur 10 Monate bekleidete. Wenn
er länger gelebt hätte, würde seine Ver-
waltung nicht ohne Einfluß auf die Re-
gierungsform geblieben sein, denn schon
in dieser kurzen Zeit nahm der große
Rath mehrere seiner Reglements an,
welche den Einfluß des Dogen auf die
Verwaltung steigerten. Als er erkrankte,
wurden öffentliche Gebete für sewe Gene-
sung angestellt, er erlag aber im Alter
von 67 Jahren. Obgleich stets mit den
wichtigsten Staatsgeschäften betraut, blieb
ihm die Liebe für die Wissenschaften, de-
nen er in frühester Zeit huldigte, durch
das ganze Leben eigen. Schon als Jung«
ling trug er einen „H«co«o H l^a nece^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon