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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 306 -
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306 Leider ist diese einfache Inschrift nicht für seinen Grabstein verwendet worden, Porträt. Unterschrift: Ilu^o ^oseola. xer »o. <Zwickau bei Gebr. Schumann, 4".) Ueber die Familie ssoscalo. Naogna s^nra» otiiie intoruo g.11». l^lu^U^ Veneta, . äe' b'Qscolo (Venväiz 1342, 8°.). Fossati, David Anton (Maler und Kupferstecher, geb. zu Morco beiLu gano 1708, gest. in Venedig nm 1780). Entstammt einer wohlhabenden Familie, in welcher sich mehrere als Künstler einen Namen gemacht haben. David Anton, der älteste von drei Brüdern, wurde von seinem Groß-Oheim 1720 nach Venedig berufen, um sich der Handlung zu wid- men, da er aber keine Lust dazu, sondern vielmehr Neigung für die Kunst zeigte, gab seiu Groß-Oheim nach und David Anton lernte bei Vincenz Mariot t i , einem Piaristen, der ein gewandter Av chitektur- und Persvectiv-Zeichner war. Als Daniel Gran, einem Rufe seines Wä'cens des Fürsten Schwarzenberg folgend, auf seiner Neise von Rom nach Wien Venedig Passirte, vollendete er für die Familie Cornaro die Fresken in ihrer Villa und lernte bei dieser Gele- genheit den jungen Fossati kennen, gewann ihn und ließ durch ihn die Or- namente und Architektur-Arbeiten da- selbst ausführen. Als Gran nun nach Wien reiste, lud er F. ein, ihm zu fol- gen, was auch geschah, indem Fossati's Großonkel ein bedeutendes Lehrgeld für seinen Neffen dem Maler Gran bezahlte. Anfangs 1723 kam F. mit seinem Mei- ster in Wien an und fand genug Gelegen- heit, sich bei den zahlreichen Arbeiten Grans, den er darin unterstützte, aus- zubilden. Zugleich mit der Fresko - Ma- lerei übte er sich nach den besten Mustern im Oelmalen. Im I . 1727 trennte sich jedoch F. von scinem Meister, als ihm dieser bei Gelegenheit der Malerei der Kuppel in der Hojbibliothek einen seines Künstler - Talentes unwürdigen Auftrag ertheilte. F. arbeitete nun fürGagliardi und andere Künstler. 1723 ging er nach Preßburg, wo die von ihm vollendete Arbeit so sehr gefiel, daß ihm der Abt vom St. Martinsberg den Auftrag gab, den Speisesaal des neuen Flügels im Kloster zu malen. 1730 kehrte er nach Venedig zurück, wohin ihu sein alternder Onkel berufen hatte, der ihn wieder für den Kaufmannsstand gewinnen wollte, was jedoch nicht gelang. F. malte nun die Villa zu Torre unweit Este im Padua- nischen in Fresko und vollendete sie 1731. Die Arbeit gefiel allgemein und gewann ihm wieder des Onkels Liebe, der ihnr nun die Reise nach Bologna und Rom bezahlte, damit er sich vollends in der Kunst ausbilde. Die Erreichung dieses Zweckes erlitt einen Aufschub, als er auf Bitten seines Onkels 1732 nach Lauis ging, um für die Nonnen von St. Mar- garethe die Kreuzigungsgeschichte zu ma- len. Er vollendete diesen Auftrag und malte noch fünf Gewölbe 2,1 lresoo. Im Nov. 1732 starb sein Onkel, der ihm eine Summe von 50,000 venet. Ouokti zuge- dacht hatte. Durch ein von einem Betrü- ger unterschobenes Testament kam F. um sein Erbe. Die in Folge dieses Vorfalls entstandenenStreitigkeiten waren für F.'s Kunstberuf wenig förderlich und dauerten mehrere Jahre. Auch noch andere Un- fälle drohten, ihm das Wenige, was er besaß, zu nehmen; endlich verlegte er sich auf den Kunfthandel. Auch mit diesem wollte es nicht recht gelingen und nun begann F. in Kupfer zu ätzen. Schon der erste Versuch glückte, es sind „34 Ansichten Venedig" . nach Marco Ricci (1743, au. Fol.), dem GrafenAlgaro tti gewid- mer. Seine übrigen Blätter sind: „Nie Prrutnng Petri" (gr. qu, Fol.), nach A. Bel- ncci; — „Nana und Callisw", uach So- l i meua; — „Ner Nnecht Abrahams bei Ke berrn" (gr. qu< Fol.); — „Vie Familie dr5
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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