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den Tod unter der Guillotine gefnnden
haben sollen, und eine Pflegetochter
Rachel. welche in der Taufe den Namen
Eva erhielt. Noch aber soll die Secre
bestehen und ibren Sitz in Warschau
haben. F.'s pehre besteht aus folgen-
den Hauptsätzen: Jedes Wort des Gese-
tzes (Thorab) hat einen höheren gedeim-
mßvollen Sinn, dessen einzig richtige Er-
klärung im Buche Sohar gefunden wer-
den kann; es gibt nur Einen Gott, der
3 Personen hat (?2.r20uplnm)) die alle
gleich und untheilbar sind. Denn das
Buch Sohar sagt: Es gibt zwei und noch
Einen, diese machen zusammen drei und
diese drei nur Einen. Gott erscheint auf
Erden in menschlichen Formen und ver-
richtet alle der Menschennatur eigenthüm-
lichen Handlungen, jedoch ohne zu sündi-
gen; Jerusalem wird nie wieder aufge-
baut werden und der von den Juden er-
wartete Meisias nie kommen, aber Gott
selbst wird wieder Fleisch werden, um
das Menschengeschlecht zu erlösen. Das
Glaubensbekenntniß der Frankisten wurde
in Lemberg in rabbinisch-hebräischer und
polnischer Sprache gedruckt.
Iost (M. I.), Allgemeine Geschichte des israe-
litischen Volles. 2 Bde. (Berlin 1832). —
Magazin für die Literatur des Auslandeö
184Z, Nr 150 u. f. — <?2ac5i, Dissertation
gnr 1e8 «luiks — Beer (Peter), Geschichte
der Mischen Secten, 2 Bde. (Brunn 1822).
— Sollae7nle«Ki (I<eon), I.sg Isi-Hklitss äs
Voloßue. — ZaloTnon (Uaimon), Osg Zectsg
«ÜFieuseZ äes ^niks xownkig. — Leon-
Hard (K. C. von). Aus unserer Zeit in mei-
nem Leben (Stuttgart 1854, Schweizerbarth,
8°.) I. Abth.. — Frankfurter Konversations-
blatt 1354, Nr. 29, S. 114: „Der Secten-
Häuptling Frank in Ossenbach." — v. Meyer,
Blätter für höhere Wahrheit I I . Bd. S. 381.
— VII. Bd. S. 308.
Frank, Johann Peter (Arzt, geb.
zu Notalb eu im Baden'schen 19. März
1745, gest. zu Wien 24. April 1821).
Entstammt einer französischen Familie.
Franks Vater kam zur Zeit des spani-
schen Erbfolgekrieges nach Deutschland, ließ sich zu Rothalben im Großherzogthum
Baden nieder und trieb Landwirthschaft.
Eines von 14 Kindern ist Johann Pe-
ter, der bei der Nohheit seines Baters
eine traurige Kindheit verlebte. War an-
fänglich zum geistlichen Stande bestimmt,
studirte bei den Piansten in Nastadt und
bei den Jesuiten zu Vouauenon in Lo-
thringen, hörte 1761 Philosophie zu Metz
und Pont 9. Mousson und dann, nachdem
er selbst die Medici ll gewählt, diese 1763
zu Heidelberg und Straßburg, an ersterer
Hochschule am 23. August 1766 die medi-
cinische Doctorswürde erlangend. Seine
Praxis begann er zu Bitsch in Lothrin-
gen, wo einer seiner Brüder wohnte;
vertauschte aber bald ob Mangel an Pra-
xis seinen Aufentdalt mit dem in Baden,
wo er seine Frau, die Tochter eines Kauf-
manns aus Pont«2. - Mousson im ersten
Wochenbette verlor. 1769 ging er als
Leibarzt des Markgrafen von Baden nach
Rastadt und vermalte sich dort zum zwei-
ten Male. Nach dem Tode des Mark-
grafen berief ihn der Fürstbischof von
Speier als Leibarzt nach Hruchsal, in
welcher Stadt F. sein Lehramt begann
und im dortigen Krankenhause Anatomie,
Physiologie und Botanik vortrug. Hier
auch begann er die Borarbeiten zu seinem
System der Medicinalpolizei, wovon 1779
der erste Band erschien. Dieses wiewohl
angefochtene Werk begründete seinen Ruf,
und F. erhielt gleichzeitig Anträge zu
Professuren in Mainz, Pavia und Göt-
tingen. Er entschied sich für Göttingen,
wo er als Baldingers Nachfolger
1784 die Professur der medic. Praxis
übernahm. DieAkademie daselbst ernannte
ihn zum Mitgliede. Als es ihm aber
nicht gelang, die Klinik nach seinen
Grundsätzen einzurichten, und er zudem
leidend sich fühlte, nahm er schon 1785
den Ruf nach Pavia an, de^ über V o lta's
und Scarpa 's dringlichen Antrag von
dem Fürsten Kaunitz erfolgt war.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon