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Freier, Heinrich,
siehe: Freyer, Hein-
rich S. 352.
Fremdaller, Franz Seraph Joseph
<Chorherr von St. Florian nnd Theo
log, geb. zuAbbs in Niederösterreich
2. Febr. 1753, gest. 25. Dec. 1825).
Stndirte an den Gymnasien zu Krems
und Linz, Theologie in Wieu. wo er anch
die theolog. Doctorswürde erhielt. Schon
1770 war er in's regul. Chorherrnstift
St. Florian eingetreten und wnrde 1776
zum Priester geweiht. Nachdem er im
I . 1777 als Cooperator gedient, kehrte
er in's Steift zurück, um daselbst geistliche
Beredsamkeit zn lehren. 1782 übernahm
er noch die Lehrkanzel der Theologie.
Als 1784 die häuslichen Studien in den
geistl. Genossenschaften aushörten, bekam
F. die Pfarre Negau. Nachdem er meh-
rere Pfarren gewechselt, ging er im
Auftrage seines Ordens im Jahre 1793
nach Wien, um für eine der theologische«
Lehrkanzeln in Wien, welche ausgeschrie-
ben waren, sich zu bewerben; er erhielt
jene der Dogmatik, womit er noch das
akademische Predigtamt und die Dire-
ction der Clerikaljugend seines Stiftes
verband. 1803 erhielt er über sein An.
suchen die erledigte Stiftspfarre Nieder-
waldkirchen, 1806 die Pfarre in Vöckla-
bruck, mit welcher er als damaliger bai-
rischer Unterthan seit Sept. 1811 das
Distriktsschul-Inspectorat und seit Mai
1812 das Decanat im Landgerichte Vöckla-
bruck autrat. F. war ein vortrefflicher
Redner und seine Kanzelvorträge sind
theils einzeln, theils in Sammlungen
gedruckt erschienen. Außerdem erschienen
von ihm folgende Schriften: „
cls
^ri2 1805); —
cle canons
1803)', — „HüMuch der gleichförmigen Oin- thrilung t>es ZechsVöcheutlichen in tirll Kais. üd'
beim Vebertritt zn einer tolrrirten Gau-
gssetzlich llurgrZchriebenkn Ne!igi2N5llnter-
richtes" (Linz 1813); — „Neukschrilt unf
(Seorg^ chberg «inz" (Linz 1809); — „Ver-
tränte Nlden an junge Niener der Kirche" (Salz-
burg 1817, gr. 8".). — Ferner gab er
seit 1802 die „Theologisch-praktische Einser
MunlltZchM", 11 Jahrgange (Salzburg
und Linz 1802—12) heraus, welche ge-
diegene Zeitschrift 4 Auflagen erlebte;
auch erschien darüber ein „Iiphubet. Der-
zeichni52 uller darin enthaltenen Annähe nnd M-
hllMllngrn" (Ebenda 1828); von 1813—
1821 setzte er sie unter dem Tnel: „Amr-
tlllZchrilt tür Kathulische GeiZtliche^ fort. F.
erhielt in Anerkennung seiner Verdienste
von Kaiser Franz die große goldene Eh-
renmedaille summt Kette, und von seinem
Bischof die Würde eines wirkl. Consisto-
rialrathes. Er starb im hohen Alter von
72 Jahren.
Oeftr. Nat.-Encyklop'ädie (von G raff er und
Czilann), (Wien 1835) II. Bd. S. 203. —
Kayser (Christian Gottlob), Vollständiges
Bücher-Lexikon (Leipzig 1834, Schumann, 4".)
II. Bd. S. 259 und IV. Bd. S. 134 Izählt
sämmtliche Werte F.'s auf).
Freisllllff Ritter vonNeudegg, Felix
(Hauptmann, geb. zu Bellov».r 10.
Febr. 1799, gest. zu Döbling 5. Juli
1854). Entstammt einer bereits 1631
geadelten Familie. Sein Vater war
Oberstlieutenant im Oguliner Gränz«
Regimente. Der Sohn kam 1810 in die
Neustädter Akademie, verließ dieselbe
1318 als Unterlieutenant im Pionnier-
Corps mit der Bestimmung, die Pro-
fessur der Geschichte in der Corpsschule
zu Korneuburg zu übernehmen, wo er bis
1825 blieb. Hierauf wählte ihn der da-
malige Oberst Fallon (f.. d. S. 141)
zur Ausführung des astronom. Theiles
bei seinen milit. Katastral-Vermessnngs-
Arbeiten. Nach Fallons Tode (1828)
berief ihn Erzherzog K arl , um am Un-
errichte seiner vier Söhne mitzuwirken;
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon