Seite - 300 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Bild der Seite - 300 -
Text der Seite - 300 -
300
«i ck Kepubblü»" vor
Abgedruckt ^per noxas 2s
L919); — F.'s Hauptwerk ist:
Db otto
), wovon nur der l. prächtig ge-
druckte Band erschien ftergl. Ebert,
Bibl. Lexikon Nr. 7823^. F. theilte sein
Werk in zwei Haupttheile, der erste sollte
die für denStaat wichtigen Wissenszweige,
ber zweite diejenigen enthalten, welche
zu seinem Schmucke dienen. Nur den
ersten hatte F. herausgegeben, die Mate
rialien für den zweiten ließ er in Hank
schrift zurück. Das Werk machte in Ita-
lien großes Aussehen und Cardinal An>
gelo Maria Quer in i erörterte dessen
Borzüge in drei Briefen an seinen Neffen
Andreas, welche auch gedruckt sind.
<Brescia 1753). Bon den Staatssli'rif.
ten, Berichten und Reden F.'s sind weh-
rere in neuerer Zeit im Drucke erschie-
nen U.z.: ^Ksiasione ciei «ag^ia <n 6a»-
äegna n s i ^ F ^ d.i. F.'s Bericht an den
Senat über seine Gesandtschaft in Turin
1742/45; Penneck brachte denselben
im >2l6roui-i0 ita1jg.no" zu Lon-
don, undCibrar io druckte ihn 1630
nach, ihn mit Berichtigungen und Erläu-
terungen versehend; eine deutsche Ueber»
setzung erschien von dem Geschichtforscher
Friedrich Hurter (St. Galleu 1817,
8".); — „Hagionamsnto
(abgedruckt p
äin-6e V^ggeti 1826); — „
letta t« HsaMO^ Oonn'Ftto il
^7. Dicemb^e 2747" (abgedruckt z>6r
Q0ITS K.6^li - 0ei'NH2.i^i), Worin er
die Absendung einer Commission nach
Dalmatien verlangte, um die daselbst in
der Verwaltung eingeschlichenen Miß-
bräuche zu untersuchen und abzustellen,
mit welcher Rede er mit 759 Stimmen
unter 803 Stimmenden den Sieg davon
trug. Seine ^HsonoZssa/k» cle» ^ steht im V. Bande
des „Xrolnvio storioo" mit seiner fchvu
erwähnten „6to?-ia ascema" zugleich ab-
gedruckt. Der größere Theil seiner übrige»
Arbeiten zugleich nnt seiner werthvolleu
Bibtlothek befindet
sich noch in Handschrift
und im Besitze der taiserl. Hofbibliochek
iu Wien, welche den Nachlaß von den
Erben (November 1799 um 10,500 lir.
ven.) käuflich an sich gebracht hatte.
Tomafo Gar im bereits erwähnten V.
Bande des y^i-ouivio swrieo^ theilt
einen raisonnireRben Katalog dieser kost-
baren Sammlung mit. Unter seinen Hand<
schriften sind zu nennen: „Vier Mhallil»«-
gtn über i>ie Mrttloöe der Geschichtzchrtibung";
— seine „GesnndtHchllttzbrrichtt «uz Wien n«>
Nam"; — „Memoiren über eiu^ eltle Gpachee
lnnez Ablnz", — ein lateinisches Gedicht;
„Die Darallell", viele Berichte, Informa-
tionen, Erlässen, a. politischen, national-
öconomischen, industriellen Inhaltes. —
Sein Briefwechsel aus den I . 1758—62
mit seinem Neffen SebaftiauF os carini,
Gesandten in Madrid, befand sich noch
vor einigen Jahren im Besitze der Erben.
Mehreres ist auch in der Marcusbiblio-
thek und in der 3.2000! w Ooi-rer in Ve-
nedig zu finden. Einzelnes besaßen der
Sammler Lorenzo Da Ponte und der
schon verstorb. Bibliothekar von Padua,
Ab. Dan. Francesconi. Als Staats-
mann war F. groß, scharfblickend, beredt,
ein Denker, der Wissenschaft liebte und
ehrte; als Schriftsteller unduldsam gegen
Rügen, eitel und sein Kampf mit T a r t a<-
rot t i fällt nicht zu seinen Gunsten aus 5
als Mensch schildert ihn einer seiner Bio-
graphen: „KINlQO 2P6lW KV6VK M '
p . Als ihm sein Tod ange-
kündigt wurde, ließ er sich aus seiner
Bibliothek ein ihm von dem Eardmal
Passi 0 nei geschenktes Werk: „
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon