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Leider ist diese einfache Inschrift nicht für
seinen Grabstein verwendet worden,
Porträt. Unterschrift: Ilu^o ^oseola.
xer »o. <Zwickau bei Gebr. Schumann, 4".)
Ueber die Familie ssoscalo. Naogna s^nra»
otiiie intoruo g.11». l^lu^U^ Veneta,
. äe' b'Qscolo (Venväiz 1342, 8°.).
Fossati, David Anton (Maler und
Kupferstecher, geb. zu Morco beiLu
gano 1708, gest. in Venedig nm 1780).
Entstammt einer wohlhabenden Familie,
in welcher
sich mehrere als Künstler einen
Namen gemacht haben. David Anton,
der älteste von drei Brüdern, wurde von
seinem Groß-Oheim 1720 nach Venedig
berufen, um
sich der Handlung zu wid-
men, da er aber keine Lust dazu, sondern
vielmehr Neigung für die Kunst zeigte,
gab seiu Groß-Oheim nach und David
Anton lernte bei Vincenz Mariot t i ,
einem Piaristen, der ein gewandter Av
chitektur- und Persvectiv-Zeichner war.
Als Daniel Gran, einem Rufe seines
Wä'cens des Fürsten Schwarzenberg
folgend, auf seiner Neise von Rom nach
Wien Venedig Passirte, vollendete er für
die Familie Cornaro die Fresken in
ihrer Villa und lernte bei dieser Gele-
genheit den jungen Fossati kennen,
gewann ihn und ließ durch ihn die Or-
namente und Architektur-Arbeiten da-
selbst ausführen. Als Gran nun nach
Wien reiste, lud er F. ein, ihm zu fol-
gen, was auch geschah, indem Fossati's
Großonkel ein bedeutendes Lehrgeld für
seinen Neffen dem Maler Gran bezahlte.
Anfangs 1723 kam F. mit seinem Mei-
ster in Wien an und fand genug Gelegen-
heit, sich bei den zahlreichen Arbeiten
Grans, den er darin unterstützte, aus-
zubilden. Zugleich mit der Fresko - Ma-
lerei übte er
sich nach den besten Mustern
im Oelmalen. Im I . 1727 trennte sich
jedoch F. von scinem Meister, als ihm
dieser bei Gelegenheit der Malerei der
Kuppel in der Hojbibliothek einen seines Künstler - Talentes unwürdigen Auftrag
ertheilte. F. arbeitete nun fürGagliardi
und andere Künstler. 1723 ging er nach
Preßburg, wo die von ihm vollendete
Arbeit so sehr gefiel, daß ihm der Abt
vom St. Martinsberg den Auftrag gab,
den Speisesaal des neuen Flügels im
Kloster zu malen. 1730 kehrte er nach
Venedig zurück, wohin ihu sein alternder
Onkel berufen hatte, der ihn wieder für
den Kaufmannsstand gewinnen wollte,
was jedoch nicht gelang. F. malte nun die
Villa zu Torre unweit Este im Padua-
nischen in Fresko und vollendete sie 1731.
Die Arbeit gefiel allgemein und gewann
ihm wieder des Onkels Liebe, der ihnr
nun die Reise nach Bologna und Rom
bezahlte, damit er sich vollends in der
Kunst ausbilde. Die Erreichung dieses
Zweckes erlitt einen Aufschub, als er auf
Bitten seines Onkels 1732 nach Lauis
ging, um für die Nonnen von St. Mar-
garethe die Kreuzigungsgeschichte zu ma-
len. Er vollendete diesen Auftrag und
malte noch fünf Gewölbe 2,1 lresoo. Im
Nov. 1732 starb
sein Onkel, der ihm eine
Summe von 50,000 venet. Ouokti zuge-
dacht hatte. Durch ein von einem Betrü-
ger unterschobenes Testament kam F. um
sein Erbe. Die in Folge dieses Vorfalls
entstandenenStreitigkeiten waren für F.'s
Kunstberuf wenig förderlich und dauerten
mehrere Jahre. Auch noch andere Un-
fälle drohten, ihm das Wenige, was er
besaß, zu nehmen; endlich verlegte er sich
auf den Kunfthandel. Auch mit diesem
wollte es nicht recht gelingen und nun
begann F. in Kupfer zu ätzen. Schon der
erste Versuch glückte, es sind „34 Ansichten
Venedig" . nach Marco Ricci (1743,
au. Fol.), dem GrafenAlgaro tti gewid-
mer. Seine übrigen Blätter sind: „Nie
Prrutnng Petri" (gr. qu, Fol.), nach A. Bel-
ncci; — „Nana und Callisw", uach So-
l i meua; — „Ner Nnecht Abrahams bei Ke
berrn" (gr. qu< Fol.); — „Vie Familie dr5
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon