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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 299 -
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293 Or»tio in »ti. VenetiRruin (Vene Hle 1?41, 4"). — Ueber Alvls» P««lo, Procnrator von S. Markus: 2at>5o ), Orarione »ontt» pv' «olenni luue- «o äi S. »»roo (Veveäiß «. s. (»m 1822), z».). _- ueber ^«a»c«sco, Doge vo« Vene- »ig (gewählt 15. April 1433, gest- 30. Oct. 1457): ^o^na^o (F'iaminio), «o,n, Duois Veueti»rum eto. 1768, 4°). — F'o«oa»>ini szl»"eo)) ter»tu» Vene«i»n» (Veneäi^ 1864, tt»tt«j, zi. 8".) Voluiue nuiou 8. 315. Anmerkung 1. — Ueber Gir«l«n»«, Podefta von Xreviso: I.ailT'sato (F'lv'-inllo), ftdiriHuäi äi trioulali per 1« ßwn« öli <5. ?050 »^ äi Ireviei (Irvvko 1646, 4".). Foscarwi, Marcus (Doge von Ve uedig und Literaturhistoriker, geb. zu Venedig nach dem Panteon Veneto 4. Febr. 1695, gest. ebend.31.März1763). Ein Sproß des alten und berühmten Hauses der Foscarini, das manchen glorreichen Namen in seinen Reihen zählt. Sohn des Staatsmannes Nicolaus F. aus der Ehe mit Eleonore Loredan. Wurde im Eoüegium der Gesellschaft Jesu zu Bologna gebildet. Im Alter von 20 Jahren begleitete er feinen Vater, der als außerordentlicher Botschafter der Republik an den Pariser Hof sich begab. Nach seiner Rückkehr trat er in Dienste der Republik und bekleidete die verschie- deneu Stellen der Magiftratur. Im I . 1732 wurde er Gesandter der Republik am Wiener Hofe, eben als Rußland und Oesterreich mit Frankreich über die Wahl eines polnischen Königs stritten. F. als Gesandter einer fremden Macht, beob- achtete scharfen Blickes die Zustände, und aus jener Zeit rührt der berühmte Be- richt an seine Regierung, der unter dem Titel: »<3to»-iH ai-cana elel fegno cli (?»»-lo ?I. InP«-ato«", herausgegeben im V. Bande des „^ckivio stoi-ioo itklilwo" (^loi-eui 1843) vou Thom. Var, bekannt ist, und sich im handschrift- lichen Nachlasse vorfand. Nach G a rzo ni's Tode ernannte ihn (1735) die Republik zu ihrem Hiftoriographen; doch weder bei Lebzeiten gab er etwas über die politische Geschichte Venedigs heraus, noch fand sich in feinem Nachlasse etwas davon vor. Nach feiner Abberufung von Wien ver- fügte er sich in gleicher Eigenschaft nach Rom, wo er bis zu Clemens XII. Tode verblieb, noch die neue Papftwahl, aus welcher Benedict XIV. hervorging, mit allen feinen Kräften beeinflussend. Im I. 1743 kam er als Gesandter nach Tu- rin , mit welchem Hofe durch seine Ver- mittlung die seit 70 Jahren unterbro- chenen Beziehungen wieder aufgenom- men wurden. Die Republik zeichnete ihn für seine Verdienste mit allen Ehren aus und ernannte ihn zum Procurator von S. Marcus, stellte ihn an die Spitze der Staatsbibliothek, übertrug ihm die Reform und Leitung des Studienwesens in Padua, womit er später noch einmal betraut wurde, immer wieder die tüchtig- sten Männer an die Hochschule heranzie- hend, und Verbesserungen im Unterrichte einführend. Am 31. Mai 17K2 erhielt er nach Franz Loredano's Tode die höchste Staats«, die Dogenwürde, welche er aber nur 10 Monate bekleidete. Wenn er länger gelebt hätte, würde seine Ver- waltung nicht ohne Einfluß auf die Re- gierungsform geblieben sein, denn schon in dieser kurzen Zeit nahm der große Rath mehrere seiner Reglements an, welche den Einfluß des Dogen auf die Verwaltung steigerten. Als er erkrankte, wurden öffentliche Gebete für sewe Gene- sung angestellt, er erlag aber im Alter von 67 Jahren. Obgleich stets mit den wichtigsten Staatsgeschäften betraut, blieb ihm die Liebe für die Wissenschaften, de- nen er in frühester Zeit huldigte, durch das ganze Leben eigen. Schon als Jung« ling trug er einen „H«co«o H l^a nece^
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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