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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 329 -
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329 Professor in der Kadetencompagnie zu Oraz, wo er 14 Jahre militär. Gegen- stände vortrug. Am 6. März 1831 zum Hauptmann im Corps befördert, kam er 1832 in den Generalftab und wurde theils im statistischen Bureau, theils bei öer Grenzregulirung gegen Baiern ver- wendet. Im Dec. 1835 wurde er Major, Ende 1840 nach Wien berufen, Vorstand der Directionskanzlei, im Nov. 1841 Oberstlieutenant und Commandant des Pionniercorps, und im März 1843 dessen Oberst. Als Commandant dieses Corps förderte F. die technische und scientisische Ausbildung, welche es in den Feldzügen in Italien und Ungarn ;u bewähren Gele- genheit fand. Nach des Obersten Birago <s.d. I.Bd. S.402) Tode erhielt F. den Auf- trag, die bereits begonnene Ausarbeitung des Reglements des Pionniercorps zu be- endigen. Am 21. Juni 1848 zum Gene- ralmajor ernannt, versah er den Posten eines Stellvertreters des Militär-Stadt- commaudanten in Wien, übernahm in den Octobcrtagen das Commando einer Brigade der im Schwarzenberggarten conzentrirten Garnison, und erhielt für sein Verhalten bei der Einnahme der Brigitten-Au und der Vorstadt Leopold- stadt das Ritterkreuz des Leopoldordens. Das Opfer eines längeren Leidens, starb er als Stadtcommandant von Wien im Alter von 54 Jahren, verdient um die Hebung des Corps, dem er durch die größte Zeit seines Dienstes angehört hatte. Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausgeg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 456. Franlel, Zacharias (Director des jüdisch - theolog. Seminars in Breslau, geb. zu Prag 1801). Entstammt einer angesehenen jüdischen Familie (s. d. S.334 bei Artikel L. Aug. Frankl ) , aus wel- cher bereits mehrere achtbare Gelehrte und sonst um ihr Volk vielverdiente Män- ner hervorgegangen. Erhielt den ersten Unterricht in den mosaischen und talmu- dischen Schriften, trieb aber zugleich Mathematik, deutsche und altclasstsche Literatur und besuchte die Universität in Pesthf wo namentlich Schedius ermun- ternd auf ihn wirkte. Im I . 1831 kehrte er nach Prag zurück und 1832 wurde er Kreisrabbiner für den Leitmeritzer Kreis; 1836 berief ihn das sächsische Cultus- ministerium als Oberrabbiner für Dres- den und Leipzig. Daselbst errichtete F. eine Schule, die sich bald allgemeiner Anerkennung erfreute und richtete seine Bemühungen vornämlich darauf, dem Iudenthum die Stellung einer im Staate berechtigten Confefsion zu verschaffen. Schon der Landtag 1837 gestattete den Bau einer Synagoge, deren Einweihung 1840 erfolgte. Die dem Landtage von 1840 vorgelegte Schrift: „Nie GibeZleiswllg der Juden in theologischer und historischer Nezie- huny" (Dresden u. Leipzig 1840, 2 Aufl. 1847) hatte die Aufhebung des früher- üblichen Iudeneides in Sachsen und in mehreren deutschen Ländern zur Folge. Sie wurde auf mehreren Landtagen der deutschen Staaten vielfach besprochen und auch von dem Pariser Cassationshofe im I . 1842, wo Herr Mar t in ^ävooat aux eon56il3 äu. Noi ot ». 1s. cour 6k oH3S2.tion. darüber im »^6882.361" sich aus sprach: „Franket hat die letzte Schranke niedergerissen, die noch zwischen dem französisch christlichen und jüdischen Bürger bestand. Von nun an, da der Eid inoro Hu.6Hi.oo durch F.'s Schrifr, die mich in meinem Plaidoyer leitete, abgeschafft ist, gibt es in Frankreich keinen Unterschied mehr zwischen Christen und Juden". Im I . 1854. nachdem F. schon 1842 einen Ruf als Oberrabbiner nach Berlin abgelehnt, ging er als Director des jüdisch-theolog. Seminars nach Bres- lau , in welcher Stellung er noch jetzt thätig ist..Außer der erwähnten Schrift üb« die Eidesleistung der Juden gab er
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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