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tetten, Quartetten, Trio's und Duo's
für die Flöte, Violine und andere Instru-
mente; auch hat er viele Werke vonBee t-
hoven, Onslow, Ries und Hey für
das Orchester arrangirt. Seme Compo-
sitionen befinden sich
meist in Handschrift.
Wiener Conversationsblatt (Theater-Zeitung),
rebigirt von Ad. Bäuerle, 1855, S. 1152:
„Nekrolog" von F. Luib. — Neue Wiener
Musik-Zeitung von Glöggl, 1856. Nr. 1,
S. 4: „Nekrolog." — Schilling (G. vi-.),
Das musikalische Europa (Spcyer 1842, F. C.
Neidhard, gr. 8".) S. 100.
Franz von Braunau, siehe: Fritsch,
Franz.
Frauzilli, Michael ^Mathematiker,
geb. zu Venedig in der ersten Hälfte
des 18. Jahrhunderts, gest. in P or t u g a l
1810). Trieb mit Vorliebe mathematische
Studien und folgte einem Nufe der Kö-
nigin Donna Maria I. von Portugal,
um ihren älteren Sohn den Infanten
Don I ozö (gest. 1788) und den Infanten
Johann, nachmaligen König Johann VI.,
in der Mathematik zu unterrichten. F.
erhielt auä) dcn Auftrag der Reorgani-
sation des mathematischen Studiums in
Lissabon und Coimbra. 1793 kelinc er in
sein Vaterland zurück, verließ es aber
wiedcr, worauf er sich in Portugal blei-
bend niederließ uud daselbst in hohem
Alter starb. — Berühmter als er ist sein
Sohn Marino Miguel Franz in i ,
Geograph und portug. General (geb.
1790), der 1821 den Ehren-Titel eines
Staats-Secretärs erhielt, ausgezeichnete
geographische und hydrographische Arbei-
ten lieferte und eines der vorzüglichsten
Mitglieder der kön. Akademie der Wis-
senschaften in Lissabon ist.
^cl^.), LZLai statistigue 5ur le lia^--
6s
^. 607. 1853) XVQI. Vä.
Franzoni, Sebastian (Gelehrter,
geb. zu Thien e im Gebiete von Vicenza Febr. 1687, gest. ebenda April 1779).
Sohn wohlhabender Eltern, trat zu Ende
1699 in's Seminar von Padna, und nach
beendeten Studien in den geistl. Stand.
Er bekleidete nun eine Professur am ge-
dachten Seminar durch 22 Jahre. 1731
schied er aus der Anstalt und errichtete
in Padna ein Erziehungsinstitut für junge
Leute, das er nach seinem Namen Fran-
zonium nannte. Dasselbe wurde von
Söhnen der edelsten Familien des Lan-
des besucht und blühte. 1760 löste er eö
selbst auf, übersiedelte nach Vicenza und-
1764 in seinen Geburtsort, wo er noch
15 Jahre zurückgezogen lebte und im
hohen Alter von 92 Jahren starb. Er
hatte sowohl mehrere von den Bischöfen,
von Padua ihm zugedachte höhere Kir-
chenämter als Berufungen an die Akade-
mien nach Parma und Turin beharrlich
ausgeschlagen, das ruhige der Wissen-
schaft gewidmete Leben dem äußerer Eh-
ren und Würden vorziehend. F. war
ein ausgezeichneter Nedner und schrieb
classisches Latein. Eine Sammlung seiuer
Neden erschien unter dem Titel: »O^a-
tio?l65 56^ .' /Nlü/ics /«lüitas l'n. Hsnn'naT^o
^at^'nc)''- s?Ääus». 1737), einen Anhang
dazu bilden noch: „O?-atw in, /nnsT-s
und „In. /une^e F^an.c.
i Oanonici ^atarini' ncbst der
mz <?s rita et Hiucin>
»'^ . — Seine übrigen
Reden, theils Nekrologe, theils Festreden
sind:
io acl
c. elec." (1754); —
6. (1764); —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon