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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 324 -
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Seite - 324 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4

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324 Widmete sich dem Berufe des Vaters und bildete sich für denselben (1784) in Göttingen, dann an der Seite seines Vaters (1785) zu Pavia. Daselbst erhielt er im Jahre 1791 die medicinifche Toctorwürde und begann in Mailand unter Moscati 's Leitung die Praxis. 1795 kam er als Assistent seines Vaters nach Pavia, folgte demselben als Primar- arzt im allgem. Krankenhause 1796 nach Wien, welche Stelle er acht Jahre beklei» dete und dann (1802) eine wissenschaft- liche Reise unternahm, deren Ergebnisse er in einem Werke veröffentlichte (siehe weiter unten), welches über die medici nischen Anstalten und Zustände anderer Staaten interessante Aufschlüsse enthält. 1804 folgte Joseph seinem uach Wilua berufeneu Vater dahin als Professor der Pathologie an der dortigen Hochschule und erwarb sich wäbrend eines 20jährigen Aufenthaltes daselbst mannigfaltige Ver> dienße um das Medicinalwesen in Nuß. land; er gründete eine medicinisch-chirur. gisch - pharmazeutische Gesellschaft, eine ambulatorische Klinik, eine Vaccinations- Gesellschaft, eine Gebäranstalt und stiftete ein Stipendium für 50 Studierende der Medicin. 1821 wurde er kaiserl. russ. Staatsrath, 1824 nahm er seinen Abschied und begab sich mit einer Iahrespension von 2000 Rubeln nach Wien, wo er pri- vatisirte, übersiedelte aber 1826 an den Comersee, wo er bis an seinen Tod wis- senschaftlich , namentlich mit der Vollen- dung seines berühmten Werkes „^aaül ?neäica" beschäftigt, verblieb. Er hat das Werk nicht vollendet, die Krankheiten des Unterleibes bilden den letzten Abschnitt desselben, den der berühmte Arzt zu Stande gebracht. Gleich seinem Vater ent- wickelte F. eine große literarische Thätig- keit im Gebiete der Wissenschaft, die auch ihn wie seinen Vater zu ihrcn Zierden zählte. I n der früheren Periode feiner medicinischen Praxis war F. ein großer Anhänger des Brown'schen Systems^ zu dessen Verbreitung er durch mehrere Schriften zu wirken suchte. Hier folgest seine Werte nach ihren Original-Ausga- ben mit Angabe der Uebersetzungen in die verschiedenen lebenden Sprachen: (kavig. 1794), deutsch übersetzt (Frankfurt 1796); — „I/ette^a aci An ainico ^opra clive^si^ nnti <ii m,ecli- «na . . ." (?aviH 1796, 8°.), deutsch vonWeikard (Heilbronn 1796); — (Wiftn 1797), deutsch unter Aufsicht des Verfassers von Friedr. Schaffer (Wien 1797); — „Orliinternngrn der Nrllum'schrn NrMehre" (Heilbronn 1797), neu bearb. UNt. d. Titel: „Grundsätze der Orregungstileo- rie" (Ebnd. 1803, neue Aufl. 1808), in's Ital. übers, nach der 2. Aufl. (Florenz 1803); — „Handbuch der Goiikülugie atm die Tehre nun Giitrn und Gegenbitten" (Wien 1800, 2. Aufl. 1803, ueue Aufl. 1816), in's Franz. übers, von L. H. I . Vrancten (Paris 1803); in's Ital. (Neapel 1805), und ein zweites Mal Mailand 1809);'— „Anleitung zur Renntniss und Wühl des Arztr5. Fur Richtete" (Wien 1800); — „Oesnnt,. Heit5tll5chrnbllch lnr duz 1.1s03" (Wien 1803, mit Ienners Bildniß), für die 1.1801 und 1802 besorgte er die Mitherausgabe; — „Gllllltm55 der Pllthlllllgie Nllch den Grlltpll der GrregnngMlllrie" (Wien 1803); — „ M - et ia natuT'e <ie la I)li- 1814); — „Neizr nach Paris, Vunüun und einem grossen <Ahei!e des übrigen Onglaniis nnd Dchottlands in BeziehunA unk spitäler, JersmllMgsHäuser, übrige Armen- institnte, Mlllicinizche Vehranzialten llnll Hefang- nisse", 2 Thle. (Wien 1804 und 6, neue Aufl. 1816), franz. von A. D. M. (Paris 1806), italienisch (Mailand 1813); — clinici cae^ a^ eae tlnirer- 1608—12, 8°.), die ersten 2 Bände
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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