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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
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311 Fracasso, IosePh(Schriftfteller, geb. in Venedig 8. Dec. 1776, gest. zu Stigliauo 20. Mai 1853). Besuchte das (ÜoiikAio äi 6. Oipriauo auf der Insel Murano in Venedig, horte schöne Literatur und Philosophie unter Cesa- rotti (s. d.), und bei dem Aufschwünge, den um jene Zeit die schönen Wissen- schaften in Italien nahmen, welches ei- nen Vincenzo Monti, Hugo Foscolo. Vitt. Al f ier i , Iul . Perticari, Hip- polit Pindemonte u. A. aufzuweisen hatte, versuchte sich auch F. auf diesem Gebiete. Nach dem Tode seines Vaters zog er sich auf das ererbte Landgut Sti« gliauo zurück, daselbst seine Muße der Lite- ratur widmend. Seine in einem stattli- chen Bande gesammelten Arbeiten ästheti- schen und kritischen Inhaltes sind ihm abhanden gekommen. Mehreres noch in Handschrift befindet sich im Besitze seines Sohnes. Seine in den gelehrten Gesell- schaften , deren Mitglied er war, gehal- tenen Borträge sind: ,. Heils laucli s clsiis oPsi's clel Oo. into?-no alio ?-i cistt' ab. L. H ^/)si cisbito c^s ^unno is be/is iettei's clsiis cls^ H?i i istte^ati clei (Saetano), Aeinnris lnnodri antiello e rsoenti (k^n» 1856) II. Lä 8. 199 fter Titel dieses Werkes übrigens trägt keine Ve- zeichnung des Bandes, es ist nur die Jahres- zahl angegeben). — 65«26tt2 ufü-ialo äi Ve- QeiiH 1863, vom 11. Juni. Fraccaroli, Innocenz (Bildhauer, geb. zu Castel Rotto (Üomune äi IleFl^riiis im Veronesischen 1805). Der Sohn unbemittelter Eltern. Durch Sorg- fält seines Onkels mütterl. Seite Franz Fagiuoli kam er 1822 an die Akademie der Künste nach Venedig, um daselbst die Bildhauerei zu erlernen, für die er seit früher Jugend nicht gewöhnliches Talent gezeigt hatte. Sechs Jahre besuchte er die Akademie, erhielt mehrere Preise und erwarb mit der Marmorgruppe „Niidi- lug, die Flügel dem Ikarus anhängend", den von der Akademie zu Mailand ausgesetzten gro- ßen Preis. Nun wurden ihm von seinen Verwandten Mittel zur Neise nach Rom verschafft, wo er 5 Jahre zubrachte und sichunterThorwaldsen u.Tenerani ausbildete. Unter seinen Arbeiten daselbst sind zu nennen: „Nie Unzchnld". Modell, natürl. Größe, später in Marmor aus- geführt für den eonts Erbe st 5, in Ve- rona, und „Ner verwundete Achilles". Für diese Sratue, welche er 1851 in London zugleich mit seinem „Vanill im Begriffe den Ztein zll schlendern" ausstellte, wurde ihm der Preis zuerkannt. 1-45 besuchte er Neapel und wohnte dem ital. Gelehrten- Congresse als Archäolog bei; 1847 be- reiste er Oesterreich und war in Wien, Pesch, Prag, besuchte auch Deutschland u. z. Dresden, München. Berlin, überall ! sich mit den Zuständen der Kunst nach ! allen ihren Richtungen bekannt machend ! und namentlich den Kunstsammlungen sorgfältige Aufmerksamkeit widmend. Au- ßer den eben genannten Werken vollen- ! dete sein Meißel noch: „Ona nach der Zünde", ! natürl. Größe, Eigenthum des Marchese < Ambr. Ubo ld i in Mailand; — „Gpizode I ans dem betlehemitiöcheil Nindermurd", Mar - ! morgruppe in Lebensgröße im Belvedere ! zu Wien; — „Monument d?5 Hsrzagz 3»rl - Omannel ll. nun Sangen", im Auftrage des Königs Kar l Albert in Marmor, in der königl. Capelle zu Turin; — „Achilles und die sterbende Prnthezilla", fur den vuek ' Litta im Palaste dieser Familie zu Mai- ' land; — „2ll8 Mllnument des neriilMten Mu- '! 5ikns Maqr". im Auftrage der Stadt Ber- gamo in der Kirche öantg. Ug.ri» NNF- ^iors daselbst^ — „Maria Magdulena" uni> „Npiztel Illhllnn«", über Lebensgröße, beide
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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