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Umstand, welcher zumeist den regen Bestre-
bungen des Marchese Thomas De lMajno
zu verdanken ist, den F. zum Teftaments-
Vollstrecker ernannt hat. — Ueber die Ge-
«alin I^.'« : 6owi/5«k»' 5 l^b67-t) ^ I.e8 inusi-
eieus polonaiZ et siaves «.ucisug et moäer-
nes (Va.li3 1857, 3".) 3. 199.
Frank, Joseph Franz Sal. (Arzt
und Numismatiker, geb. in Berlin
20. October 1768, gest. 10. Februar
1840). Kam im Jahre 1789 nach
Wien, studirte die Arzneiwissenschaft
und wurde 1792 zum. Arzt promovirt.
Ergab folgende Schriften heraus:
Spital acaci> (Wien 1780^ Leck, 8°.);
ciobon." (NbeuäH 1797); — „Ver-llch
einer throrltiHch-prllKtiZchen Ärzneilnittellehre nach
den Glnndsähen der Grrrgungzt^llnt" (Ebenda
1802, 2. Aufl. 1804, Doll) — „Znrr°-
gute tür mehrere nusländ. Hrzneimittel. Gin Nei-
trag jur Nranillllrinng der unf höchsten Befehl an
dir Zerch ergung. Znffllrderniig" (Ebd. 1809).
Auch übersetzte er aus dem Spanischen
in's Deutsche des Juan Man. Arejnla
Werk über das Gelbe Fieber: „Narötellnug
des ansteckenden gelben Fiebers" (Ebd. 1804)
und in's Lateinische (Ebd. 1805). Außer
seiner Fachwissenschaft beschäftigte er sich
noch mit Numismatik und hatte eiue be-
trächtliche in historischer Hinsicht interes-
sante Sammlung von Münzen, meist der
neuern Zeit angehörig, gesammelt. Nur
auf echte Stücke richtete F. sein Augen»
merk und die Kaiser- und Konigsmüuzen
prangten in der Sammlung in möglichst
vollständigen Suiten; auch bildeten die
während der Religionskriege und der
niederländ Unruhen geprägten Münzen
eine sehr interessante Partie darin. Aus
seiner Feder stammt die Vorrede zu I . F.
Appels Münz- und Medaillen-Samm-
lung.
Vnnalen der- Literatur und Kunst des In- und Auslandes Jahrg. 1810 (Wien, Doll, 8°.>
III. Bd. S. 518. — Böckh (FranzHeinrich),
Wiens lebende Schriftsteller, Künstler....
dann Bücher-, Kunst- und Naturschätze....
(Wien 1821, 8°.) S. 150. — Oestr. Nat.-
Encyklopädie (vonGräffer u. Czilann),
(Wien 1835) II. Bd. S. 170. — Dieser F.
ist nicht mit dem Münzensammler P. Frank,
Großhändler in Wien, zu vergleichen, dessen,
jocose Weise zu sammeln, Bäuerle'sThea-
ter-Zeitung 1856, Nr. 23: „Notizen für
Münzensammler" schildert.
Frank, Ludwig (Arzt, geb. zu L a u-
terburg 1761, gest. 19. Mai 1825).
Neffe des berühmten Johann Peter F.
(s. d. S. 320); studirte unter den Angen
seines berühmten Oheims in Vrüchsal
und Göttingen Medicin, erhielt 1787
die medicin. Doctorswürde, und ließ sich
zur Ausübung der Praxis 1789 in Mai-
laud nieder. Er wurde nun Secuudar-
arzt am großen Hospital daselbst und be-
theiligte
sich
ander Redaction des „Nnovo
6iolQ2.1k deiig, piü. reoent? lotterktni-g.
land 1791 — 97), wovon 12 Bände er-
schienen sind, die mehrere seiner Abhand-
lungen enthalten. 1791 wurde F.Leibarzt
des Fürsten Khevenhüller und beglei-
tete denselben, als die Franzosen in Mai-
land eindrangen, nach Florenz, wo er
für die Förderung des Brown'schcu
Systems sehr thätig war. Nach 1 '^jäh-
rigem Aufenthalte verließ er Florenz,
wo er mit Männern wie C h i a r ug i, Fo u-
tana, Targioni n. A. in wissenschaft-
lichen Verkehr getreten war, und nnter-
nahm eiue Reise über Malta, nach Aleran-
drien und Aegypten, um die Krankheiten
dieses Laudes an Ort und Stelle zu studi-
ren. Seine Beobachtungen und Studien
übe.r die Pest unh egyMsche Augenkrank-
heit veröffentlichte er in einem beson-
deren Werke. Die franz. Expedition in
EgWten hatte anfänglich für A wie für
die übrigen Europäer unangenehme Fol-
gen; später aber Napoleon durch die>
Generäle Monge und BertHOlet
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon