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^ p ^ i ^ (1773).
Diese letzte, nebst vielen andern bei ver-
schiedenen festlichen Anlässen gehaltenen
Reden, dann vermischte Aufsätze, lateini-
sche und italienische Epigramme, sind in
Handschrift geblieben.
F's^an f/o/l,. öa/>t.), Vitas vir-or. illusti-ium
86luill2^ii ?3,ta,vini sco. (i?a6ug, 1815 , 8s-
lliiuilrärucii.) 3. 140.
Fraschim, Cajetan (Sänger, geb.
znPadua 1807). Widmete sich anfäng-
lich dem Studium der Medicin und übte
nur zu seinem Vergnügen die Musik.
Als ihn der berühmte Musikus Morett i
hörte, überredete er F., das Studium
aufzugeben und sich dem Gesänge zu wid-
men, wozu idn eine herrliche Stimme
besonders befädigte. F. folgte diesem
Rathe, nahm Gesangsunterricht, wurde
dann Chorsänger an der Cathedrale zn
Padua uiw betrat 1839 zn Bergamo
zum ersten Mal die Bühne alsRodrigo
in der Oper „Othello". Schon im fol-
genden Jahre war er für die Scala ge-
wonnen und uun euthnsiasmirte er mit
seine:n feurigen Gesänge die Freunde
dieser Kunst in Turin, Venedig, Rom,
Neapel und gelangte sein Nnf als eines
der ersten Tenoristen der Gegenwart nach
Paris, London u. Wien. in welch'letzterer
Stadt er für die italien. Opernsaison
auf mehrere Jahre ) 844—47 und dann
später wieder gewonnen ward. Verdi,
Pacin i , Mercadante, componirten
mehrere Opern für ihn u. z.:
2Ü". — Seine schönsten Rollen sind:
— Nl-nesto in „Nki-ito 6
o^, von Ricci; — Nä^2.rcl0
in der „I^noia,"; — <3<5lin2i'0 in der
olFi.i", — äever in der
; — der Herzog in
— 6WIW in ^
6", — und der Oontk äi
in ^Hl2.ii3. Nod^n".
Ide I.on6on illu«tr»teä ^6^8. — Poltriit. Coftumebild. Unterschrift: <32Lt«na?l2gc1liui
als ^arssto iu der Oper „^ttila". Lithogr.
von Ed. Kaiser (Wien, Neumami, Fol.).
^ Johann von (Cistercienser-
monch und Geschichtforscher, geb.,
zu Wien 1786, gest. in Nußdorf bci
Wien 30. Iän. 1850). Entstammt einem
altadeligen Geschlechte und ist der ältest«:
Sohn des Hofbaurathes Phi l ipp von
Fräst. Er genoß eine sorgfältige Erzie-
hung und wählte aus frciem Dränge den
geistlichen Stand, legte 1507 die Ordens-
Profeß als Capitular des Cistercienser-
Stiftes Zwettl ab, und wurde 1809 zum
Priester geweiht. Er bekleidete nun einige
Zcü dic Professur ees alten Bundes und
dcr orientalischen Sprachen an dcr theo-
logischen Lehranstalt des Ordens zn Hei-
ligenkreuz, mußte aber aus Gesundheits-
rücksichten die Stelle aufgeben, worauf
er Hausarchivar im Sliflc wurde. Spä-
ter erhielt er dic Pfarre in Edelbach^
dann in Großenzersdorf, wurde dann
Administrator des Stiftes zu Gobels<
bürg und zuletzt Siadipfarrer in Zistcrs-
dorf. Ungeachtet der anstrengenden Ge-
schäfte seines geistlichen und administra-
tiven Berufes, in welchem er vorzüglich
als Prediger glänzte, fand er Muße zn
Arbeiten über die Geschichte und Topo-
graphie Niederosterreichs. Zum corresp.
Mitgliede der k. Akad. d. Wissenschaften
wurde er bei der ersten von derselben vor-
genommenen Wahl am 26. Iänn. 1843
gewählt und am 1. Febr. 1843 a. h. bestä-
tigt. Auf einer Geschäftsreise nach Wien
ereilte ihn im Stiftshause zu Nußdorf
im Alter von 64 Jahren der Tod. F.'s
Arbeiten zeichnen
sich
durch Gründlichkeit,
Selbständigkeit der Forschung und scharfe
kernige Kritik ans. Da er allenthalben
bisher unbekannten geschichtlichen Stoff
brachte, so verdienen seine Aufsätze sorgfäl-
tige Aufzeichnung. Als Bergen st amm
(I. 299—301), Darnaut (III. 165)
und Schützenberger den Beschluß
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon